(f)roh & frei leben. silkes roh-vegane welt.

Smoothie-Bowls in weiss, grün, bunt. Keto, roh und vegan



Grüne Smoothies in „highcarb“, also mit süßen Früchten, haben für mich nie gut funktioniert. Zu viel Nahrungsmenge, zu viel Wasser (wenn überhaupt, dann lieber Creamy als Smoothie).

Warum die klassischen grünen Smoothies auch aus ayurvedischer Sicht tatsächlich nicht wirklich sooo gut für dich sind, darüber kannst du hier nachlesen.

LowCarb, ketogen, ohne süße Früchte darin, sieht es, für mich zumindestens, etwas anders aus. Allerdings sind das ohnehin eher Creamies, ich füge auch kein oder nur wenig Wasser hinzu. Und die Menge ist einfach vom Volumen her viel geringer als bei einem Früchtesmoothie. Nicht unbedingt etwas für jeden Tag, aber ab und zu passt das für mich gut.

Die auf dem Foto oben sind mit Spirulina; das mag ich ja nach wie vor einfach total gern. Und geniesse es daher gern öfter mal, auch wenn es in meinen Augen zu den verarbeiteten Lebensmitteln gehört.

Allgemein ziehe ich es noch immer vor, meine Nahrung „am Stück“ zu genießen (das schließt für mich jetzt mal das In-Scheiben-Schneiden und ähnliches ein), als sie zu sehr zu zerkleinern oder gar zu pürieren. Weil’s ja aber manchmal doch lecker schmeckt, sich so schön anrichten lässt, und meine kreative Energie diesbezüglich dank der bei Insta laufenden SummerSmoothieBowlChallenge gerade angetriggert ist, gibt es momentan eben doch öfter mal eine Smoothiebowl zum späten Frühstück. Für alle, die mir nicht bei Insta folgen, hier mal ein paar Fotos meiner bisherigen Beiträge.

Alle Smoothies sind keto-tauglich, lowcarb, ohne süße Früchte. Und ich genieße sie immer mit einem Kopf Salat dazu 😀

Getagged mit: , , , , ,

Von HighCarb zu LowCarb und Keto. Meine Erfahrungen nach 13 Wochen Keto-Roh-Vegan

Seit 13 Wochen ernähre ich mich jetzt ketogen. Unverändert roh und vegan, aber statt wie vorher HighCarb und LowFat nun mal andersherum ;). Meine Erfahrungen mit dieser Form der Ernährung und wie ich sie für mich momentan gestalte, beschreibe ich dir in diesem Artikel.

Warum ich mich nach 12 Jahren rohveganer Ernährung, die ich überwiegend highcarb und fettarm gestaltet habe, nun entschieden habe, es mal anders herum zu versuchen, habe ich zu Beginn meines Experiments hier schon beschrieben. Um es noch mal in wenigen Stichpunkten zusammenzufassen: Ich bin im wesentlichen den Signalen meines Körpers und den Zeichen entlang des Weges gefolgt. Meinem Körper, der mir signalisiert hat, dass er eigentlich derzeit keine süßen Früchte möchte. Und der sich, insbesondere wenn ich trotzdem gelegentlichen „Zuckersuchtanfällen“ in Form von zu vielen Datteln erlegen bin, einfach nicht gut gefühlt hat. Mit dem hohen Anteil an Grünzeug und dem schon seit ein paar Jahren gewachsenen Anteil nicht-süßer Früchte in meiner Ernährung hab ich mich unverändert gut gefühlt. Und als mir dann wiederholt das Thema „Ketogene Ernährung“ begegnet ist, habe ich mich entschieden, es einfach mal zu probieren. Zum zweiten Mal übrigens; mein erster Versuch vor einigen Jahren hat mich nicht so glücklich gemacht. Damals war der Ansatz auch eher kopfgesteuert, ohne körperlichen Bedarf einer Veränderung.

Konkrete Ziele, außer meine Ernährung und mich mal wieder auszubalancieren, hatte ich für mein Experiment nicht wirklich. Ich wollte weder abnehmen noch hatte ich irgendwelche zu kurierenden Krankheitssymtome. In erster Linie war ich neugierig, wie ich mich damit fühlen würde. Was es mit mir machen würde.

Mitrechnen beim Essen (Tracking)

Der Einfachheit halber habe ich, um die KH-Mengen in meinem Essen mitzurechnen, wiederum auf Cronometer als Tracking-App zurückgegriffen. Dort kannst du dein Gewicht, dein Gewichtsziel (Zunehmen, Abnehmen, Gewicht halten) und deinen Aktivitätslevel eingeben. Auf Basis dieser Daten bekommst du Vorgaben für die Mengen an Makronährstoffen (also Protein, Kohlenhydrate und Fett) und Kalorien, die du pro Tag bei der von dir gewählten „Diät“ essen sollst/darfst. Wählst du Ketogenic / High Fat, kannst du außerdem noch angeben, wie streng du das handhaben willst. Bei strikter ketogener Ernährung sind maximal 20g KH pro Tag erlaubt, bei moderater 50. Alternativ kannst du auch eigene Werte festlegen. Die Vorgaben, die auf den diversen Keto-Informationsseiten beschrieben werden, variieren da teilweise.

Ich habe mich für die erste Woche für „moderat“ entschieden – als Übergangsphase. Danach dann für strikt, denn ich mein Ziel war ja schon, in die Ketose zu kommen. Die Vorgaben an Makronährstoffen, die Cronometer mir (für mein Gewicht (50kg) und meinen Aktivitätslevel, bei strikter Keto-Ernährung) mitgegeben hat, waren bzw. sind: 20g KH, 32g Protein, 180g Fett pro Tag. Das Ganze mit knapp 1600 kCal. (Übrigens alles Werte, die ich praktisch nie erreiche. Die sind ja aber, mMn, auch nicht als starre Regel zu verstehen sondern als Anhaltspunkt. Und ich sehe keinen Nutzen darin, mich über meinen Hunger hinaus vollzustopfen, um ja auf genug Fett zu kommen. 😉 )

Wie schon im vorigen Artikel beschrieben: die 20g KH als Grenze, um in die Ketose zu kommen, gelten für Jede*n, die übrigen Werte sind individuell verschieden, also bitte nicht einfach meine übernehmen. 😉 Auch da gibt es übrigens unterschiedliche Ansätze; Cronometer empfiehlt 0,8g Protein pro kg Körpergewicht, andere sagen 1g. Wenn du Keto auch probieren willst: fang mit irgendwelchen vernünftig klingenden Vorgaben an und finde heraus, wie es für dich genau passt, was dir gut tut, womit du dich wohl fühlst.

