(f)roh & frei leben. silkes roh-vegane welt.

Meine Reise – Sommerbilanz & Neuigkeiten

Aus den geplanten zwei sind vier Monate in Deutschland geworden. Viel ist geschehen in dieser Zeit, innen und außen. Und in wenigen Tagen geht nun die Reise im Außen weiter. Zeit also, einmal Bilanz zu ziehen.

Das, was mich ursprünglich hierher geführt hatte, hat sich mit meiner Ankunft schlagartig in Luft aufgelöst. Kaum war ich da, war seitens der Tochter nicht mehr die Rede davon, dass sie in Deutschland bleiben, beim Vater leben und zur Schule gehen möchte. Offenbar war das von ihrer Seite aus nur dem Druck durch ihren Vater, inklusive der Zukunftsangst, die er ihr einzureden versucht, geschuldet. Es scheint für sie ganz selbstverständlich, wieder mit mir zu leben, ihren Vater ab und an zu besuchen, und eben auch mit mir zu gehen, wenn ich wieder reise. Ihr Wunsch ist ganz klar: sie möchte ihr freies, selbstbestimmtes Leben weiterleben, mit viel Zeit für ihre Freundinnen & ihre Projekte, und dabei möglichst gleich viel Zeit mit ihm und mit mir verbringen.

Obwohl wir in diesem Punkt also oberflächlich betrachtet kein bisschen weitergekommen sind (genau so sah es vor einem Jahr auch schon aus), bin ich dankbar für die Zeit hier. Die mir manches Andere, Schönes und Schwieriges, gebracht hat & mich wiederum viel über mich selbst gelehrt hat.

Neben der Schwere des Abschieds von Portugal und meiner Schwierigkeit, mich hier zurechtzufinden, waren da viele viele schöne Momente & Erlebnisse in den vergangenen Monaten. Schmetterlinge und Rosen, Nord- & Ostsee, Austausch, Begegnungen, Wiedersehen & neue Kontakte …

Viele Einsichten, Erkenntnisse, Lektionen. Schmerz, der mich auf meine Knie gebracht hat. Und Dankbarkeit, die dasselbe bewirkt hat. Wiedergefundene Seelenteile & die Freude des Wiedersehens mit mir selbst 😉

Dankbarkeit für „meine Kinder“, unsere Verbindung, die Ehrlichkeit und das Vertrauen, die da sind, und für all das, was wir zusammen erlebt haben und erleben.
Unser aller drei Leben sind in den vergangenen 10, 11 Jahren so anders als im Mainstream verlaufen, und manchmal macht das Dinge kompliziert, und manchmal taucht da der Gedanke auf, ob es nicht einfacher wäre, hätten wir alles „so wie alle“ gemacht. Doch für mich wäre das weder in der Vergangenheit noch jetzt eine Option gewesen. Wenn du weisst, was dein Herz will (oder ganz deutlich nicht will) – folge ihm. Immer. Anders ist Leben für mich unvorstellbar.

Vieles habe ich gelernt diesen Sommer …. Z. B., dass ich mich möglicherweise für unentbehrlicher gehalten habe als ich es bin. Und deshalb das, was ich eigentlich hatte tun wollen, die Chancen, die sich mir gerade angeboten hatten in Portugal, aufgegeben habe. Wie ich immer noch viel zu oft mich & das, was mir am Herzen liegt, für die Wünsche & Bedürfnisse anderer zurückstelle oder aufgebe. Besonders bei meinen Kindern und anderen, meinem Herzen sehr nahen Menschen, fällt es mir da immer wieder schwer, meine Bedürfnisse genau so wichtig zu nehmen wie ihre. Die Frage, ob ich „falsch“ entschieden habe, in diesem Fall, hat mich eine Weile schmerzhaft beschäftigt. Jetzt nicht mehr. Es spielt keine Rolle. Denn Leben heisst eben auch, mit unseren Entscheidungen zu leben. Es gibt keine falschen Entscheidungen – auch der andere Weg hätte seine eigenen Herausforderungen mitgebracht, und auch dieser hier hat mich und mein Leben bereichert und mit neuem Licht & neuer Leichtigkeit versorgt. U. a. eben mit einem Stück mehr Bewusstsein für meinen eigenen Wert.

Die so schöne & so herausfordernde Reise zur (Selbst-)Liebe. Und immer wieder komme ich an, und immer wieder bin ich ganz weit weg. Achterbahn. Gleichgewicht – das Thema meines Lebens. Das mich, in den letzten Jahren mit zunehmender Häufigkeit und Tiefe, wieder und wieder aus dem Nest schubst. Mich „zerlegt“. Und ich setz mich neu zusammen, zu einer neuen, „größeren“, freieren Version von mir. Ein ums andere Mal. Schmerzhaft & oft nicht leicht – doch es befreit mich, macht mich leichter und leichter, bringt mich immer weiter zu mir. Ich finde & erfinde mich immer wieder neu, und genieße es, mich immer wieder & weiter kennenzulernen. <3 🙂

Meine Reise geht weiter, nun auch wieder im Außen … Wenn ich an die Zeit in Portugal zurückdenke, erscheint mir alles so unsagbar fern. Ich sehne so sehr danach, dorthin zurückzugehen. Und werde das auch tun. Sobald die Zeit reif ist dafür.
Denn als nächstes geht es nun erst einmal nach Ägypten – ein Land, das mich zum zweiten Mal in meinem Leben (zuletzt ca. 2008 – auch ein 1er Jahr … ) mit einer Einladung zu einer Nilkreuzfahrt gerufen hat. Zeit, dieser Einladung nun endlich zu folgen. Ich bin sehr gespannt … und sehr aufgeregt. Meine erste Reise nach Afrika!

… Ich werde berichten! Wenn du zeitnah dabeisein willst, folge mir am Besten bei Instagram (RawVeganDigitalNomad) und/oder abonniere meine Facebook-Seite. Hier im Blog bleibt es während der nächsten Wochen erstmal ruhig.

Ich danke dir fürs Lesen, ist mal wieder ein langer Beitrag geworden, den ich jetzt, weil schon spät, nicht noch einmal Korrektur lesen werde. Wie immer freue mich über deinen Kommentar.

