(f)roh & frei leben. silkes roh-vegane welt.

Frühjahrsimpressionen

Als Lebenszeichen heute mal ein paar Impressionen aus meiner Küche, aus den letzten Wochen:

Frühstücksbowl

Grüne Bowl

Peace Food

Grüner Einkauf

Einfaches Abendessen: Wakame und Avocado

Grüne Mandelmilch

Nicecream mit Sahne

Mehr über mein noch laufendes Keto-Experiment und meine Erkenntnisse daraus erfährst du demnächst hier. Für (nahezu) tägliche Impressionen und Inspiration folge mir bei Facebook und/oder Instagram!

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Süße Pause

Ich habe ein neues „Experiment“ gestartet: Low Carb. Keto-Ernährung. Wenig bis fast keine Kohlenhydrate sind das Ziel. Dafür mehr Fett als sonst. Die Basis bleibt, unverändert, viiiiel Grün. Roh und vegan bleibt es auch. 😀

Warum mache ich das?

  • Meine Hauptmotivation ist die Reaktion auf das, was mein Körper mir in den letzten Wochen signalisiert hat.
  • Außerdem möchte ich wissen, was es mit mir macht, wenn ich auf süße Früchte verzichte – Stichworte: emotionales Essen, Trostessen, Zuckersucht.
  • Dazu kommt die Freude am Experimentieren, am Ausprobieren von Neuem, und der Wunsch, weiterzulernen: Ich bin bislang eher skeptisch der ketogenen Ernährung gegenüber. Kann mir eine fettreiche Ernährung (bei gleichzeitigem weitgehendem Verzicht auf Kohlenhydrate tatsächlich gut tun? Kann das gesund sein? Bei meinen Recherchen dazu habe ich viele Pros, aber auch viele Cons gefunden – darüber schreibe ich ein anderes Mal detaillierter. Später, wenn ich es mit meinen Beobachtungen vergleichen kann. 😉 In jedem Fall ist meine Meinung dazu bisher ein Vor-Urteil – und ich möchte es gern genauer wissen. 😀

Frische, regionale süße Früchte … solch ein Luxus! Den ich nach den Monaten in Deutschland während der letzten Wochen durchaus genossen habe. Papayas vor allem, aber auch Bananen und Orangen. Alles super frisch, aus regionalem Anbau, überwiegend unbehandelt. Doch so köstlich sie auch sind … irgendwie will mein Körper momentan wenig Süß. Bananen gehen grad gar nicht mehr, Orangen auch kaum. Papaya, ab und an, ist noch immer gut. Mein Verhältnis zu Datteln (nicht regional, doch während der letzten Jahre fast immer dabei) ist zwiespältig. Einerseits sind sie mir viel zu süß, andererseits jedoch auch irgendwie tröstend. Und das brauchte ich während der letzten Wochen doch öfter mal … Trost. Doch dann wiederum rutsche ich damit in ein suchtartiges Essverhalten … das fühlt sich auch nicht gut an.

Unverändert ist mein Appetit auf Grün. Während der letzten Wochen hab ich überwiegend „High Green“ gegessen: hauptsächlich Grünzeug. Dazu süße Früchte und auch Fettfrüchte: Avocados, die ihre Hauptsaison über den Winter haben. Nicht kombiniert in einer Mahlzeit natürlich.

So kam die Idee, meinem Körper konsequent zu folgen und einfach mal wieder eine Zeitlang die süßen Früchte wegzulassen. Und weil sich das, als ich es vor ca. 2 Jahren schon einmal probiert habe, mit viel gekeimtem Buchweizen, Süßkartoffeln, und vielen Zubereitungen, nicht so gut angefühlt hat, versuche ich diesmal, den Kohlenhydrat-Anteil allgemein niedrig zu halten. Wieviel genau sich richtig anfühlt, muss ich rausfinden. Für den Anfang strebe ich an, unter 30g oder gar unter 20g KH zu kommen. Das ist der Bereich für eine ketogene Ernährung. Zunächst ist also auch mal wieder tracken angesagt.