Cronometer ist übrigens englischsprachig. Eine deutsche Alternative ist FDDB. Es bietet nicht ganz die gleichen Features, aber enthält eine umfangreiche Datenbank mit Angaben zu allen möglichen Lebensmitteln und ebenfalls die Möglichkeit, dein Essen pro Tag zu tracken.

So viel Fett …

Die für eine ketogene Ernährung vorgegebenen hohen Mengen an Fett haben mich eine Weile zögern lassen, mich auf dieses Experiment einzulassen. Ich hab mich mit viel Fett in meiner Ernährung noch nie gut gefühlt. Allerdings ist es für die Stoffwechselumstellung auf Ketose nicht in erster Linie wichtig, viel Fett zu essen. Entscheidend ist die geringe KH-Aufnahme! Auch beim Fasten schaltet der Körper auf Ketose um, ganz ohne zugeführtes Fett. Wenn du kein Fett isst, verstoffwechselt er das in deinem Körper gespeicherte Fett. Genau dafür hat unser Körper diese Fähigkeit – Fettvorräte anzulegen bei Nahrungsüberschuss, um in kargeren Zeiten davon zu zehren. Während der Umstellung auf Keto macht es trotzdem Sinn, relativ viel Fett zu essen (und die Proteinzufuhr moderat zu gestalten), da der Körper sonst alternativ auch gern auf Proteine zur Energiegewinnung zurückgreift und dabei erstmal Muskeln abbaut.

Du musst nun aber nicht von jetzt auf gleich Unmengen an Fett in dich hineinstopfen. Sondern kannst dich langsam, über einige Tage, daran gewöhnen. Andersherum überlastest du deinen Körper auch leicht, weil er das viele ungewohnte Fett erstmal gar nicht verarbeiten kann.

Wie immer: achte auf deinen Körper und seine Signale, und iss so, dass du dich damit wohl fühlst. Nach einer Weile ketogener Ernährung wirst du zu den Mengen finden, die für dich passen.

Wenn du mehr Körperfett hast, als dir gut tut, brauchst du übrigens tatsächlich nicht dauerhaft viel Fett zu essen. Fokussiere dich dann auf die limitierte Mengen an KH, iss viel frisches, ballaststoffhaltiges Grünzeug, und nur so viel Fett, dass du satt und zufrieden bist (nicht hungern, sonst klappt das mit dem Abnehmen erfahrungsgemäß nicht lange 😉 ).

Ich hab nun alles andere als zu viel Körperfett, brauche aber um mein Gewicht zu halten trotzdem nicht die oben geforderten Mengen an Fett.

Umstellungsphase – so war es

Ich habe den KH-Anteil an meiner Nahrung über einige Tage schrittweise reduziert und den Fettanteil dabei langsam erhöht. Nach etwa einer Woche war ich bei unter 20g KH pro Tag.

In der Umstellung baut der Körper zunächst seine Glucosevorräte ab und entwässert dabei stark. Das hab ich deutlich gemerkt – während der ersten Tage musste ich dauernd, inklusive mehrmals pro Nacht, pinkeln. Und war, obwohl ich an die drei Liter Wasser pro Tag getrunken habe, dehydriert. Auf süße Früchte zu verzichten, ist mir leicht gefallen. Was total fehlte, war Saftiges. Und: ich hatte zu Anfang wirklich Schwierigkeiten, so viel Fettiges zu essen. Ich hab mir Zeit gelassen damit; nach dem Verlangen meines Körpers gegessen bzw. nicht gegessen, und im Laufe der Zeit ging dann auch mehr.

Wie war die Umstellung?

Während der ersten zwei Tage mit KH < 20 war ich total kraftlos, mir war schwindelig und leicht übel. Sport hab ich gar nicht mehr geschafft, und beim Einkaufen bin ich kaum den (wirklich steilen) Berg hochgekommen. Ich hatte weder Hunger noch Appetit. Eine Mahlzeit hielt mich satt für den Tag. Dank Tracking wusste ich, dass ich es grade mal auf 700 kcal pro Tag schaffe - mehr bekam ich einfach nicht runter. Ich hab mich mit wenig Nahrung im Bauch total voll gefühlt, während ich gleichzeitig das Gefühl hatte, dass mein Körper nach KH schreit. Meine Verdauung ist mangels der gewohnten Menge an Ballaststoffe lahm geworden, und ich hatte das Gefühl, dass mein ganzes Verdauungssystem, insbesondere die Leber, überlastet ist. Abends ab 20 Uhr konnte ich kaum noch scharf sehen. Hab mich gefragt, warum ich das eigentlich tue - so mies hab ich mich mit Rohkost noch nie gefühlt!!! Kann das richtig sein? Beim Recherchieren fand ich Infos zur „Keto-Grippe“ – die so ziemlich genau meinen Zustand beschreibt. Angeblich sollte das ca. 10 Tage dauern, manchmal auch länger. Uff. Doch mein Körper ist dann – vielleicht dank jahrelanger einfacher Rohkost mit viel Grünzeug und überwiegend doch relativ überschaubaren Essensmengen – doch flexibel genug, und am dritten Tag ging’s mir wieder gut. Kein Schwindel oder andere Probleme mehr, Energie wieder da, lt. Rückmeldung der Tochter roch ich nach Aceton – offenbar war ich in der Ketose angekommen. Yay! 🙂 Nach weiteren zwei Tagen kehrte dann auch mein Appetit zurück. Hunger hab ich seitdem allgemein noch weniger als vorher. Eine Mahlzeit hält mich sehr lange satt (Kunststück, bei all dem Fett 😉 ). Zu Anfang hatte ich für meine erste Mahlzeit des Tages einen unglaublichen Jieper nach Saftigem und konnte als Erstes nichts Fettiges essen. Daher hab ich mir eine Zeitlang grüne Getränke gemacht – z. B. Mandelmilch mit Gerstengraspulver drin. Ich habe außerdem besonders auf viele Bitterstoffe geachtet, um die Fettverdauung zu unterstützen. Ich mochte plötzlich Artischocken, die mir früher nie geschmeckt haben … genial, wie der Körper weiss und zeigt, was er braucht!
Meine Portionsgrößen sind im Laufe der Tage wieder gewachsen, und ich konnte nach und nach auch mehr Fett essen. Das Ziel lt. Cronometer habe ich aber selbst annhähernd nur an einem Tag in all der Zeit erreicht (und hab da deutlich gemerkt, dass es einfach viel zu viel ist); normalerweise liege ich deutlich darunter.
Lt. Tracking habe ich immer mehr als den Tagesbedarf an Ballaststoffen zu mir genommen; im Vergleich zu meiner vorhergehenden Ernährungsweise waren es aber viel weniger. Ich habe daher angefangen, öfter mal Flohsamen zu essen. Das hat gut getan. Nebenbei hab ich dabei herausgefunden, wie nützlich sie für Zubereitungen sind. 🙂

Während der ersten zwei, drei Wochen war da noch viel Rumprobieren, Herausfinden, was für mich funktioniert, womit ich mich wohlfühle usw. Mittlerweile ist mein Körper schon viele Wochen lang gut adaptiert an diese Ernährungsweise und ich spüre wiederum sehr gut, was er gerade braucht. Meistens lande ich bei 15 bis 17g KH und bin satt und zufrieden damit.