In Liebe

Silke

Remember The Divine

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Ausreden. Oder: Hör auf, es zu versuchen. Mach es.

Tu es. Jetzt. Hör auf zu rauchen, zu trinken, zu essen, was du nicht mehr in deinem Körper haben willst. Geh da raus & beweg dich. Kündige deinen Job. Oder fang den Neuen an. Reise los. Oder bleib daheim, weil es das ist, was du willst. Beende die Beziehung, die sich nicht mehr gut anfühlt. Wage es, allein zu sein. (Du bist es doch nie.) Wage es, dein Herz zu öffnen. Für Freundschaft. Für Liebe. Für das Neue, wovor du dich fürchtest. Riskiere alles, was zu verlieren dir Angst macht. Tu das, wonach es dein Herz verlangt. Sag ja, wenn du ja willst. Sag nein, wenn du nicht willst. Oder gib dir Zeit, bis du weisst, ob es ja oder nein ist. Wage es, andere zu enttäuschen – aber bleib dir selber treu.

Nur: Keine Ausreden mehr. Sei ehrlich. Zu dir, zu den anderen. Da ist nichts, was dich WIRKLICH zurückhält. Außer … deinen Gedanken, deinen Gefühlen. Angst vielleicht. Schuldgefühle. Scham. Na und? Es ist okay, sie zu fühlen. Aber lass dich durch sie nicht aufhalten!!!

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Goldene Milch. Oder: Durch den Herbst balancieren

Es ist Herbst. Die Bäume tragen ihre buntesten Blätter … und lassen sie eins nach dem anderen los. Sie wissen, dass sie nur wachsen können, wenn sie sich ausruhen.

Alljährlich im Herbst finde ich zurück zum Ayurveda, zu Gewürzen – und zur köstlichen Goldenen Milch, Kurkuma-Milch. Rezepte dafür gibt es viele, vegane, nicht-vegane – ich verrate dir hier heute meines. Roh & vegan. Doch zuvor – ein paar Gedanken zum Herbst, und warum gerade diese Jahreszeit so stark an meinem (& vielleicht auch an deinem) Gleichgewicht ruckelt.

Während die westliche Medizin den Wechsel der Jahreszeiten weitgehend ignoriert und höchstens im Herbst alljährlich zur Grippeimpfung aufruft, wissen die östlichen Heilkundigen, sowohl in der Traditionellen Chinesischen Medizin als auch im Ayurveda (der traditionellen indischen Medizin), dass wir beim Übergang von einer Jahreszeit zur nächsten besonders auf uns, auf unseren Körper, achten müssen.

In der 5-Elemente-Lehre der TCM wird jeder Jahreszeit eines der Elemente zugeordnet: Holz für den Frühling, Feuer für den Sommer, Metall für den Herbst und Wasser für den Winter. In den Übergangszeiten zwischen den Jahreszeiten soll die Nahrung – die in der TCM ebenso wie im Ayurveda und auch bei Hippokrates wesentliches Element der Heilung bzw. Gesunderhaltung ist – schwerpunktmäßig aus Nahrungsmitteln bestehen, die dem 5. Element, der Erde, zugeordnet sind sowie thermisch neutral bis warm wirken. Eben besonders erdend, beruhigend, nährend. (Eine Tabelle mit der Zuordnung vieler Nahrungsmittel zu den fünf Elementen der TCM wie auch weitere Informationen zu dieser Ernährungsform (auch) im Rahmen einer Rohkosternährung findest du hier.)

Im Ayurveda (dem „Wissen vom Leben“) hat alles ein Dosha. Vata, Pitta oder Kapha. So entspricht die Konstitution jedes Menschen schwerpunktmäßig einem oder einer Kombination mehrerer Doshas. Auch Jahreszeiten, Tageszeiten, Lebensphasen werden den Doshas zugeordnet. Im Herbst und Winter dominiert das Vata-Dosha. Mit seinen Elementen Luft und Raum bringt es Wind, Bewegung, Trockenheit und Abkühlung. Und das bringt eben Vata leicht aus dem Gleichgewicht. Das kann dich auch betreffen, wenn dein vorherrschendes Dosha Pitta oder Kapha ist; am anfälligsten jedoch sind Menschen mit Vata-Konstitution. Typische Anzeichen für ein Vata-Ungleichgewicht können z. B. sein

  • trockene Haut, kalte Hände & Füße, unregelmäßige Verdauung
  • kreisende Gedanken, Schlafstörungen, Ängste, innere Unruhe

Einiges davon kenne ich bei mir, in unterschiedlicher Ausprägung, und nicht nur im beginnenden Herbst. 😉 Als Vata gehört die Suche nach meinem Gleichgewicht, in jeder Hinsicht, zu meinen Lebensaufgaben. Dem Wind und der Kühle des Herbstes, wie auch anderem, was mich aus dem Gleichgewicht bringt, begegne ich vorzugsweise mit Wärme, Ruhe, Feuchtigkeit. Heisse Duschen stehen auf meiner Erste-Hilfe-Liste zur Krisenbewältigung ziemlich weit oben ;).

Wärme und Feuchtigkeit – auf die Ernährung bezogen bedeutet das: süße, saure und salzige Speisen. Die wärmen und befeuchten. Nichts Abkühlendes (wie Eis, Tomaten, Melonen). Die Verwendung von wärmenden Gewürzen und Kräutern wie Ingwer, Knoblauch, Basilikum. Etwas mehr Fett, mehr Zubereitungen als im Sommer.

Du musst nun kein*e Expert*e*in für ayurvedische oder chinesische Heilmethoden werden. Lass dich gern von ihnen inspirieren – du wirst vermutlich in der nächsten Zeit hier im Blog öfter mal Rezeptideen für entsprechende Zubereitungen finden – doch das worauf es ankommt, ist, wie zu jeder Zeit des Jahres und jede Situation im Leben: Achtsamkeit. Aufmerksamkeit. Für dich, für deinen Körper und seine Signale. Achte auf deine Bedürfnisse & sorge für dich. Neben der sorgsamen Auswahl deiner Ernährung gehören dazu auch ausreichende Ruhephasen, Stressreduzierung, Bewegung und frische Luft, Wärme, liebevolle menschliche Kontakte. Eine ganz besondere Form der Berührung, für mich besonders wohltuend und ausgleichend, sind Massagen. Mit viel warmem Öl. Besonders schön, wenn dich jemand massiert, doch auch Selbstmassagen tun schon sehr gut.