Die erste Woche ohne süße Früchte habe ich schon herum. Die gute Nachricht: sie fehlen mir tatsächlich gar nicht. 😀 Ansonsten war das eine Woche zum Rumprobieren, Lernen und Umstellen – der KH-Anteil pro Tag ist im Laufe der Woche von anfangs um die 65g immerhin auf knapp 40g gefallen. Und wird, da ich meine Butternut-Kürbis-Vorräte jetzt aufgegessen habe, noch weiter sinken. Parallel ist der Fettanteil an meiner Ernährung langsam gewachsen – mal so ganz anders als in den letzten Jahren. 😉 Wobei ich nach wie vor keine Öle verwenden möchte, nicht täglich mixen will und eigentlich auch keine Unmengen von Samen und Nüssen konsumieren will. Kokosnüsse wären meiner Vorstellung nach optimal, doch die gibt es hier nicht. (Klar gibt es in den Supermärkten auch mal reife Kokosnüsse, doch die sind zu 90% verdorben. Trinkkokosnüsse kann ich hier gar nicht bekommen.)

Die Frucht der Wahl ist also, klar, die Avocado. Regional verfügbar, in Saison, reich an gesunden Fetten und Vitalstoffen und arm an Kohlenhydraten. Und als Grundlage weiterhin reichlich Grünzeug – Salate, Kräuter, Spinat und, last not least, Wildkräuter. Bisschen Brokkoli und Zucchini. Das wird meine Hauptnahrung für die nächste Zeit sein. Zum Ergänzen habe ich Kokos in verarbeiteter Form sowie eine Auswahl an Samen und Kernen sowie Spirulina, Chlorella, Gerstengras hier.

Übrigens: auch auf dem spanischen Festland sind die Avocados derzeit in Saison, und du kannst bei RawLiving (hier) welche nach Deutschland bestellen!

So sah mein heutiger Markteinkauf aus – Avos für die Woche, Salate und Kräuter für die nächsten zwei-drei Tage (für länger kann ich mangels Kühlschrank grad nicht einkaufen):

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Superfood Hagebutte

Zu den Winter-Highlights in Deutschland gehörten für mich – und mehr noch für die Tochter – immer die Hagebutten. Leckere (und vitaminreiche) Snacks, die wir gern unterwegs gesammelt und frisch von der Hand in den Mund genossen haben.

Hagebutten sind die Früchte der Hecken- oder Hundsrose, und der leckere Teil daran sind die saftigen Schalen. Sie sind die Vitamin-C-reichsten hiesigen Früchte und enthalten darüber hinaus noch beachtliche Mengen an Lycopin (Carotin), Vitamin B, K und Niacin, außerdem Mineralstoffe, Ballaststoffe etc. – echte Superfoods also. Auch in der Naturheilkunde ist die Hagebutte bekannt. Verwendet werden dort auch die Kerne. Neben ihrer traditionellen Anwendung bei Fieber und Infektionen lassen Studien der letzten Jahre auf ihre positive Wirkung bei Arthrose und Rückenschmerzen schließen.

Im Süden ist mir die Hagebutte in den letzten Jahren nirgendwo begegnet, weshalb wir sie schon seit längerer Zeit nicht mehr gegessen haben. Jedoch hat im letzten Jahr ein neuer interessanter Kunde (also ein Webwork-Kunde; ich bin ja nicht nur Rohköstlerin, Housesitter, Zigeunerin, Lebenskünstlerin, Mutter und noch so manches sondern auch Webentwicklerin 😉 ) zu mir gefunden. Zu seinem Angebot zählen in Rohkost– und Bioqualität getrocknete, fair geerntete und verarbeitete Pflanzen, angeboten als Pulver: Hagebutten zum Beispiel.

Weil das so schön zusammenpasst, hat besagter Kunde – die Firma biofood direct – mir nun ein paar Proben ihrer Superfoods zukommen lassen. Und wir haben natürlich gleich probiert und ein paar erste Zubereitungen damit kreiert. Lecker!

Mein erstes Hagebutten-Rezept sowie die Bezugsquelle findest du weiter unten.