Roh-vegan und keto – was esse ich denn da?

Auf den meisten Keto-Seiten werden als pflanzliche Fettquellen überwiegend Öle genannt. Die ich ja nun aber nicht esse und auch nicht empfehle – warum, darüber habe ich hier schon geschrieben. Ich mag mein Essen so frisch und unverarbeitet wie möglich. Als Fettquellen kommen da vor allem Fettfrüchte wie Avocado und Kokosnuss in Frage. Außerdem Nüsse, Kerne, Samen. Ich bin gerade sehr dankbar für die gute Avocadoversorgung hier in Teneriffa. Kokosnüsse kommen von weither und ich finde hier selten mal eine, die noch nicht verdorben ist. Nüsse mag ich zwar ab und zu, aber am liebsten auch nur dann, wenn sie gerade frisch in Saison sind. Und nicht in großen Mengen. Für Samen gilt das erst recht, Hanf ausgenommen – den kann ich so weglöffeln. Chia z. B. finde ich zwar sehr lecker, aber ihn Tag für Tag pur zu genießen, in sättigenden Mengen … eher nicht ;). Zwar vermixe ich Samen auch manchmal zu Puddings oder ähnlichem, und finde das Ergebnis immerhin wesentlich bekömmlicher als Mischungen aus denselben Samen mit süßen Früchten. Dennoch mag ich immer noch am Liebsten die Sachen essen, wie sie eben sind. Mono oder ohne allzuviel Gemische. Und sicher nur das in Zubereitungen essen, was ich auch allein für sich mag.

Die Grundlage meiner Ernährung ist und bleibt GRÜNZEUG. Salate, Wildkräuter, grüne Blattgemüse, Kohl, Algen. Auch nicht-süße Früchte wie Zucchini und Gurke. Das alles ist nährstoffreich, ballaststoffreich und hat einen niedrigen KH-Anteil. Wurzelgemüse hingegen und auch manche anderen Gemüse haben relativ viel KH und sprengen bei größeren Mengen schnell die 20g-Grenze. Praktischerweise mag ich die meisten davon ohnehin nicht so gern.

Süße Früchte esse ich ja, wie gesagt, derzeit gar nicht. Sie fehlen mir auch überhaupt nicht. Ab und zu ergänze ich mein Frühstück um eine Handvoll Beeren. Die sind grad in Saison, und vor allem Brombeeren und Himbeeren sind KH-arm.

Protein ist reichlich in Grünzeug enthalten. Außerdem in Hanf und anderen Samen und Nüssen. Und in Spirulina – eines der wenigen „Pulverchen“, das ich nach wie vor sehr mag und fast täglich esse.

Zum Süßen verwende ich Stevia-Pulver aus den getrockneten und gemahlenen Blättern der Steviapflanze. Stevia hat einen recht ausgeprägten Eigengeschmack, den ich sehr mag, der aber erfahrungsgemäß nicht jedermanns*fraus Sache ist. Es gibt auch flüssiges Stevia, das dann aber weitere Zutaten beinhaltet, nicht roh und außerdem hochverarbeitet ist. Das schmeckt einfach nur süß, nicht mehr wie Stevia. Ich habe mir welches gekauft und verwende es ab und zu für Zubereitungen, die die Tochter mitessen möchte. Und gehe davon aus, dass mir ein gelegentlicher Tropfen davon nicht schaden wird. 😉

Intermittierendes Fasten

Außer ketogener Ernährung praktiziere ich während der letzten Monate auch nahezu täglich intermittierendes Fasten. D. h., ich habe normalerweise nach meiner Abendmahlzeit eine Pause von 14-16, manchmal auch 18 Std., bevor ich wieder etwas esse. Während der im Schnitt 8 Stunden, in denen ich esse, esse ich für gewöhnlich zwei Mahlzeiten. Eine mittags, eine am Abend. Manchmal noch eine kleinere zwischendrin. Ich empfinde diese langen Essenspausen als unglaublich wohltuend. Einen kurzen Artikel dazu habe ich vor einiger Zeit hier schon einmal veröffentlicht.

Intermittierendes Fasten gehört nicht eigentlich zur ketogenen Ernährung, lässt sich aber mit einer Ernährungsweise, die dich lange satt hält und dein Energieniveau gleichbleibend hoch sein lässt, natürlich viel leichter praktizieren. Über die Vorzüge dieser Fastenvariante schreibe ich demnächst noch mal ausführlicher.

Veränderungen, die mir aufgefallen sind

– Im Vergleich zu meiner vorhergehenden Ernährungsweise brauche ich mehr Wasser.
– Zu Anfang ist meine ohnehin eher trockene Haut noch trockener geworden. Das hat sich aber wieder reguliert und ist so wie vorher auch.
– Ich habe keine Waage zur Verfügung, aber meinen Hosen zufolge habe ich zu Anfang ein bisschen Gewicht verloren. Ich habe auch den Eindruck, dass sich manche Partien meines Körpers mehr gestrafft haben. Allerdings trainiere ich in den letzten Monaten auch viel mehr und regelmäßiger; das wird also wohl nicht nur am Essen liegen.
– Apropos trainieren: ich kann nicht sicher sagen, ob es (auch) an der Ernährung liegt, aber meine Motivation und mein Drang, mich zu bewegen, ebenso wie meine Disziplin diesbezüglich, sind deutlich erhöht. Auch in anderen Bereichen fühle ich mich derzeit sehr viel fokussierter und ausdauernder, als ich es sonst oft war.
– Meinen Körperfettanteil habe ich zu Beginn des Experiments anhand von Bildvergleichen und einem relativ einfachen Messverfahren (Körperumfang an verschiedenen Stellen) ermittelt. Der scheint sich nicht geändert zu haben. Allerdings liegt er mit 19% auch ohnehin nicht gerade hoch und sollte nicht wirklich noch niedriger werden.
– die Lymphknoten an meinem Hals waren vor Beginn der Umstellung schon länger deutlich angeschwollen (ich vermute die Ursache in meinen Zähnen); das ist deutlich zurückgegangen. Ketogene Ernährung bzw. KH-arme soll ja entzündungshemmend wirken.
– Ich hatte eine Zeitlang Wadenkrämpfe (hatte ich vorher nie) und habe das als Zeichen für Magnesiummangel interpretiert. Möglicherweise hing das mit der Entwässerung und damit einhergehendem Mineralienverlust der Anfangszeit zusammen. Ich habe ein paar Tage lang eine (selbstgemixte) Lösung von Magnesiumchlorid in Wasser eingenommen und auch äußerlich angewendet; das hat geholfen.