Natürlich musst du nicht auf irgendwelche Krisen, Jahreszeitenwechsel oder das Auftreten von Gleichgewichtsstörungen warten! Ein liebevoller und achtsamer Umgang mit dir selbst ist kein Luxus, sondern Grundlage für dein Wohlbefinden, für deine Gesundheit. Um zu heilen, auf jeder Ebene, und um dich gesund zu erhalten!

Ein bekanntes Getränk aus dem Ayurveda ist die schon eingangs erwähnte Goldene Milch, auch als Kurkuma-Milch oder Kurkuma Latte bekannt. Im Original weder roh noch vegan, doch ich habe mir meine eigene Variante davon kreiert. Und genieße sie momentan fast täglich zum Frühstück. Manchmal golden, manchmal auch gold-grün. Beide wirken wärmend, nährend, befeuchtend & harmonisierend auf mich – und schmecken unglaublich lecker. 🙂

Neben der wohltuenden Wirkung der Gewürze zeichnen sich diese flüssigen Mahlzeiten durch ihren hohen Wassergehalt aus. Unsere Körper bestehen zu bis zu 70% aus Wasser; daher ist es wichtig, uns immer gut mit Wasser zu versorgen. Viele Beschwerden (Müdigkeit, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme usw) sind schlicht auf Dehydration zurückzuführen und lassen sich durch das Trinken von 1-2 Gläsern Wasser sofort lindern.

Rezepte für goldene und die grün-goldene Milch

Roh-vegane goldene Milch

– Leicht, süß, wärmend, befeuchtend, erdend. Mit reichlich Kurkuma darin, dem ja alle möglichen Heilwirkungen nachgesagt werden.

Du brauchst dafür:
– 1/2 Glas Chufa-Milch*
– 1 reife Banane
– 1/2 TL Kurkuma-Pulver
– 1/4 TL Ingwer-Pulver
– 1/4 TL Ceylon-Zimt
– je 1 Prise Kardamom, Muskat
– 1 winzige Prise schwarzer Pfeffer

Gib alle Zutaten in deinen Mixer (ich verwende diesen) und vermixe sie ca. 30 Sekunden auf höchster Stufe.

*Chufa-Milch kannst du ganz einfach selbst zubereiten, aus eingeweichten Chufas (Erdmandeln – du bekommst sie hier) und Wasser. Verwende ca. dreimal soviel Wasser wie Chufas. In einem starken Mixer vermixen, abseihen, fertig.
Statt Chufa-Milch kannst du nach Geschmack auch jede andere Nuss- oder Samenmilch deiner Wahl verwenden.

Grün-goldene Milch

– noch leichter, fettfrei, reich an Mineralien, wärmend, sättigend, befeuchtend, erdend.

Du brauchst dafür:
– 1 Banane
– 1-2 HV Giersch
– 1-2 HV Feldsalat
– 1 EL getrocknete oder 1 HV frische Steviablätter (Kauf ich hier)
– 1 Tasse Wasser
– 1/2 TL Kurkuma-Pulver
– 1/4 TL Ingwer-Pulver
– 1/4 TL Ceylon-Zimt
– je 1 Prise Kardamom und Muskat
– 1 winzige Prise schwarzer Pfeffer

Gib alle Zutaten in deinen Mixer und vermixe sie ca. 30 Sekunden auf höchster Stufe.

Während ich grüne Smoothie, die aus großen Mengen an Grünzeug und viel Obst bestehen, nie gut vertragen habe (ich hab davon immer Blähungen und einen entsprechend geblähten Bauch bekommen), funktioniert dieser Smoothie mit viel Grün, viel Wasser, wenig Obst und den Gewürzen darin sehr gut für mich.

Alle verwendeten Gewürze gleichen Vata aus. Einige, wie Pfeffer und Muskat, bringen Pitta aus dem Gleichgewicht. In sehr kleinen Mengen kannst du sie aber auch als Pitta schon verwenden. Experimentiere eventuell je nach deiner Konstitution mit der Gewürzkombination herum und lass ggfs für dich zu warme Gewürze weg.

Ich verwende am Liebsten die Gewürze von Sonnentor, die durchweg sehr schonend verarbeitet und überwiegend unter 40° C getrocknet werden. Nebenbei liebe ich die farbenfrohen Verpackungen. 🙂
Wenn du es dir einfacher machen willst: Es gibt von Sonnentor auch eine fertige Gewürzmischung für Kurkuma Latte, die die hier genannten Gewürze und zusätzlich Safran beinhaltet.

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Süßlupinen. Oder: woher bekommst du dein Eiweiss? ;)

Eine weitere Eiweiß-Alternative, die wir dieses Jahr entdeckt haben. Sicher nicht so grundlegend wie das Grün, aber für den Einen oder die Andere vielleicht auch eine interessante Abwechslung auf dem Teller.

In jedem Fall eine weitere Antwort auf die so beliebte Frage:

Woher bekommen Veganer*innen genug Eiweiss?

Zahlreiche & umfassende Antworten darauf findest du hier im Blog –

Und unser wichtigstes Protein ist ja ohnehin Grün – falls dir das nichts sagt, lies es unbedingt hier nach. Heute möchte ich dir von einer der vielen möglichen weiteren pflanzlichen Eiweissquellen erzählen. Eine, die auch wir erst vor Kurzem entdeckt haben. Letzten Winter in Portugal. Dort werden überall auf den Märkten Tremoços verkauft – Süßlupinen. Gekocht und eingelegt in Salzlake und ich-weiss-nicht-was-noch. Die Tochter hat sie auf einem Fest mit Freunden entdeckt und sie fortan in ihren Speiseplan aufgenommen.