Schoko-Frucht-Riegel mit Hagebutte

Schokopudding mit Hagebutte

Für dich zum Nachmachen hier das Rezept für die Riegel:

Du brauchst dafür:

  • 1 HV Mandeln
  • 6 Deglet Datteln
  • 1 TL Kakaopulver in Rohkostqualität (ich kaufe meines hier)
  • 2 TL Hagebuttenpulver
  • Bananenpfannkuchen* aka rohes Fruchtleder

So geht’s:
Die Mandeln im Mixer (ich benutze diesen) zu Mehl vermahlen. Mit den entsteinten Datteln, dem Kakao und dem Hagebuttenpulver zu einem knetbaren Teig verarbeiten. Den Teig etwa einen halben Zentimeter dick auf Bananenpfannkuchen verteilen, mit einem zweiten Pfannkuchen abdecken und in Riegelform schneiden.
Fertig – guten Appetit!

Beziehen kannst du das Hagebuttenpulver sowie die weiteren Produkte direkt im Shop des Herstellers – hier.

*Ein Rezept für Bananenpfannkuchen findest du z. B. hier.

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Früchteluxus – auch für dich

Reife Früchte, tagtäglich, aus regionalem Anbau … ein Luxus, für den ich hier derzeit voller Dankbarkeit bin!

Zu dieser Zeit des Jahres haben wir Orangen, Papayas, Bananen, Avocados … Beeren kommen jetzt gerade,und Kirschen (recht selten hier). Die Passionsfrüchte, Grenadillen werden reif. Und so weiter.

Nicht, dass du denkst, ich will dich neidisch machen … im Gegenteil: ich habe eine Überraschung für dich! 🙂 Die Monate in Deutschland im letzten Jahr sind noch recht frisch in meiner Erinnerung, und ich weiss noch, wie dankbar ich für das Care-Paket war, dass Jurassicfruit mir dort geschickt hatte. (Hier kannst du es dir ansehen.)

Jurassicfruit versendet baumreif geerntete Früchte in Bioqualität aus Thailand, Spanien und Indonesien. Außerdem Datteln und Trockenfrüchte.

Um dir den Winter in Deutschland etwas zu versüßen, habe ich heute ein super Angebot von Jurassicfruit für dich. Einen Rabatt-Code, mit dem du als Erstbesteller 10% Rabatt auf deine Bestellung bekommst! Gib einfach diesen Code bei deiner Bestellung an

ROHMACHTFROH

… und genieß!

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Natürlich leben, natürlich lernen

Im Gespräch mit jademond, die mich interviewt hat zum Thema „Natürliches Leben, natürliches Lernen“ … der Podcast ist schon etwas älter – ich hab ihn grad beim Aufräumen wiedergefunden -, doch worüber wir sprachen hat für mich nichts von seiner Wahrheit verloren.

Hier klicken zum Anhören.

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Begegnungen & Botschaften

Jede Begegnung in meinem Leben, mit Mensch, Tier, welchen Wesen, Ereignissen, Dingen, Büchern, Texten, Zahlen auch immer, ist eine Antwort auf die gerade anliegenden Fragen bzw. Themen in mir. Jede. Die Kunst besteht darin, diese Botschaften 1. wahrzunehmen und 2. zu verstehen. Es können Antworten auf ganz konkrete Fragen sein, aber auch Botschaften zu dem, was in mir lebt, ohne dass ich es schon in Worte gefasst habe. Vielleicht sogar ohne dass es mir so richtig bewusst geworden ist. Auch Reminder, Erinnerungen, die mich daran erinnern, was ich wirklich will. Mir bewusst machen, was ich gerade brauche. Mich (wiederum) aufwecken bzw. wach halten.

Besonders Tiere kommen häufig als spirituelle Botschafter oder als Krafttier, das Kraft und Mut und Hoffnung bringt. Ein sehr prägnantes Beispiel habe ich erst kürzlich, am Valentinstag, wieder erlebt, mit einer der Ziegen hier auf der Finca. Unterwegs im Garten hörte ich sie laut und kläglich mähen und ging um nachzusehen. Eine der Ziegen war auf die schmale Mauer am Zaun gesprungen und hatte ihren Kopf durch eine der Öffnungen im Zaun gesteckt und kam nun nicht mehr frei, weil sie mit den Hörnern festhing. Sie liess sich gern von mir helfen und mit ein bisschen vorsichtigem Schieben und Drehen gelang es mir, sie zu befreien. Ich war zunächst einfach nur tief berührt von dieser Begegnung, von ihrem Vertrauen, und voller Dankbarkeit, dass ich helfen konnte. Es war für mich eine sehr besondere Erfahrung. Als ich der Tochter später davon erzählte, erfuhr ich, dass die Ziege ihren Kopf eine Stunde später erneut durch den Zaun gesteckt hatte & wiederum steckengeblieben war. Die Tochter und ihre Freundinnen hatten sie dieses Mal befreit.