Längerfristig ketogen essen

Du kannst die ketogene Ernährung als eine Art Kur nur für einige Wochen durchführen. Es sollten dann aber schon mindestens 6-8 Wochen sein, um in den Genuss der vorteilhaften Auswirkungen zu kommen. Solange du dich gut fühlst, kannst du vermutlich auch problemlos länger weitermachen – ich bin ja selbst erst bei 13 Wochen und kann dazu also aus eigener Erfahrung noch nichts sagen. Außer dem, was ich immer sage: achte auf dich, höre auf deinen Körper. 😉 🙂

Wenn du erstmal einige Wochen lang (mindestens 6) in der Ketose bist, kannst du versuchen, die KH-Menge leicht zu erhöhen. Viele bleiben bei 30g noch locker in der Ketose, manche können sogar 40-50g KH essen, ohne dass der Körper wieder auf KH als Energiequelle umschaltet. Ich habe während der letzten Woche angefangen, mehr Grünzeug und Gemüse und weniger Avocado zu essen. Dabei habe ich den KH-Anteil auf 25-30g erhöht. Damit bleibe ich noch immer in der Ketose und fühle mich besser als mit den höheren Fettmengen.
Auch habe ich zwischendurch zweimal ein sogenanntes CarbRefeed-Abendessen genossen. Nicht, weil ich irgenwas vermisst habe, sondern um auszuprobieren, was passiert. Damit bin ich an den jeweiligen Tagen auf einmal 40 und einmal 50g KH insgesamt gekommen. Hat gut geschmeckt, mich auch nicht aus der Ketose geworfen und auch sonst keine besonderen Auswirkungen gehabt. Nach dem zweiten (mit dem ich bei 50g KH gelandet bin), hab ich ungewöhnlich tief geschlafen. Fast wie nach dem Genuss von zuviel Alkohol. Ob das Zufall war oder mit dem Essen zusammenhing, ist schwer zu sagen. Mal sehen, was beim nächsten Mal passiert. Regelmäßig mache ich solche CarbRefeeds jetzt allerdings nicht, sondern nur so nach Lust und Laune. Momentan fehlen mir KH-haltigere Mahlzeiten nicht. Wenn du CarbRefeeds machen willst: mach das erst nach mindestens 6 Wochen in der Ketose. Dann maximal ein- bis zweimal die Woche. Iss an dem Tag entsprechend weniger Fett. Und iss die Carb-Mahlzeit entweder am Abend – dann bist du nach dem nächtlichen Fasten morgens höchstwahrscheinlich wieder in der Ketose – oder vielleicht vor einem ausgiebigen Workout (das hab ich noch nicht ausprobiert).

Wie weiter?

Momentan bin ich glücklich mit dieser Ernährungsweise und es fühlt sich gut an. Dieser Tage bereite ich sehr viel zu, weil ich mein eBook fertig bekommen möchte … das darf wieder weniger werden. Natürlich mag ich all meine Zubereitungen, und im Allgemeinen sind es ja auch sehr einfache Zubereitungen, aus nur wenigen Zutaten. Trotzdem, Puddings & Co sind für mich nichts für jeden Tag. Ich hab’s gern einfacher, unvermischter. Und den Likes bei Insta und FB zufolge bin ich da nicht die Einzige – meine Fotos von schlichten Tellern voller Grünzeug erhalten mindestens genauso viele Likes wie schicke Puddinge. 😀

Auf jeden Fall möchte ich nach wie vor nicht nach Konzept essen, sondern nach meinem momentanen Bedarf. Und sowieso so natürlich wie möglich. Also mal sehen, wie es weitergeht. Vor allem, wenn jetzt demnächst die Feigen hier reif werden. 😀

Nahrungsquellen – wo finde ich mein Essen?

Ich kaufe den größten Teil meines Essens, Frisches, auf dem Bauernmarkt hier und im Bioladen. Trockenes bekomme ich nur teilweise in Rohkostqualität hier im Laden, deshalb bestelle ich das meist. Die im Text genannten Produkte habe ich dir schon direkt verlinkt. Im Folgenden noch ein paar Links zu meinen bevorzugten Bezugsquellen:

Spirulina
Flohsamen
Hanfsamen
Algen
Steviapulver

Getagged mit: , ,

Keto, roh, vegan – (wie) geht das?

Ketogene Ernährung, auch oft als LCHF (LowCarbHighFat, also wenig Kohlenhydrate, viel Fett) bezeichnet, wird häufig mit einer Ernährung aus überwiegend tierischen Elementen praktiziert. Auf der Suche nach Informationen findest du im Netz bislang noch kaum etwas über eine ketogene vegane oder rohvegane Ernährung. Doch auch das ist möglich! Wie, das erkläre ich dir hier.



Ketogene Ernährung, was ist das eigentlich?

Kurz gesagt bedeutet es, dass du deinem Körper kaum Kohlenhydrate zuführst und er somit seine Energie überwiegend aus Fetten bezieht – sowohl solche, die du isst, als auch die in deinem Körper gespeicherten. Wenig Kohlenhydrate, im Englischen als lowcarb bezeichnet, ist noch recht unpräzise. Um dich ketogen zu ernähren, also in die Ketose zu kommen, darfst du pro Tag nicht mehr als maximal 20g (manche sagen auch 30g) Kohlenhydrate (KH) zu dir nehmen. Die genaue Menge scheint individuell verschieden zu sein, und ist vermutlich auch abhängig von den Nahrungsmengen, die du insgesamt so brauchst.

Ketose und Stoffwechsel

Wenn der Körper keine bzw. weniger als 20g KH täglich bekommt, muss er seinen Stoffwechsel umstellen. Einige Körperfunktionen, insbesondere das Gehirn, brauchen Glucose. Kommt die nicht aus der Nahrung, kann der Körper sie in der Leber selbst generieren – aus Fett. Das ist ein absolut natürlicher Vorgang; eine Fähigkeit, die unserem Körper angeboren ist. Allerdings muss sie nach Jahren der HighCarb-Ernährung eventuell erst neu erlernt werden. Natürlicherweise kann unser Körper das von allein, und er kann auch einfach hin- und herswitchen, denn das Nahrungsangebot bei einem natürlichen Leben ist nun mal saisonal unterschiedlich, und besteht vor allem nicht aus ständigem Überfluss. Außer auf Fett kann der Körper auch (einfacher) auf Proteine zur Energiegewinnung zurückgreifen – wohl der Grund, warum oftmals beim Fasten bzw. bei Reduktionsdiäten zunächst eher Muskeln als Fett abgebaut werden. Deshalb wird bei der Keto-Ernährung empfohlen, viel Fett zu essen – das fördert den Übergang zur Ketose, indem es den Körper dazu anregt, eben das Fett zur Glucosegewinnung zu nutzen und nicht die Muskeln abzubauen.