Ich hab mich daraufhin ein bisschen umgeschaut – wie immer auf der Suche nach einer rohen Version. Ich kannte Lupinen aus Kochkostzeiten in Form von Lopino, erhältlich im Kühlregal im Bioladen. Das war natürlich auch nicht roh. Für alle Nicht-100%-Rohköstler*innen jedoch eine eiweissreiche Bereicherung des Speiseplans und eine gute Alternative zu Soja.

Süßlupinen – was ist das eigentlich?

Lupinen gehören zu den Hülsenfrüchten. Als Süßlupinen werden diejenigen Lupinen bezeichnet, die praktisch frei von bitteren Alkaloiden sind. Die Samen der Süßlupine gehörten bereits bei den alten Ägyptern und Griechen wie auch in Südamerika zu den Grundnahrungsmitteln.

Süßlupinen sind reich an Eiweiß & enthalten sogar alle essentiellen Aminosäuren. Sie sind frei von Stärke und Gluten, allergenärmer, fettärmer als Sojabohnen und weniger blähend als andere Hülsenfrüchte.

Süßlupinen roh verzehren?

Gekeimt lassen sich Süßlupinen auch roh verzehren. Weiche sie dafür über Nacht in Wasser ein, gieß das Wasser am nächsten Tag ab und wässere die Lupinensamen täglich. Sobald der Spross etwa so lang ist wie die Bohne, kannst du die gekeimten Lupinensamen essen.

Zubereitung der rohen Süßlupinen

Du kannst die gekeimten Samen einfach so essen. So schmeckten sie der Tochter auch am Besten – eine interessante Alternative zu Linsen & Kichererbsen, wenn auch kein neues Lieblingsessen.

Ich habe versucht, die eingelegten Tremoços, wie wir sie in Portugal gekauft hatten, nachzumachen. Dafür habe ich die fertig gekeimten Lupinen für ein paar Tage in Salzwasser eingelegt. Nach einem Tag schmeckten sie dann halt salziger als vorher. Jedoch nicht wirklich besser. Außerdem verderben sie eingelegt recht schnell. Kurz: dieses Experiment war noch nicht wirklich erfolgreich.

Leider gibt es Süßlupinen nicht in jedem Bioladen. Nach längerer Suche habe ich diesen Sommer in Deutschland endlich welche gefunden. Und zwar bei Prohviant* – einem kleinen Rohkostversender, der außer rohen, keimfähigen Süßlupinen* noch so manches andere Interessante im Angebot hat!

*(Ja, dies sind Affiliate-Links. Das heisst, wenn du über diesen Link etwas bestellst, bekomme ich eine kleine Provision dafür. Damit unterstützt du meine Arbeit hier. Vielen Dank dafür! Ich setze Affiliate-Links nur zu Anbietern, bei denen ich selbst bestelle und die ich gerne und voller Überzeugung für ihren Service und ihre Produkte empfehlen kann.)

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(Selbst-)Heilung & Schönheit. Eine Buchvorstellung.

Ich hab mal wieder gelesen. Ein Buch zum Thema Heilung, das ich dir hier gern vorstellen möchte. „Heile dich schön“ von Markus Rothkranz.

Ein toller Ansatz für das Thema, wie ich finde. Eitelkeit siegt. 😉 Für all die, die (noch) nicht wirklich unter lebensbedrohlichen oder stark einschränkenden Krankheiten leiden bzw. deren Leidensdruck durch Krankheiten oder mangelndes Wohlbefinden nicht hoch genug ist, ist doch meist ihr Aussehen von Bedeutung. Und wer wünscht sich nicht, ewig jung und schön auszusehen? Frei von Falten, Pickeln, Flecken zu sein, einen straffen Körper zu haben usw.

Dass das möglich ist, mehr noch: dass du nicht nur jünger aussehen, sondern sogar jünger werden kannst & wie das geht, das zeigt Markus Rothkranz an seinem eigenen Beispiel und darüber schreibt er in diesem Buch.

Schönheit, so sagt er, ist gleichbedeutend mit Gesundheit. Ohne Gesundheit ist wirkliche Schönheit auch mit allen künstlichen Hilfsmitteln, Operationen usw. nicht möglich.

An deinem Aussehen, an jedem Pickel, jeder Falte, lässt sich erkennen, wie es um deine Gesundheit, um den Zustand deiner Organe bestellt ist. Markus Rothkranz zeigt in seinem Buch, wie alles miteinander zusammenhängt. Gesicht und Organe, du und die Welt.

Interessant an dem Buch finde ich vor allem die Darstellungen zu den Organzusammenhängen. Welche Teile deines Gesichts & deines übrigen Körpers mit welchen Organen in Zusammenhang stehen. Wie du lernen kannst, deine Falten, Pickel, Ausschläge usw. zu „lesen“ – und was du sinnvollerweise tun kannst, um sie verschwinden zu lassen.

Was mir außerdem gut gefällt, sind die unzählige Male wiederholten Hinweise darauf, dass es nicht um die Oberfläche allein geht. Dass du deinen Körper reinigen – und anschließend sauberhalten – musst, wenn du wirklich heil (gesund) und schön sein willst. Dass es keine Abkürzungen gibt und die wertvollsten Kräuter, Superfoods, Wundermittel dich nicht retten werden, wenn du nicht zuvor die grundlegenden Probleme behebst. In seinen trotzdem vorhandenen Auflistungen wundersamer Mittel fehlen neben exotischen Kräutern und über Markus selbst zu beziehenden Spezialmischungen auch nicht die Verweise auf die in der Natur frei erhältlichen wertvollen Wildkräuter.

Insgesamt ein locker & überzeugend geschriebenes und leicht zu lesendes Einsteigerbuch mit vielen wertvollen Tipps für Menschen, die nach neuen Wegen zu mehr Wohlbefinden, Schönheit und Gesundheit suchen. Und eben ein überzeugender Ansatz, um Menschen zu Veränderung zu bewegen.