Gedanken dazu kamen erst nach einer Weile. Die Ziege ist mein Sternzeichen im chinesischen Horoskop. Wo hing ich gerade mit meinem Kopf (Geist/Ego) fest? In welche Fallen tappe ich immer wieder? Einzelheiten dazu möchte ich hier jetzt nicht teilen, aber die Ziege hatte mir einen Schubs in die richtige Richtung gegeben. 😉

Später habe ich dann noch nach der Botschaft der Ziege gegooglet und dies hier gefunden:

Die Ziege möchte dich die Überlebenskunst lehren.

Dies bedeutet auch, nicht alles hinzunehmen, sondern auch durchaus kritisch zu sein und auszumisten, was nicht zu Dir gehört. Sie möchte Dich einladen, Dich an ihr weiches Fell zu kuscheln, und mit ihr als Krafttier an Deiner Seite, Geborgenheit und Wärme zu erfahren. Dieses Krafttier weiß um die Plätze, die Dich nähren. Folge ihr daher und vertraue darauf, dass sie Dir die schmackhaftesten Kräuter, sprich die nährende Energie, zuführt. Die Aussage : „Du blöde Ziege!“, bezieht sich zumeist auf Hartnäckigkeit oder Sturheit der benannten Person. Wandle dies für Dich in Durchsetzungsvermögen und Willensstärke um, um Deine inneren Prinzipien mit ihrer Hilfe besser würdigen zu können. Sie möchte Dich daher aus dem Sündenbock Klischee herauslösen, einladen dieses Rolle abzugeben und Dich mehr mit der Natur, als auch mit Deiner inneren Natur, auseinanderzusetzen. […]“

Quelle

Ein weiteres Stück Botschaft, die ich zu dem Zeitpunkt wirklich brauchte & die mir in einer schwierigen Situation Kraft und neuen Mut gegeben & mich auf meinen Weg zurückgeführt hat.

Vielen Dank, liebe Ziege!

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Rohköstlich im kanarischen Winter – Was esse ich an einem Tag?

Zur Abwechslung mal wieder was über Rohkost 😀 … nach fast 12 Jahren roh-veganer Ernährung und 8 Jahren bloggen finde ich Artikel über meine täglichen Mahlzeiten nicht mehr sonderlich spannend … allerhöchstens die sich mit meinem jeweiligen Aufenthaltsort & der Jahreszeit wandelnden Tendenzen darin.

Doch da ich immer noch ab und an die Frage höre, was ich denn an einem Tag so esse, hab ich, nach langer Pause, mal wieder ein paar Tage lang mitgeschrieben und fotografiert.
Die Grundlage ist klar: high green, viel Grünzeug. Momentan riesige Mengen an Malve, die hier überall um mich herum wächst. Dazu Früchte & Gemüse, mal mehr, mal weniger süß. Manchmal Avocado und gelegentlich kleine Mengen an Samen oder Nüssen.

Hier sind also mal vier Beispieltage, im Winter, in Teneriffa:

Tag 1: Zum Frühstück Papaya & Malve. Später ein paar Deglet Datteln. Um den Mittag herum Buchweizen-Stevia-Creme aus gekeimtem Buchweizen (das Rezept dafür findest du in diesem eBook), mit einem Kopf Salat dazu. Zwischendurch Malve, Malve & noch ein bisschen Malve. Am Abend noch einen Kopf Salat, mit Algen, Knoblauch, Kurkuma und Avocado.

Tag 2: Zum Frühstück einen grünen Smoothie aus 1 kleinen Banane, 1 Tasse Wasser, Stevia, Gerstengras, Spirulina und der Kurkuma-Latte-Gewürzmischung von Sonnentor. Über den Tag verteilt jede Menge Malve und weitere Bananen: 3 kleine gelbe, 1 rote. Eine davon hab ich in Scheiben geschnitten und mit Ingwer und Süßholz bestreut. Abends dann noch mehr Malve mit 1 kleinen Banane, Kurkuma, Ingwer und Knoblauch dazu. (Anmerkung zu diesem Tag: ich hatte reichlich reife Bananen geschenkt bekommen … sie schmecken schon gut, so frisch & reif geerntet. Aber das war zuviel für meinen Geschmack.)