Da die meisten von uns an eine (mehr oder weniger) KH-reiche (Highcarb) Ernährung gewöhnt sind, muss der Körper die Ketose bei einer Umstellung meist erst wieder lernen. Diese Umstellung dauert einige Tage (lt. meinen Recherchen bis zu zwei Wochen; bei mir hat es ca. 2-3 Tage gedauert. Ich vermute, dass die Dauer abhängig von deinem Gesundheits-/Fitnesszustand und deiner vorigen Ernährung sein könnte). Während der Umstellungsphase, die auch als Keto-Grippe bezeichnet wird, fühlst du dich höchstwahrscheinlich eher mies. Durch den vorübergehenden Mangel an KH kommt es z. B. zu Schwächegefühlen und Schwindel. Auch entwässert der Körper während der Umstellung stark, und verliert dabei Mineralien. Viel trinken hilft, und evtl. etwas Salz zu dir nehmen (ein bisschen Salz auf die Hand streuen, essen, sofort reichlich Wasser hinterher trinken).

Vorteile der Keto-Ernährung

Die Vorteile einer rohveganen Ernährung zähle ich hier mal nicht auf, die sollten klar sein, und wenn nicht, findest du dazu reichlich Infos hier im Blog.

Die ketogene Ernährung kann helfen beim Abbau von überschüssigem Körperfett, also auch beim Abnehmen. Ebenso beim Heilen von Krankheiten bzw. dabei, Raum zu schaffen, damit der Körper sich selbst heilen kann. In diese Thematik hab ich mich nicht weiter vertieft, kann mir allerdings gut vorstellen, dass die zahllosen „Krankheiten“, die auf dem Konsum von vielen verarbeiteten KH (Brot, Pizza, Pasta usw) beruhen, logischerweise sehr gut auf den Verzicht all dieser Produkte ansprechen.

Die fettreichen Mahlzeiten der ketogenen Ernährung halten den Blutzucker stabil und dich lange satt, und geben viel Energie. Heisshungerattacken verschwinden. Viele berichten über einen klareren Kopf – auch hier vermute ich, dass das eher mit dem Verzicht auf Brot und Co zusammenhängt, denn dasselbe berichten viele Menschen, die auf eine Rohkosternährung umstellen, unabhängig davon, ob sie HighCarb, LowCarb oder irgendwas dazwischen essen. Sportler, insbesondere solche, denen an einem niedrigen Körperfettanteil gelegen ist, nutzen dafür gern die Keto-Ernährung.

Wie bei jeder Art der Ernährung: wichtig ist, immer auf deinen Körper zu hören. Nicht strikt nach Plan und ohne Rücksicht auf dein Befinden zu essen. Probleme und Unwohlsein können, z. B. während der Umstellung (Keto-Grippe, siehe oben) oder durch Entgiftung schon mal auftreten. Verschwinden sie nicht nach einigen Tagen, dann schau, was deinem Körper fehlt oder zu viel ist. Bedenke bei einem Wechsel von einer jahrelangen Standardernährung zur Rohkost, egal in welcher Form du sie praktizierst, auch, dass dein Körper nun die „Sünden“ möglicherweise vieler Jahre heilen kann … das geht nicht von heute auf morgen.

Gibt es Risiken bei der Keto-Ernährung?

Ich habe bei meinen Recherchen teilweise widersprüchliche Informationen gefunden. Artikel (wenige), die auch Risiken erwähnen bzw. von negativen Auswirkungen berichten. Vielfach wird von einer dauerhaften ketogenen Ernährungsweise abgeraten. Andererseits wird sie bei manchen Krankheitsbildern gerade empfohlen. Ich gebe hier mal wieder, was ich gelesen habe … und ergänze anschließend meine Gedanken dazu:

Zu den Vorzügen gehören, neben Gewichtsabnahme und Reduzierung des Körperfettanteils (brauch ich beides so gar nicht): stabilerer Blutzucker (damit hatte ich bei meiner bisherigen Ernährung auch kein Problem), keine Heißhungerattacken, bessere Sättigung, klarerer Kopf. Dazu schrieb ich ja schon weiter oben. Außerdem besserer Muskelaufbau, definiertere Muskeln.

Als Risiken werden genannt:
– Bei andauerndem KH Mangel sind die Nebennieren dauerhaft im Stress (um einen Zustand der Unterzuckerung zu verhindern) – was langfristig zu schweren Schäden führen kann.
-Bezüglich Leber & Galle sagen die einen, dass es für die Gallenblase besser sei, sich häufig vollständig zu entleeren (um viel Fett zu verdauen) und dass sich bei fettarmer Ernährung eher Steine bilden. Andere behaupten genau das Gegenteil.
– genannt wurden auch schlechte Schlafqualität, Schilddrüsenunterfunktion und trockene Schleimhäute bei langfristiger Ketose.

Meine Gedanken dazu: wie oben schon erwähnt, und sowieso wie immer – folge nicht blind deinem Ernährungsplan, sondern achte jederzeit gut auf dich. Auf die Reaktionen deines Körpers. Auf dein Wohlbefinden. Wenn du beobachtest, dass es dir dauerhaft weniger gut geht, neue Beschwerden auftreten und bleiben oder ähnliches, dann solltest du etwas ändern. Z. B. versuchen, den KH-Anteil wieder zu erhöhen. Am Besten vielleicht langsam, um deinen persönlichen Wohlfühlbereich (für den Moment) herauszufinden. Sobald der Körper einmal in der Ketose ist und sich ein paar Wochen lang daran gewöhnt hat, kann er das auch mit etwas mehr KH beibehalten. Wo da die genaue Grenze liegt, das musst du für dich selbst rausfinden. Ansonsten ist vielleicht eine LowCarb-Ernährung ohne dauerhafte Ketose das Richtige für dich. Ausprobieren! 🙂 Was für andere funktioniert (oder nicht funktioniert) muss deshalb noch nicht für dich ebenso gelten. Zwar funktionieren wir grundsätzlich alle gleich, aber da sind eben auch viele Unterschiede; schon allein durch unsere mitgebrachten Erbanlagen, bisherige Lebensweise etc.

Dauerhafte Ketose wäre außerdem bei einem naturgemäßen Leben mit ebensolcher Ernährung wohl auch nicht gegeben. Dabei dürften sich ketogene Phasen mit solchen mit mehr KH abwechseln. Ebenso üppigere Zeiten mit kargeren. Sicher nicht gesund ist ein permanentes Überessen an Fetten – egal, wie gesund diese sind. Das bringt mich zum nächsten Punkt:

Wie natürlich ist ketogene Ernährung?