Denn diese Welt, die Menschheit, braucht Veränderung. Umdenken. Veränderung unserer Lebensgewohnheiten. Bevor wir uns selbst und alles andere hier zerstören. (Oder, vielleicht eher, die Erde sich von unserer physischen Präsenz befreit.) Und Veränderung beginnt immer in dir selbst. Heilst du dich, so heilst du auch die Welt. Selbst wenn du aus eitlen, oberflächlichen Motiven damit beginnst, wirst du mit der Veränderung deiner Ernährungs- und Lebensweise eine Erfahrung machen, die dich weit über dein Aussehen hinaus verändern wird. Und sich auf das gesamte Universum auswirken wird.

Herzlichen Dank an den Hans-Nietsch-Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat! Beziehen kannst du es direkt über den Verlag, oder hier über amazon.

Anita Feiertag gefällt dieser Artikel
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Protein ist grün

Zum ersten Mal seit Langem wurde mir kürzlich die Frage gestellt. „Und woher bekommst du dein Protein?“ Meine Antwort beinhaltete ein paar Fakten zum menschlichen Proteinbedarf sowie schwerpunktmäßig den Verweis auf das viele wertvolle, proteinreiche GRÜN in meiner Ernährung.

Protein ist grün
„Chlorophyll wird im kommenden erleuchteten Zeitalter das Hauptprotein sein. Im frisch zubereiteten Getränk enthält es synthetisierten Sonnenschein und den für die Wiederbelebung des Körpers erforderlichen elektrischen Strom, und es wird Teile des Gehirns erschließen, von denen der Mensch heute noch nichts weiß.“ – Ann Wigmore

Zwar safte ich nur in Ausnahmefällen mal & esse mein tägliches Grün lieber ganz oder allenfalls vermixt, doch was die Bedeutung von Chlorophyll für unsere Körper angeht, glaube ich Ann Wigmore absolut. Voller gespeichertem Sonnenschein und mit unserem Blutfarbstoff Hämoglobin fast identisch, nährt es uns optimal & versorgt uns auf mehreren Ebenen mit dem, was wir zum Leben & Wachsen brauchen.

Das Angebot an Grünem auf dem Markt ist reichhaltig und vielfältig, und dazu wächst überall draußen noch jede Menge frei verfügbares wildes Grün. Ich finde hier im Umkreis (wenn auch mit ein bisschen Suchen; es ist schon recht „aufgeräumt“ hier. Bewirtschaftete Felder rund um das kleine Dorf im Calenberger Land, in dem ich mich derzeit aufhalte.) Brennesseln, Giersch, Löwenzahn, Weissdornblätter, Beifuß, Malve, Knoblauchrauke, Beinwell und manches mehr. Auch die ersten Nüsse habe ich schon gefunden (übrigens auch sehr reich an Protein 😉 ).

Regionales Obst hingegen ist vergleichsweise knapp & dementsprechend teuer – dank der Kälte des Frühjahrs, die die Obstblüte weitgehend hat erfrieren lassen und/oder die Bienen vom Bestäuben der Blüten abgehalten hat.

Ohnehin zieht es mich nicht wirklich momentan. Die einzigen süßen Früchte, die ich, wenngleich importiert, hier bekomme und die mir derzeit schmecken, sind Kochbananen – auch die jedoch ergänze ich mit reichlich Spirulina. Nach wie vor köstlich schmeckt mir Kürbis. Meine Frucht des Jahres. 🙂 Und … passend zur Jahreszeit, denn jetzt sind hier all die vielen Kürbissorten reif: Neben Hokkaido liegen in meiner Küche Squash-Kürbis, Spaghetti-Kürbis und Butternut bereit.

Die meisten meiner Mahlzeiten bestehen aus einer Kombination von Salaten & anderem Grünzeug, Kürbis, Knoblauch, Algen & Sprossen (ebenfalls sehr proteinreich). Manchmal mit einem Dipp aus gekeimten Samen dazu, selten einer Avocado, oder einem Stück Kürbis-Broht – einem neuen Lieblingsrezept.

Neben frischem Grün und Kürbis gehören seit Längerem ein paar grüne Pulver zu meiner täglichen Ernährung: In Spirulina* könnte ich mich reinsetzen, schon seit Monaten, es schmeckt sooo lecker! Ich esse es zu allem möglichen: Banane, Kokosnuss, Kürbis, Zucchini, …

Mindestens genauso geht es mir mit Stevia. An meinem letzten Standort in Portugal gab es eine Pflanze davon, so dass ich gelegentlich sogar frische Blätter genießen konnte (nur sparsam, sonst hätte sie mich nicht überlebt 😉 ). Ansonsten greife ich auf Steviapulver* zurück – nur aus den getrockneten Blättern bestehend. Am liebsten mag ich es zu Zucchini – schmeckt erfrischend & süß. Auch köstlich ist es zu Avocado, Kokosmus, in Schokolade …

Angeblich soll Stevia ein wirksames Mittel zur Unterstützung des Körpers gegen Borrelien sein. Keine Ahnung, ob das stimmt. Schaden wird es jedenfalls nicht.

Außerdem gibt es ab und zu Chlorella*. Ebenfalls in Pulverform, meist in Wasser eingerührt, als morgendliches Getränk. Chlorella geht bei mir nicht immer, momentan mag ich es, also trink ich es. Mal sehen, wie lange das anhält.

Wie sieht deine Ernährung dieser Tage aus? Welches sind deine Lieblingsgrüns?

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Mutig sein

Immer wieder, wenn ich etwas schreibe um es zu veröffentlichen, oder ein Video aufnehme, immer wieder wenn ich da raus gehe in die Welt, Menschen treffe, mich zeige, begegne ich meiner Angst. Mal mehr, mal weniger, je nach Kontext. Je nach Thema. Und je nachdem, wie sehr ich in meiner Mitte bin.

Und immer wieder tue ich es trotzdem. Mich gegenüber anderen Menschen, meinen anderen Ichs, mir selbst, richtig zu zeigen. Mit allem, was ich gerade in mir sehe – und vor allem dann, wenn ich gerade mehr von meinen „Schatten“ sehe als von meinem Licht. Das erfordert oft viel mehr Mut als viele der anderen Dinge, die ich in meinem Leben so tue, und für die mir von anderen so oft Mut bescheinigt wird. Auswandern mit Kindern & Rucksack z. B. Oder heimatlos leben. Sowas.