Tag 3: Über den Tag verteilt etwa 2 kg Papaya und jede Menge Malve. Abends 1/2 Kopf Salat mit Kurkuma, Knoblauch & Algen.

Tag 4: (Ohne Foto): Zum Frühstück 2 Orangen. Eine Stunde später 5 Deglet Datteln. Über den Tag viel … na, was wohl? richtig: Malve 😉 . Abends 1 Kopf Salat mit Kurkuma, Knoblauch und Algen, und noch ein bisschen Malve.

Kanarischer Winter

Heute hab ich ein paar Impressionen aus unserem derzeitigen Leben auf der Finca. Im Teneriffa-Winter – d. h., Sturm, viel Regen, Temperaturen zwischen 10 und 16 Grad.

Im Meer baden ist momentan offensichtlich nicht möglich. Zumindestens nicht an diesem Ende der Insel. Schwimmen war ich gestern im Schwimmbad – hauptsächlich, um anschließend zu duschen und mir – dringend nötig – die Haare zu waschen. Eine Erfahrung, die ich mal als erfolgreiche Kälteanwendung nach Wim Hof verbuche: das warme Wasser in den Duschen war kaputt, ich habe also eiskalt geduscht, lange, incl. lange kaltes Wasser über meinen Kopf – ich habe sehr viele, dichte Haare, da dauert das Waschen (mit Sidr) und Ausspülen eine Weile. Das tat echt weh nach einer Weile, und mir war anschließend leicht schwindelig. Dafür war mir den Rest des Tages nicht nur schön warm, sondern ich war auch voller Energie, bis in den späten Abend.

Zum Wäschewaschen haben wir erstmalig den nächstgelegenen Waschsalon ausprobiert: in Santa Cruz, ca. 70km entfernt 😉 … es gibt nur zwei Waschsalons auf der Insel, der andere ist in La Laguna, ungefähr dieselbe Entfernung von uns. Also eine lange Anreise. Wir haben den Ausflug mit Einkäufen und anderen Erledigungen verknüpft – z. B. auf dem Markt in Santa Cruz.

Und sonst? Wir genießen Papayas, Bananen, Avocados & Malve. Und ab und zu mix ich auch mal was – wie z. B. Rawtella, serviert als Tortenbelag auf Orange:

Der Sturm hat die Dachabdeckung auf dem Klohäuschen zerstört, da regnet es jetzt rein. Also eigentlich haben wir momentan doch eine Dusche hier. 😉

Mein Bedürfnis nach Alleinzeit motiviert mich zu häufigen Spaziergängen, entweder in der direkten Umgebung (nicht so aufregend), oder am Meer <3

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Im Fluss sein. Der Fluss sein. Ankommen in Teneriffa.

Ankommen in Teneriffa.

Seit zwei Wochen sind wir nun schon hier. Meine zunächst schwankende Welt, schon bekannte Nachwirkungen der Schiffsreise hierher, hat sich nach ein, zwei Tagen beruhigt. Noch schneller hat sich meine ebenfalls schwankende Energie wieder stabilisiert – sie war kurzfristig leicht verloren, irgendwo zwischen dem Widerstand der Tochter, für die manche unserer aktuellen Wohnumstände weit außerhalb ihrer Komfortzone liegen. (Keine Sorge, auch sie hat sich damit angefreundet. Sie ist ein sehr starkes und mutiges Mädchen. <3 ) Meinem Vermissen der Weite, die ich gerade so sehr genossen habe. Und Dankbarkeit, für das Geschenk unseres aktuellen Wohnraums, mit all seinen Herausforderungen und Gelegenheiten. Mit Fokus auf Dankbarkeit und ersten aktiven Schritten, um es mir hier angenehm zu machen, komme ich wieder zu mir. In den Fluss. Der Fluss (des Lebens, der Ereignisse), der nichts von mir Getrenntes ist, das mich einfach mitreisst. Mitunter fühlt es sich so an, und dann hilft es, mich zunächst einfach mittragen zu lassen. Den Kopf über Wasser zu behalten, achtsam zu bleiben und zu vertrauen. Bis ich wieder sehe, dass ich der Fluss BIN. Der Fluss und ich, Teil eines Ganzen, zu dem Alle und Alles gehört. Indem ich selbst zum Fluss WERDE, meine Macht akzeptiere, gestalte ich mein Erleben wieder selbst. Egal, was mir begegnet – ich entscheide, wie ich darauf reagiere. Mit Widerstand, Klagen, Unglücklichsein – oder mit Annahme, Liebe, Dankbarkeit. Dankbarkeit für das, was mir gegeben wird und für das, was mir gerade vorenthalten wird. Ich entscheide mich dafür, immer wieder, den ersten Schritt zu tun – zu mir, zu den Umständen, die ich gerne hätte. Und dann die Magie sich entfalten zu lassen.