Ist der Mensch von Natur aus ein Fettverbrenner? Angeblich braucht unser Körper, von außen zugeführt, nur Fett und Eiweiss. Auch als Neugeborene sind wir in der Ketose, und bringen ja meist ein bisschen Fett als Reserve mit auf die Welt, um die ersten, evtl. noch nahrungsarmen Tage zu überstehen. Für alle nicht-stillerfahrenen Menschen: es dauert manchmal ein paar Tage, bis die Milchproduktion bei der Mutter in Gang kommt. Und es gilt als vollkommen normal, dass ein Neugeborenes während der ersten Lebenstage leicht an Gewicht verliert.

Glukose, also KH, kann der Körper im Zustand der Ketose selbst produzieren, sie muss nicht zwingend von außen zugeführt werden. Das ist ein natürlicher Zustand, denn während der meisten Zeit der Menschheitsgeschichte hatten die Menschen nicht permanent so viel zu essen wie wir heutzutage; es gab eher manchmal sehr viel Nahrung, auch sehr viel Fett, und dann wieder lange Zeit fast nichts und nur fettarm. Was nicht unbedingt gleichbedeutend mit KH-reich (HighCarb) ist!!! Was meiner Meinung nach übrigens oben beschriebene Theorie zur Notwendigkeit der häufigen Benutzung der Gallenblase widerlegt. Denn das würde ja bedeuten, dass unsere Vorfahren, oder vielmehr der Mensch an sich, hochgradig gefährdet waren/wäre, Gallensteine zu bekommen. Und so schlecht arbeitet die Natur nicht ;).

Für sicher nicht natürlich halte ich es allerdings, sich im Namen einer ketogenen Ernährung mit Ölen und anderen extrahierten Fetten zu ernähren. Der Fettbedarf sollte, genau wie der gesamte Nahrungsbedarf, durch natürliche und naturbelassene Nahrungsmittel gedeckt werden. Bezüglich Fetten kommen da z. B. Fettfrüchte wie Avocados, Oliven, Safus, Kokosnüsse in Frage. Außerdem Nüsse und Samen. Und wie bei jeder anderen Ausgestaltung der Rohkost (oder deiner Ernährung schlechthin): Grün ist essentiell und lebensnotwendig!!!

Meine Erfahrungen mit der rohveganen Keto-Ernährung

Im nächsten Artikel berichte ich über meine eigene Erfahrung mit meiner nun schon 12 Wochen andauernden ketogenen Ernährung. Außerdem werde ich noch detaillierter beschreiben, wie sich eine rohvegane ketogene Ernährungsweise sinnvoll gestalten lässt.

Auch ein neues eBook mit vielen schönen roh-veganen Keto-Rezepten ist in Arbeit und wird hoffentlich im Laufe des Monats erscheinen!

Wenn du nichts verpassen willst, abonniere doch meinen kostenlosen Newsletter … darin gibt es auch immer mal wieder neue Rezepte!

Getagged mit: , , ,

Rohe Kost – so viel mehr als nur eine Ernährungsform

Rohkost ist – oder kann es sein, wenn du es zulässt – so viel mehr als nur eine Ernährungform, eine Diät, mit der du mal eben schnell deine Krankheiten heilst. An Krankheiten in dem Sinne, wie die Schulmedizin sie kennt, glaube ich ohnehin nicht. Wenn du hier schon länger liest, weisst du das ;). Du wirst nicht plötzlich und aus heiterem Himmel krank, „erleidest“ nicht als Opfer irgendwelche Krankheiten. Die Ursache einer sog. Krankheit ist auch nicht, dass du dich „erkältet“ = verkühlt hast, oder dich irgendwo angesteckt hast. Jedes als „Krankheit“ bezeichnete Symptom bzw. Syndrom ist ein Versuch deines Körpers, sich auf die bestmögliche Art zu heilen, zu reinigen, von Schadstoffen zu befreien. Medikamente einzunehmen stoppt diesen Prozess zwar und unterdrückt häufig die Symptome, schadet aber letzten Endes meistens mehr als es nützt, weil es eben die Reinigung des Körpers verhindert.

Rohkost heilt nicht!!! Auch spezielle Superfoods nicht. Nicht einmal Wildkräuter. Doch sie gibt deinem Körper die Gelegenheit, sich zu reinigen, während er optimal mit Nährstoffen versorgt wird. Und sich so selbst zu heilen – das kann er nämlich perfekt.

Zu Beginn einer Rohkosternährung treten daher oftmals erst einmal neue Beschwerden/“Krankheiten“ auf. Je nach Alter und Zustand deines Körpers kann das durchaus auch über eine längere Zeit andauern. Das zeigt, dass der Körper sich nun befreit. Entgiftet. Alles, was nicht zu ihm gehört, was ihm nicht gut tut, loslässt.

Und das geschieht übrigens nicht nur auf körperlicher, sondern ebenso auf emotionaler und spiritueller Ebene. Auch hier schafft eine natürliche, von Gift- und Suchtstoffen befreite Ernährung Raum für Heilung.

Das alles ist sicher nicht immer angenehm, bietet dir jedoch weitaus größere Chancen als einfach nur einen schlankeren, schöneren, fitteren Körper zu bekommen. Rohkost kann dir helfen, Blockaden auf allen Ebenen – Körper, Geist & Seele – zu lösen. Vergiftungen, Konditionierungen, Limitierungen. Sofern du deine Ernährung als Reise, als Weg zu dir selbst betrachtest und sie nutzt, um dich selber besser kennen zu lernen. Und beim Essen auf deinen Körper hörst, statt dich an Dogmen zu klammern und irgendwelchen Regeln zu folgen. (Das gilt natürlich nicht nur fürs Essen, sondern für alles, was du so tust.)

Rohkostkonzepte als Inspiration zu verstehen und sie auszuprobieren – daran ist sicher nichts verkehrt. Doch das wahre Potenzial hier liegt in der Chance, dich von allen Konditionierungen zu befreien! Nicht etwa, sie durch Neue zu ersetzen – was nur allzu leicht passiert; sind doch die meisten von uns dazu erzogen worden, unser Leben an Regeln und Maßstäben des Verstandes auszurichten, statt auf unsere Intuition zu hören und ihr zu folgen.

Nutze die Chance, beim Ausprobieren und Herumspielen herauszufinden, was DIR wirklich gut tut. Was du brauchst – und was nicht. Bewusst essen und leben … & bewusst dabei bleiben, denn Bedürfnisse ändern sich eben auch.

Der Sinn einer Ernährungsumstellung ist nicht, neue Dogmen und Limitierungen zu schaffen! Ich esse seit vielen Jahren zu 100% roh – nicht, weil ich mir das zur Regel gemacht habe. Sondern, weil es mir damit gut geht. Weil ich mich immer wieder für das entscheide, was sich richtig und gut anfühlt und mir gut tut.