Wie Sarah Lesch es singt:
„Ich hab Angst vor meiner Freiheit,
ich hab Angst, die Wahrheit zu sagen.
Denn ich hab Angst, mich richtig zu zeigen,
ohne Mauern und Heiligenschein.

Aber Mut heisst nicht, keine Angst zu haben.
Mut heisst nur, dass man trotzdem springt.“

In jedem Fall hab ich es noch nie bereut, trotzdem gesprungen zu sein. Meine Angst zu überwinden. (Bereut habe ich die Gelegenheiten, bei denen ich es nicht getan habe. Mich von meiner Angst habe aufhalten lassen. Was auch häufig genug passiert ist.)

Ich möchte dich bestärken, mutig zu sein. Es braucht keine großen Taten, um deine eigene Heldin, dein eigener Held zu werden. Spür deine Angst, sieh sie dir an, aber lass dich nicht von ihr aufhalten. Vertraue. Dir. Dem Leben. Und all den anderen da draußen. Sie sind nichts anderes als du, Spiegel deines Inneren.

Versuch, dich davon zu lösen, alles kontrollieren zu müssen. Verliebe dich ins „Nicht-Wissen“. Du weisst sowie nicht, was passieren wird. Selbst wenn du dir einbildest, du wüsstest es. Höre auf dein Herz, deine Intuition, deine innere Führung. Und tu den ersten Schritt. Auch wenn du noch nicht weisst, wie der zweite aussehen wird.

Wenn du im Auto unterwegs bist, folgst du den Anweisungen deines GPS. Eine nach der anderen. Sagt es dir, du sollst abbiegen, dann tust du das, ohne zu wissen, was danach kommt. Du vertraust darauf, dass es dir den nächsten Schritt dann schon ansagen wird. Genauso funktioniert es mit deiner Intuition.

Wenn es dir so geht wie mir und du mitunter das Gefühl bekommst, die Verbindung mit deiner inneren Führung zu verlieren – weil der Verstand dazwischen funkt, alte Glaubenssätze & Erwartungen, das Ego, oder du dich von den Gedanken & Ängsten deiner Umwelt durcheinander bringen lässt – was auch immer. Was tun, wenn du dich in solch einer Situation wiederfindest? Deine innere Stimme nicht hörst, die Zeichen nicht sehen kannst, oder nicht verstehst? Zerrissen bist und nicht weisst, was von deinem Herzen kommt & was aus deinem Kopf? Was dann?

Don’t worry. Mit der Erkenntnis, dass du durcheinander bist & den Weg grad nicht siehst, bist du schon wieder auf dem richtigen Weg. Bewusst unterwegs. Geh einfach weiter, ruhig, langsam. Achtsam – bei allem, was du tust und denkst. Atme. Vertraue. Lass los. Gib dir Zeit. Erwarte die Ansage für den nächsten Schritt. Und dann tu ihn!

Hab Mut & vertrau dir & dem Leben – es wird dich nicht im Stich lassen. Niemals.

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Care-Paket fürs Rohkost-Kind

Mitunter hängen hier angefangene Artikel sehr lange im Entwürfe-Ordner herum und gehen in der Flut meiner Ideen unter. So wie dieser hier, den ich nach Monaten gerade wiedergefunden habe und dir nun nicht länger vorenthalten möchte. 🙂

Im Frühjahr war die Tochter ja für längere Zeit bei ihrem Vater zu Besuch – einem zweiten Zuhause für sie, mit allerdings ganz anderen Prioritäten bei der Essensauswahl. Seit der Veganz-Markt in Hamburg geschlossen hat, ist das Angebot an interessanten Alternativen zu Brot & Co dort meistens nicht so reizvoll. Selbst Durian wird nach einer Weile langweilig. 😉 Und zum Selber-Zubereiten fehlt ihr dann doch meist der Ansporn.

Drum hatte ich ihr ein Care-Paket geschickt – oder besser: schicken lassen … bestellt bei einem meiner Lieblingsversender – raw-living*. Mit dem „Auftrag“ ans Kind, zu fotografieren und zu testen ;).

So sah der Inhalt des Pakets aus

Und hier ist ihr Testergebnis:

  • Kaustreifen BuriBeri Erdbeere – der Hit! Endlich Rohkost-Kaustreifen! Davon hätten es gern mehrere Packungen sein dürfen. (Solche Streifen lassen sich ganz einfach selbst machen, hab ich inzwischen auch schon mehrmals gemacht. Doch manchmal sind fertig verpackte Süßigkeiten einfach konkurrenzfähiger. 😉
  • Schokoriegel „My Raw Joy“ – NYAM! Eigentlich hatte sie nicht wirklich Lust auf süß, doch der Biss in den Riegel hat sie sofort umgestimmt. Sehr lecker!
  • CRAWnchies – So eine Art Chips, aus Lein und Algen, coole Idee, auch vom Verpackungsdesign her. Vom Geschmack her nicht schlecht, allerdings, so fand sie, nur in kleinen Mengen zu essen.
  • rawmio – roher Kuchenteig im Glas. Mandel, Schoko, Maca … Lecker für alle, die Maca mögen. Das schmeckt schon sehr stark durch. Sehr nahrhaft auch, und die Konsistenz ist für einen Kuchenteig zu fest.
  • Mandelmus aus aktivierten Mandeln – Mandelmus geht immer, pur, als Aufstrich oder vermixt. Und dieses ist wirklich eines der Köstlichsten!
  • Grünkohl-Chips – fand sie nicht so aufregend. Ich find auch meine selbstgemachten besser :).
  • Algen für Salate – diese Mischung aus Wakame, Dulse und Nori, alles in kleinen Flocken, ist hier beliebt seit Jahren. Sie isst sie zu Sonnenblumenkernen, Avocado oder Haferflocken (mit Wasser).
  • Knusprige Schokokugeln – mit Orangengeschmack. Leider haben die Hersteller es mit der Dosierung des Orangenöls etwas zu gut gemeint und die Kugeln schmecken dadurch leicht bitter. Sagt die Tochter. Ich fand sie ganz okay.
  • Kuchen*! Dedicakeshun … Einer der besten rohen Schokoladenkuchen ever!
  • Kokoskonfekt – viel zu süß für ihren Geschmack.

