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Kinder gehen ihren eigenen (Rohkost-)Weg

Kürzlich bin ich im Netz über den Blog meiner Namensvetterin Silke Leopold, genauer gesagt, über diesen Beitrag gestolpert. Und war sehr begeistert über ihre Offenheit und Akzeptanz ihrem Sohn und dessen Ernährungsentscheidungen gegenüber. Eine Einstellung, die leider auch in der Rohkost-Welt keineswegs bei allen Eltern anzutreffen ist. Eine Einstellung, die auch ich (nicht nur im Hinblick auf die Ernährung) lebe … und lerne, denn wie ich auf meinem Weg mit „meinen“ Kindern erfahren durfte, ist das nicht immer ganz einfach.

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Wer sich bewusst mit seiner Ernährung beschäftigt und überzeugt ist, DEN richtigen Weg gefunden zu haben, möchte meist auch seinen Lieben nur das Beste geben … und übersieht dabei, das „das Beste“ nicht für jeden dasselbe ist und vor allem von jedem in sich selbst und für sich selbst gefunden werden muss. Natürlich bieten wir unseren Kindern von uns aus nur das an, von dem wir glauben, dass es ihnen gut tun wird. Aber schon nach wenigen Jahren entdecken die lieben Kleinen, dass es in der Welt noch so viel mehr gibt … und wollen auch das kennenlernen. Ganz besonders dann, wenn andere geliebte Personen (der andere Elternteil, die Großeltern, ältere Geschwister … ) es doch auch essen.

Und … bei den meisten von uns war die Entdeckung der Rohkost ein Weg. Ein Weg mit vielen Stationen, von denen wir unterwegs vielleicht schon mehrere für das Ziel gehalten haben. Wir können kaum erwarten, dass unsere Kinder (oder andere Familienmitglieder) diesen Weg ganz genauso mitgehen. So habe ich z. B. in den Kleinkindjahren des Sohnes die chinesische Küche nach den Regeln der TCM (Traditionelle chinesische Medizin), auch bekannt als 5-Elemente-Ernährung, kennengelernt und einige Jahre lang absolut überzeugt danach gekocht. Ein wesentliches Element vieler Gerichte darin ist das wirklich lange Kochen … 😉 und die Beachtung der thermischen Wirkung der Nahrungsmittel … ein anderes der fast völlige Verzicht auf Milchprodukte – mittlerweile vermute ich, dass die gesundheitlichen Verbesserungen, die wir beide damals erfuhren, zu einem großen Teil auf letzteres zurückzuführen waren. Dem Sohn hat es geschmeckt und er hat gern davon gegessen. Allerdings hat er schon damals jegliches gekochtes Gemüse abgelehnt … dafür hat er mir beim Kochen fast alles davon ROH weggenascht …tja, damals hab ich es noch nicht kapiert 😉

Als ich dann einige Jahre später zur veganen Rohkost gefunden habe, war das MEINE Erkenntnis, mein Schritt. Ich habe nicht erwartet oder gar gefordert, dass der Sohn ihn mitgeht. Jetzt ist er mehr oder weniger erwachsen, und auch wenn es mir zeitweise nicht leicht fiel, seinen Ernährungsentscheidungen zuzusehen (die sich im Laufe der Jahre zu einer überwiegend aus Junkfood bestehenden Ernährung entwickelt haben) und sie zu akzeptieren … es ist sein Weg, sein Leben, sein Körper … und ich liebe und akzeptiere ihn so wie er ist, und unterstütze ihn in seinen Entscheidungen. Letzteres allerdings im Rahmen, was das Essen betrifft. Solange er noch mit uns zusammen gewohnt hat, gab es bei uns im Haus nur vegan. Ich kann nicht, weder für ein Kind noch für einen anderen Menschen oder auch ein mit uns lebendes Tier, unterstützen, dass andere Lebewesen getötet oder misshandelt werden.

Einer der Lerneffekte dadurch: für gewöhnlich hatte der Sohn damals, pubertätsbedingt, kaum Hautprobleme. Verbrachte er jedoch ein Wochenende bei seinem Vater und ernährte sich dort mit Milchprodukten, war das gänzlich anders. Gefreut hat mich daran, dass auch er den Zusammenhang erkannt hat. Allerdings hat er nicht dieselben Konsequenzen daraus gezogen wie ich. 😉

Die Tochter ist, du kannst es hier im Blog nachlesen, mit der veganen Rohkost aufgewachsen. Ja, sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass ich diesen Weg gewählt habe. Im Laufe der Jahre hat sie, gelockt durch das, was ihr Bruder, ihr Vater oder ihre Freundinnen so gegessen haben, auch mal das eine oder andere ausprobiert. Sie hat einige Allergien (Nüsse und Eier), die zu ziemlich unangenehmen und auch potentiell gefährlichen Symptomen führen, so dass sie sehr schnell gelernt hat, vorsichtig zu sein bei ihren Experimenten. Selbst bei Rohkost informiert sie sich immer über die Zutaten, bevor sie etwas Unbekanntes probiert. Doch auch sonst ist ihr Körper so empfindlich, dass selbst veganes, glutenfreies Bio-Brot und sogar ganz einfache Mais- oder Reiswaffeln ihr umgehend Beschwerden bescheren. Eine Tatsache, die sie mitunter als höchst ungerecht empfindet. Jedoch – sie entscheidet sich aufgrund dessen bis heute von sich aus für eine rohe, vegane Ernährung. Das freut mich natürlich … doch unabhängig davon, freue ich mich, sie (und gelegentlich noch ihren großen Bruder) auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.

Auch mein Weg geht weiter … ich bin gespannt, wohin er mich führt. Ich habe im Laufe der Jahre mit der Rohkost viel gelernt … und tue das noch immer. Ernährung ist nicht alles, und auch wenn Essen und andere äußere Faktoren sehr viel Einfluss auf mein Wohlbefinden haben, so gibt es noch zahlreiche weitere Faktoren, körperliche wie auch seelische und emotionale. Doch darüber schreibe ich ein anderes Mal weiter …

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