Wähle dein Essen nicht aus Angst, oder aufgrund von Vorschriften, auch keinen selbstgemachten.

Lass deine Nahrungswahl eine Wahl FÜR das Leben, für dich, aus Liebe zu dir, deinem Körper, der Welt sein.

Liebe & Licht für dich

Einfache & liebe-volle Rezepte zum Ausprobieren & Kennenlernen findest du in meinen eBooks – zum Beispiel „Rohkostrezepte voller Leben & Liebe“ … oder schau dich einfach mal um

Getagged mit: , , , ,

Spätes Frühstück oder: Intermittierendes Fasten

Ich frühstücke normalerweise ziemlich spät. So um die Mittagszeit herum. Diese lange Pause zwischen der letzten Mahlzeit am Abend und der ersten am Folgetag ist auch bekannt als intermittierendes Fasten. Was ja nichts anderes heisst, als Essenszeiten und Fastenzeiten abzuwechseln. Nicht pausenlos zu essen. Besonders wichtig ist dabei eine lange Pause in der Nacht, während der der Körper Zeit hat, zu verdauen, zu reparieren, aufzubauen. Optimalerweise isst du tagsüber in einem Zeitraum von etwa acht Stunden, und fastest während der verbleibenden 16 Stunden. So oft wie möglich, es darf auch täglich sein.

Noch wichtiger als der ständige Blick auf die Uhr ist es, nur dann zu essen, wenn der Körper wirklich hungrig ist. Also nicht deshalb, weil die Uhr sagt, es sei Essenszeit. Oder aus Langeweile, oder um unangenehme Gefühle zu betäuben.

Beides zusammen – also nur zu essen, wenn ich Hunger habe, und das intermittierende Fasten – hat mehr Auswirkungen auf mein Wohlbefinden als die Frage, ob ich nun HighCarb oder LowCarb esse. Wobei ich momentan den Eindruck habe, dass mir die Essenspausen mit meiner derzeitigen Keto-Ernährung viel leichter fallen.

Heute mittag gab es als Frühstück diese Bowl:

Zucchini-Spaghetti, Avocado, Malvenblätter, Distelblüten, ein paar Him- und Brombeeren, zusammen mit einem „Weisser-Smoothie-Dipp“ aus Hanf und Kokosnuss. Jammie!

Getagged mit: , , , , ,

Frühjahrsimpressionen

Als Lebenszeichen heute mal ein paar Impressionen aus meiner Küche, aus den letzten Wochen:

Frühstücksbowl

Grüne Bowl

Peace Food

Grüner Einkauf

Einfaches Abendessen: Wakame und Avocado

Grüne Mandelmilch

Nicecream mit Sahne

Mehr über mein noch laufendes Keto-Experiment und meine Erkenntnisse daraus erfährst du demnächst hier. Für (nahezu) tägliche Impressionen und Inspiration folge mir bei Facebook und/oder Instagram!

Getagged mit: , , ,

Süße Pause

Ich habe ein neues „Experiment“ gestartet: Low Carb. Keto-Ernährung. Wenig bis fast keine Kohlenhydrate sind das Ziel. Dafür mehr Fett als sonst. Die Basis bleibt, unverändert, viiiiel Grün. Roh und vegan bleibt es auch. 😀

Warum mache ich das?

  • Meine Hauptmotivation ist die Reaktion auf das, was mein Körper mir in den letzten Wochen signalisiert hat.
  • Außerdem möchte ich wissen, was es mit mir macht, wenn ich auf süße Früchte verzichte – Stichworte: emotionales Essen, Trostessen, Zuckersucht.
  • Dazu kommt die Freude am Experimentieren, am Ausprobieren von Neuem, und der Wunsch, weiterzulernen: Ich bin bislang eher skeptisch der ketogenen Ernährung gegenüber. Kann mir eine fettreiche Ernährung (bei gleichzeitigem weitgehendem Verzicht auf Kohlenhydrate tatsächlich gut tun? Kann das gesund sein? Bei meinen Recherchen dazu habe ich viele Pros, aber auch viele Cons gefunden – darüber schreibe ich ein anderes Mal detaillierter. Später, wenn ich es mit meinen Beobachtungen vergleichen kann. 😉 In jedem Fall ist meine Meinung dazu bisher ein Vor-Urteil – und ich möchte es gern genauer wissen. 😀

Frische, regionale süße Früchte … solch ein Luxus! Den ich nach den Monaten in Deutschland während der letzten Wochen durchaus genossen habe. Papayas vor allem, aber auch Bananen und Orangen. Alles super frisch, aus regionalem Anbau, überwiegend unbehandelt. Doch so köstlich sie auch sind … irgendwie will mein Körper momentan wenig Süß. Bananen gehen grad gar nicht mehr, Orangen auch kaum. Papaya, ab und an, ist noch immer gut. Mein Verhältnis zu Datteln (nicht regional, doch während der letzten Jahre fast immer dabei) ist zwiespältig. Einerseits sind sie mir viel zu süß, andererseits jedoch auch irgendwie tröstend. Und das brauchte ich während der letzten Wochen doch öfter mal … Trost. Doch dann wiederum rutsche ich damit in ein suchtartiges Essverhalten … das fühlt sich auch nicht gut an.

Unverändert ist mein Appetit auf Grün. Während der letzten Wochen hab ich überwiegend „High Green“ gegessen: hauptsächlich Grünzeug. Dazu süße Früchte und auch Fettfrüchte: Avocados, die ihre Hauptsaison über den Winter haben. Nicht kombiniert in einer Mahlzeit natürlich.

So kam die Idee, meinem Körper konsequent zu folgen und einfach mal wieder eine Zeitlang die süßen Früchte wegzulassen. Und weil sich das, als ich es vor ca. 2 Jahren schon einmal probiert habe, mit viel gekeimtem Buchweizen, Süßkartoffeln, und vielen Zubereitungen, nicht so gut angefühlt hat, versuche ich diesmal, den Kohlenhydrat-Anteil allgemein niedrig zu halten. Wieviel genau sich richtig anfühlt, muss ich rausfinden. Für den Anfang strebe ich an, unter 30g oder gar unter 20g KH zu kommen. Das ist der Bereich für eine ketogene Ernährung. Zunächst ist also auch mal wieder tracken angesagt.