*(Ja, dies sind Affiliate-Links. Das heisst, wenn du über diesen Link etwas bestellst, bekomme ich eine kleine Provision dafür. Damit unterstützt du meine Arbeit hier. Vielen Dank dafür! Ich setze Affiliate-Links nur zu Anbietern, bei denen ich selbst bestelle und die ich gerne und voller Überzeugung für ihren Service und ihre Produkte empfehlen kann.)

Anke Braune gefällt dieser Artikel
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(Selbst-)Heilung

Ist Leben = Heilen? Manchmal scheint es mir, als ob das Leben hier zu einem großen Teil aus Heilen besteht. Wir heilen unseren Körper und unsere Seele von den ererbten oder erworbenen Verletzungen und daraus entstandenen Symptomen. Das, was meist „Krankheit“ genannt und mit irgendeinem Label versehen wird, ist in Wirklichkeit die (jeweils bestmögliche) Reaktion unseres Systems auf das, was wir erleben. Wir, unser Körper bzw. unsere Seele, finden im Laufe dieses Lebens Wege, mit dem, was auf uns einwirkt, umzugehen. Manchmal führt das zu Blockaden und damit zu das Wohlbefinden beeinträchtigenden Symptomen. Diese Blockaden wieder zu lösen, Energien und Liebe frei fließen zu lassen, das ist Heilung. Und Leben. Heilung verstehe ich dabei absolut nicht als Leidensweg, weg von „falsch“ zu „richtig“ oder so. Den Ansatz: zu vertrauen, zu wissen, dass unser Körper und unsere Seele perfekt sind, wie sie sind, finde ich sehr hilfreich für den Heilungsansatz. Denn das Gegenteil – sich selbst als irgendwie „falsch“ anzusehen und Teile von sich selbst zu bekämpfen – scheint mir kontraproduktiv. Alles, was uns blockiert, was schmerzt oder uns sonstwie beeinträchtigt, lehrt uns etwas über uns selbst.

Jede Heilung, davon bin ich überzeugt, ist eine Selbst-Heilung. Die unheimlich viel mit Vertrauen zu tun hat. Vertrauen in dich selbst! Du selbst, inklusive deinem Körper, hast eine enorme Fähigkeit, dich selbst zu heilen.

Heiler*innen & Therapeut*innen können dich dabei unterstützen – vor Allem dadurch, dass sie dir helfen, wieder mehr auf dich selbst zu achten. Für dich zu sorgen & an deine Heilung zu glauben. Blockaden zu identifizieren und zu beseitigen. Doch selbst wenn es so scheint, als ob ein Medikament oder eine andere Behandlung dich geheilt hätte: es mag dir geholfen haben, doch geheilt hast du dich letzten Endes selbst!

Die beste Art, deinen Körper dabei zu unterstützen, ist, ihn nicht davon abzuhalten. Also auf ihn zu hören & ihm zu geben, was er braucht. Ihn so weit wie möglich zu befreien von dem, was ihn belastet und ihn damit von seinem natürlichen Zustand, dem der vollständigen Gesundheit, entfernt. Und natürlich gilt dasselbe auch für dein übriges Selbst, deine Seele, dein Herz … Belastungen der Seele beeinträchtigen das Wohlbefinden im gleichen Maße und können sich, bei andauernder Missachtung, auch in körperlichen Symptomen manifestieren.

In meinem Bild von mir und der Welt, in dem alles miteinander verbunden ist, alles ein Zusammenspiel von Energien ist, bedeutet Heilsein für mich so etwas wie Gleichgewicht und freies Fließen der Energien. Krankheitssymptome deuten darauf hin, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Und/oder irgendwo Blockaden bestehen. Die Lösung besteht folglich darin, Blockaden zu entfernen bzw. das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Als potentielle Hilfsmittel auf der physischen Seite sehe ich dabei vor allem Optimierungen der täglichen Gewohnheiten (Ernährung, Bewegung, Atem (Luftqualität & Atemtechnik), ausreichend Erholungsphasen, Körperhaltung usw usw.). Darüberhinaus wirken meiner Erfahrung nach vor allem alle Arten von Körperarbeit und Anwendungen wie Massagen sehr hilfreich. Vielleicht kann gelegentlich auch die verstärkte Aufnahme bestimmter Kräuter oder anderer Nahrungsmittel unterstützend wirken – dann (und nur dann!), wenn der Körper wirklich deutlich danach verlangt.

An spezielle Wundermittel, egal ob pharmazeutischer oder natürlicher Herkunft, deren Einnahme trotz Beibehaltung ungesunder Lebensgewohnheiten und ohne Hinterfragung des Lebensstils und der Lebensinhalte Beschwerden heilen soll, glaube ich nicht.

Viele haben allein mit einer Umstellung ihrer Ernährung – sei es auf eine vollständige Rohkost oder „nur“ weg von Industrienahrung hin zu natürlicherer Nahrung – und/oder ihrer Lebensgewohnheiten (Bewegung, mehr Sonne, mehr draußen sein, weniger „Pflichtprogramm“ und mehr von dem, was glücklich macht, usw. ) erstaunliche Heilungserfolge sowohl bei physischen als auch bei psychischen Problemen erzielt.

Andere haben nicht minder erstaunliche Heilungen durch mentale Arbeit, Perspektivwechsel, Änderungen ihres Lebensalltags (hin zu mehr Freude, dem Herzen folgen) erreicht.

Ich glaube, wir sind gleichermaßen Körper – Seele – Geist. Und alles beeinflusst sich gegenseitig. Auf dem Weg zur Heilung scheint es mir am sinnvollsten, sich um alle Bereiche gleichermaßen zu kümmern.