Dankbar bin ich gerade für diese momentanen Geschenke:

  • Wir haben ein Häuschen zum Wohnen. Bestehend aus einem Raum. Noch sehr spärlich möbliert. Mit einer Glastür, die gleichzeitig Fenster ist. Und einer gerundeten Rückwand. 🙂

    Wir haben aus ein paar Regalteilen und Pappe eine Trennwand zwischen unsere Schlafplätze gebaut, doch der andauernde Mangel an Alleinzeit macht mir noch zu schaffen. Insbesondere an Tagen wie dem gerade vergangenen Vollmond und der Mondfinsternis – die mir viel Traurigkeit und schwere Energie gebracht haben, für die ich keinen Raum gefunden habe. So viel, was ich hier lernen kann … so viele neue Wege zu finden, um mit meinen inneren Stürmen umzugehen.

  • Wir haben Strom und Wifi und sogar einen Tisch, an dem wir arbeiten und zeichnen etc. können. Die digitale Nomadin in mir hat also, was sie braucht. 😉 Um es mit den Worten von Aziz Z. Zahara aus „40 rules of love“ zu sagen: „Alles, was ich tun kann, ist, mein Laptop mitzunehmen, versuchen, eine gute Internetverbindung zu bekommen und hoffen, dass ich einen weiteren Tag leben werde.“ 🙂
  • Unsere Kleidung lagern wir weiterhin in Taschen, und sind nun, nachdem wir unsere hier auf der Insel eingelagerten Sachen geholt haben, umgeben von vielen (zu vielen) Kisten voller Spielzeug, Bücher und ein paar Küchensachen; Dinge, die zum größten Teil schnellstmöglich auf Flohmärkten und ähnlichem verkauft werden sollen. Mein Wunsch, aufzuräumen, Ballast abzuwerfen, war einer der Gründe für unser Herkommen.
  • Möbel oder andere Einrichtungsgegenstände möchte ich deshalb auch nicht kaufen. Lieber finden oder leihen. Oder aus Vorhandenem bauen. Viel Raum hier zum Finden kreativer Lösungen, um unsere Sachen etwas einfacher und platzsparender unterzubringen.
  • Wir haben hier kein Wasser. Nicht im Haus und nicht draußen – abgesehen von dem dieser Tage reichlich fallenden Regen ;). Wir waschen uns mit gekauftem Trinkwasser, an einer Waschschüssel. Eine weitere Waschschüssel dient zum Geschirrabwaschen. Ca. einmal die Woche gehen wir ins nächste Schwimmbad, um zu duschen. Was für eine wunderbare Gelegenheit, regelmäßig schwimmen zu gehen! Der Pool im Schwimmbad in Buenavista ist sogar ungechlort, gefüllt mit Salzwasser.
  • Die Toilette hier ist am anderen Ende der Finca, so dass sicher dafür gesorgt ist, dass wir selbst an Tagen voller Computerarbeit & bei Sturm und Regen mehrmals am Tag an die frische Luft kommen.
  • Um uns herum wachsen Bananen, Maracujas und Papayas und noch so manches. Und reichlich Grünzeug: Malve, Fenchel, Petersilie … Und es gibt auch hier einen samstäglichen Bauernmarkt, nicht allzu weit entfernt.
  • Die Tochter, die sich schon lange ein „Haustier“ wünscht, kann hier die Gesellschaft eines süßen, ca. 2 Jahre alten Hundes, einiger Ziegen und Hühner genießen.