Die erste Woche ohne süße Früchte habe ich schon herum. Die gute Nachricht: sie fehlen mir tatsächlich gar nicht. 😀 Ansonsten war das eine Woche zum Rumprobieren, Lernen und Umstellen – der KH-Anteil pro Tag ist im Laufe der Woche von anfangs um die 65g immerhin auf knapp 40g gefallen. Und wird, da ich meine Butternut-Kürbis-Vorräte jetzt aufgegessen habe, noch weiter sinken. Parallel ist der Fettanteil an meiner Ernährung langsam gewachsen – mal so ganz anders als in den letzten Jahren. 😉 Wobei ich nach wie vor keine Öle verwenden möchte, nicht täglich mixen will und eigentlich auch keine Unmengen von Samen und Nüssen konsumieren will. Kokosnüsse wären meiner Vorstellung nach optimal, doch die gibt es hier nicht. (Klar gibt es in den Supermärkten auch mal reife Kokosnüsse, doch die sind zu 90% verdorben. Trinkkokosnüsse kann ich hier gar nicht bekommen.)

Die Frucht der Wahl ist also, klar, die Avocado. Regional verfügbar, in Saison, reich an gesunden Fetten und Vitalstoffen und arm an Kohlenhydraten. Und als Grundlage weiterhin reichlich Grünzeug – Salate, Kräuter, Spinat und, last not least, Wildkräuter. Bisschen Brokkoli und Zucchini. Das wird meine Hauptnahrung für die nächste Zeit sein. Zum Ergänzen habe ich Kokos in verarbeiteter Form sowie eine Auswahl an Samen und Kernen sowie Spirulina, Chlorella, Gerstengras hier.

Übrigens: auch auf dem spanischen Festland sind die Avocados derzeit in Saison, und du kannst bei RawLiving (hier) welche nach Deutschland bestellen!

So sah mein heutiger Markteinkauf aus – Avos für die Woche, Salate und Kräuter für die nächsten zwei-drei Tage (für länger kann ich mangels Kühlschrank grad nicht einkaufen):

Getagged mit: , , , ,

Superfood Hagebutte

Zu den Winter-Highlights in Deutschland gehörten für mich – und mehr noch für die Tochter – immer die Hagebutten. Leckere (und vitaminreiche) Snacks, die wir gern unterwegs gesammelt und frisch von der Hand in den Mund genossen haben.

Hagebutten sind die Früchte der Hecken- oder Hundsrose, und der leckere Teil daran sind die saftigen Schalen. Sie sind die Vitamin-C-reichsten hiesigen Früchte und enthalten darüber hinaus noch beachtliche Mengen an Lycopin (Carotin), Vitamin B, K und Niacin, außerdem Mineralstoffe, Ballaststoffe etc. – echte Superfoods also. Auch in der Naturheilkunde ist die Hagebutte bekannt. Verwendet werden dort auch die Kerne. Neben ihrer traditionellen Anwendung bei Fieber und Infektionen lassen Studien der letzten Jahre auf ihre positive Wirkung bei Arthrose und Rückenschmerzen schließen.

Im Süden ist mir die Hagebutte in den letzten Jahren nirgendwo begegnet, weshalb wir sie schon seit längerer Zeit nicht mehr gegessen haben. Jedoch hat im letzten Jahr ein neuer interessanter Kunde (also ein Webwork-Kunde; ich bin ja nicht nur Rohköstlerin, Housesitter, Zigeunerin, Lebenskünstlerin, Mutter und noch so manches sondern auch Webentwicklerin 😉 ) zu mir gefunden. Zu seinem Angebot zählen in Rohkost– und Bioqualität getrocknete, fair geerntete und verarbeitete Pflanzen, angeboten als Pulver: Hagebutten zum Beispiel.

Weil das so schön zusammenpasst, hat besagter Kunde – die Firma biofood direct – mir nun ein paar Proben ihrer Superfoods zukommen lassen. Und wir haben natürlich gleich probiert und ein paar erste Zubereitungen damit kreiert. Lecker!

Mein erstes Hagebutten-Rezept sowie die Bezugsquelle findest du weiter unten.

Schoko-Frucht-Riegel mit Hagebutte

Schokopudding mit Hagebutte

Für dich zum Nachmachen hier das Rezept für die Riegel:

Du brauchst dafür:

  • 1 HV Mandeln
  • 6 Deglet Datteln
  • 1 TL Kakaopulver in Rohkostqualität (ich kaufe meines hier)
  • 2 TL Hagebuttenpulver
  • Bananenpfannkuchen* aka rohes Fruchtleder

So geht’s:
Die Mandeln im Mixer (ich benutze diesen) zu Mehl vermahlen. Mit den entsteinten Datteln, dem Kakao und dem Hagebuttenpulver zu einem knetbaren Teig verarbeiten. Den Teig etwa einen halben Zentimeter dick auf Bananenpfannkuchen verteilen, mit einem zweiten Pfannkuchen abdecken und in Riegelform schneiden.
Fertig – guten Appetit!

Beziehen kannst du das Hagebuttenpulver sowie die weiteren Produkte direkt im Shop des Herstellers – hier.

*Ein Rezept für Bananenpfannkuchen findest du z. B. hier.

Getagged mit: ,

Früchteluxus – auch für dich

Reife Früchte, tagtäglich, aus regionalem Anbau … ein Luxus, für den ich hier derzeit voller Dankbarkeit bin!

Zu dieser Zeit des Jahres haben wir Orangen, Papayas, Bananen, Avocados … Beeren kommen jetzt gerade,und Kirschen (recht selten hier). Die Passionsfrüchte, Grenadillen werden reif. Und so weiter.

Nicht, dass du denkst, ich will dich neidisch machen … im Gegenteil: ich habe eine Überraschung für dich! 🙂 Die Monate in Deutschland im letzten Jahr sind noch recht frisch in meiner Erinnerung, und ich weiss noch, wie dankbar ich für das Care-Paket war, dass Jurassicfruit mir dort geschickt hatte. (Hier kannst du es dir ansehen.)

Jurassicfruit versendet baumreif geerntete Früchte in Bioqualität aus Thailand, Spanien und Indonesien. Außerdem Datteln und Trockenfrüchte.

Um dir den Winter in Deutschland etwas zu versüßen, habe ich heute ein super Angebot von Jurassicfruit für dich. Einen Rabatt-Code, mit dem du als Erstbesteller 10% Rabatt auf deine Bestellung bekommst! Gib einfach diesen Code bei deiner Bestellung an

ROHMACHTFROH

… und genieß!

Getagged mit: ,

Natürlich leben, natürlich lernen

Im Gespräch mit jademond, die mich interviewt hat zum Thema „Natürliches Leben, natürliches Lernen“ … der Podcast ist schon etwas älter – ich hab ihn grad beim Aufräumen wiedergefunden -, doch worüber wir sprachen hat für mich nichts von seiner Wahrheit verloren.

Hier klicken zum Anhören.

Getagged mit: , ,
Für (f)rohe & kostenlose Newsletter direkt in deine Mailbox kannst du dich hier anmelden.

Jetzt anmelden

Warenkorb

Wenn dir mein Blog gefällt & du mir etwas dafür zurückgeben möchtest, danke ich dir für deine Spende via PayPal:

Archiv

Follow on Bloglovin