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Zahnschonende Rohkost aus dem Mixer

Thema Zähne, mal wieder. Was ist man*frau als Rohköstler*in, wenn aufgrund der aktuellen Zahnsituation nicht gut gekaut werden kann? Wie gut, dass es Mixer gibt. Und ganz einfache Rezepte für solche Notsituationen. Ein paar davon, die mich über den gestrigen Samstag gerettet haben, hab ich dir heute mitgebracht.

Was war los? Eine uralte, porös gewordenen Füllung in meinem letzten verbliebenen Weisheitszahn war teilweise herausgebrochen. Darunter war der Zahn weiter kaputt gegangen – logisch, wenn über Jahre durch die Risse in der Füllung etwas hineinkommt, aber nicht wieder heraus. Schmerzen hatte ich nur selten, es war jedoch recht unangenehm, wenn vom Essen öfter etwas in das Loch hineinrutschte, und weil sich das Ganze eben schlecht reinigen liess. Nun hatte ich die Wahl zwischen (Wurzel-)behandlung und Ziehen. Und hab mich fürs Ziehen entschieden. Keine weiteren Wurzelfüllungen in meinem Mund! Zwei sind da noch, und die möchte ich auch gern loswerden. Dieser Zahn hatte eh keinen Gegenbiss mehr, also macht es fürs Kauen auch keinen Unterschied.

Ich bin also, mit Angst im Bauch, aber der Überzeugung, dass das die beste Lösung ist, zur Zahnärztin gefahren und habe ihr mein Anliegen vorgetragen. Ein Glückstreffer bei der Arztwahl übrigens – ich bin an jemanden geraten, die einfühlsam war & zugehört hat. Das hat geholfen!

Nun ist Zahnziehen, insbesondere von Weisheitszähnen, ja kein Spaziergang. Er ist (danke dafür!) immerhin in einem Stück herausgekommen … die weiteren Details erspare ich dir. Ich habe überlebt ;).

Nach jedem Zahnziehen spüre ich wirklich, dass Zähne nicht einfach nur Kauwerkzeuge sind. Ich fühle mich jedesmal danach total … erschüttert. Ich bin davon überzeugt, dass die Verbindungen von Zähnen sowohl zu Organen als auch zu seelischen/Lebensthemen wirklich vorhanden sind.

Die Nachwirkungen der Betäubung tun ihr Übriges … ich bin nach solchen Eingriffen jedesmal ein paar Tage lang ziemlich mit mir & meiner Gemütsverfassung beschäftigt.

Nach dem Nachlassen der Betäubung tats dann auch wirklich weh, übers halbe Gesicht und bis hinter das linke Ohr. Ich hab mich erst stundenlang unter die heisse Dusche und dann, warm eingepackt, ins Bett verzogen. Geschlafen hab ich kaum in der Nacht, doch gegen Morgen liessen die Schmerzen endlich nach und verschwanden dann ganz – was für eine Erleichterung!

Gegen Mittag wurde ich langsam wirklich hungrig. Das letzte Essen war am Mittag vorher gewesen. Ich hatte keinen Plan vorher, Fasten oder so, sondern hab mich nach meinem Körper gerichtet. Der am Abend nach dem Eingriff keinerlei Hunger oder Appetit hatte.

Kauen war am Folgetag noch nicht wirklich angesagt, ich konnte meinen Mund nicht mal richtig weit öffnen. Wie gut, dass ich zwei Mixer mein Eigen nenne … so dankbar dafür war ich lange nicht!

Es gab dann also Gemixtes über den Tag. Schmackhaft & sättigend immerhin, wenngleich nicht wirklich befriedigend. Kauen ist schon wichtig.



Los ging es mit Himbeer-Bananen-Brennessel-Eis. Naja, Eis … ich hab es halb schmelzen lassen, weil es mir viel zu kalt war. Aber lecker!

Wie’s geht? – Einfach gefrorene Himbeeren, gefrorene Bananen und eine Handvoll frisch gepflückte Brennesseln in den Vitamix* schmeissen und in wenigen Minuten zu Eiscreme vermixen.

Später am Tag hab ich mir noch zwei kleine Zucchini mit einem TL Stevia-Pulver (kaufe ich hier*) vermixt. Ich liebe diese Mischung – meist streue ich Stevia auf Zucchini-Scheiben oder -Stifte, aber als Creme ist es auch gut.

Zum Abendessen gab es wiederum Zucchini. Diesmal gemixt mit Knoblauch, Alfalfa-Sprossen und einem EL Kürbiskernmus. Ich verwende das Kürbiskernmus* von Keimling, das ich letzte Woche im Vegan-Laden in Hannover gefunden habe. Und das ich derzeit so lecker finde, dass ich es jeden Tag essen könnte. Wie auch alles andere rund um Kürbis – Kürbisse, Zucchini, Kürbiskerne.

Selbstverständlich kannst du das Mus auch direkt bei Keimling* bestellen. Die feiern übrigens dieses Jahr ihren 33. Geburtstag – und schenken dir und allen Blog-Leser*innen aus diesem Anlass einen 5 % Jubiläumsrabatt* auf Bestellungen im September.

Wie’s funktioniert? – Auch ganz einfach: du klickst auf den obigen Link oder das Banner hier drunter und gibst bei deiner Bestellung den Rabattcode Keimling33 an. Der Rabatt wird auf das gesamte Sortiment, ausgenommen Vitamix-Geräte, gewährt.

*(Ja, dies sind Affiliate-Links. Das heisst, wenn du über diesen Link etwas bestellst, bekomme ich eine kleine Provision dafür. Damit unterstützt du meine Arbeit hier. Vielen Dank dafür! Ich setze Affiliate-Links nur zu Anbietern, bei denen ich selbst bestelle und die ich gerne und voller Überzeugung für ihren Service und ihre Produkte empfehlen kann.)

P. S. Eine weitere leckere Rohkost-Variante für „Zahnlose“ 😉 ist Chufa-Milch. Die gab es heute morgen.

Das Rezept dafür findest du im eBook Rohkost-Rezepte voller Leben & Liebe – für weitere Infos oder zum Bestellen einfach hier klicken.

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