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Rohkost auf dem Meer. Oder: Reisen innen und außen.

Nach ein paar Tagen in Tarifa ging die Fahrt weiter, nach Cádiz und dort auf die Fähre, Richtung Teneriffa. 48 Stunden auf dem Atlantik. Viel Zeit für die weitere Reise im Innen. Denn, wie Shams von Tabriz es sagt: „Osten, Westen, Süden oder Norden macht wenig Unterschied. Egal wo dein Reiseziel liegt, gehe sicher, dass jede Reise eine Reise im Innen ist. Wenn du in dir reist, wirst du die ganze Welt und mehr bereisen.“ Dieses Zitat (in meiner Übersetzung 😉 ) stammt aus dem Buch „The 40 rules of love“* von Elif Shafak, meiner derzeitigen Lektüre, die meine momentane Reise perfekt und voller Magie begleitet. Ich kann das Buch nur empfehlen – falls du lieber deutsch liest: es gibt auch eine übersetzte Version: „Die 40 Geheimnisse der Liebe“*.

Und die Überfahrt war tatsächlich mit einer sehr intensiven Reise in meiner inneren Welt verbunden. <3 Neben der die äußeren Umstände kaum eine Rolle gespielt haben. Irgendwie haben die Stunden auf der Fähre eine ganz besondere Qualität. Wie außerhalb der Zeit. Für die Tochter war die Zeit hingegen recht lang. Sie hat sie überwiegend mit Hörbüchern und Zeichnen und Spielen auf dem Smartphone gefüllt. Diesmal waren es sogar noch fast 10 Stunden mehr, da wir, statt von Huelva mit Naviera Armas diesmal von Cádiz mit Transmediterranea gefahren sind. Die Fahrt ist etwas teurer – was sich relativiert, falls du das Essensangebot auf dem Schiff nutzen magst. Bei Transmediterranea sind drei Mahlzeiten pro Tag inklusive, bei Naviera Armas musst du alles einzeln bezahlen. Das einzig Essbare aus unserer Perspektive waren allerdings Äpfel und Orangen, von denen es jedoch nur jeweils ein Stück pro Person und Frühstück gab … nun ja, nachdem sie mitbekommen hatten, dass wir nur Früchte essen, haben sie mir je zwei Teile gegeben :D. Wir waren natürlich vorbereitet und hatten eine große Tasche mit Essen dabei. Für die zwei Tage (Dienstag 17 Uhr bis Donnerstag 17 Uhr) hatten wir 6 Äpfel, 6 Orangen, 4 Avocados, 4 Zucchini, 2 kleine Bananen, ca. 20 Datteln und viel frischen Ingwer :), 1kg Mandeln und 5 1,5-Liter-Flaschen Wasser dabei. Außerdem Spirulina-Pulver* und getrocknete Meeresalgen. Die Tochter hatte außerdem noch eine halbe Tafel vegane Schokolade und 2 Packungen Maiswaffeln dabei. Von dem Vorrat ist einiges übrig geblieben – mein Hunger war nicht so groß, und es geht mir bei Seereisen definitiv besser, wenn ich weniger esse.

Bei den Armas-Fähren darf man zwischendurch zum Auto, das ging bei Transmediterranea nicht, weshalb wir alles mit uns herumschleppen mussten. Dafür hängen bei Transmediterranea nicht an jeder Ecke lautstark laufende Fernseher (ein echter Pluspunkt aus unserer Perspektive; mit der wirklich lauten Dauerbeschallung bei den Spaniern haben wir beide Probleme.) Und, großes Glück, wir haben wunderbar bequeme Schlafplätze gefunden, um uns mit unseren Schlafsäcken auszubreiten – es gibt natürlich auch Kabinen, aber wir reisen ohne.

Ein weiterer Unterschied: Armas bietet ein Animationsprogramm, draußen. Bei Transmediterranea dagegen herrscht draußen Ruhe, und ich konnte so das wundervolle Atlantik-eigene „Programm“ genießen: Meer und Himmel, so weit das Auge reicht. Einfach nur Weite. Hach <3.

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