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Suchtessen Milch & Brot

„Nie mehr Käse???“ – So die Reaktion einer nahen Verwandten auf meinen Vorschlag, doch mal auszuprobieren, ob ein Verzicht auf Käse und Brot sich positiv auf ihre Arthritis und ihr Rheuma auswirken könnte. Tatsächlich liebt sie ihr Käsebrot so sehr, dass sie lieber bereit war, sich für neue Gelenke operieren zu lassen als auch nur eine Zeitlang auf diesen Genuss zu verzichten. Und sie ist bei Weitem nicht die einzige.

Vielleicht ist dir der Zusammenhang zwischen dem gelegentlichen Café Latte und nachfolgenden Bauchschmerzen sogar bewusst; vielleicht weisst du auch nicht, dass z. B. Migräne, Entzündungskrankheiten, Gelenkschmerzen, Depressionen, Haut- und Atemwegserkrankungen häufig durch die Milch- und/oder Weizenproteine in deiner Nahrung verursacht werden. Jedoch machen Weizen- und Milchprodukte nicht nur körperlich krank; sie können auch zu massiven psychischen Störungen führen. Und: sie machen süchtig! Die in Milch und Weizen enthaltenen Proteine Kasein und Gliadine wirken im Gehirn opioid.

Werfen wir doch mal einen Blick zurück. Gehören Milch und Weizen zu unserer natürlichen Nahrung? Wurden Sie denn nicht „schon immer“ von uns Menschen konsumiert? Bei weitem nicht! Beide sind noch so neu auf unserem Speiseplan, dass unser Verdauungssystem unmöglich daran angepasst sein kann. Kuhmilch wird erst seit ca. 700 Jahren getrunken. Zwar haben Menschen schon vorher Ziegen- und Schafmilch verzehrt, die aufgrund ihres niedrigeren Kaseingehaltes besser bekömmlich ist, jedoch ist auch diese Zeitspanne im Vergleich zu unserer Entwicklungsgeschichte nur ein Augenblick. Kuhmilcheiweiss besteht jedenfalls zu etwa 80% aus Kasein, das diverse Probleme wie Haut- und Atemwegserkrankungen und Verdauungsbeschwerden verursachen kann.

Während Menschen schon weitaus länger die ursprünglichen Wildgräser verzehrt haben, gehört der gezüchtete Weizen erst seit 500 Jahren zu unserer Nahrungspalette. Dabei wurde durch immer weitere Züchtung in den letzten Jahrzehnten der Glutengehalt von ca. 5% vor 50 Jahren auf jetzt gut 50% erhöht. Gluten heisst auch „Klebereiweiß“ und das aus gutem Grund. In der Industrie wird es auch für die Herstellung von Klebstoffen verwendet; unseren Darm verkleistert es ebenfalls und behindert somit die Nährstoffresorption. Dadurch kommt es zu Nährstoffmangel, der langfristig zu sowohl physischen als auch psychischen Problemen führen kann. Kasein wurde bereits in der Steinzeit als Bindemittel für Farben benutzt. Beide zusammen führen, da sie von den allermeisten Menschen aufgrund fehlender Enzyme nicht vollständig verwertet werden können, zum Zurückbleiben unverdauter Peptide im Darm und daraus resultierend zu chronischen Entzündungen insbesondere im Dünndarm und zu einer Verkümmerung von Darmzotten. Neben der sich dadurch weiterhin verschlechternden Nährstoffaufnahme wird auch die Darmwand durchlässig und die Peptide gelangen direkt in unsere Blutbahn, wo sie zahlreiche allergische Symptome hervorrufen können.

Mehr noch: diese Peptide setzen im Nervensystem eine ähnliche Reaktion frei wie Morphin – eines der stärksten Schmerzmittel überhaupt. Dabei ist die Wirkung der Gliadine aus dem Weizen noch wesentlich stärker als die der Kaseine. Anders als andere Drogen wirken diese Stoffe jedoch nicht sinnesberauschend, sondern erzeugen eine Nahrungsmittelsucht. Wir fühlen uns (scheinbar) wohl durch den Genuss von Käse, Brot, Nudeln, Schokolade usw., während sie tatsächlich unsere Sinne betäuben und uns schläfrig machen.

Weizenprodukte manipulieren unseren Körper derart, dass wir schon nach kurzer Zeit das Verlangen nach mehr davon bekommen. Durch das dumpfe, betäubte Gefühl nach dem Verzehr von Weizen suchen wir nach etwas, um unsere Energie wieder anzuregen – mehr Weizen. Die Gliadine aus dem Weizen wirken derart appetitanregend, dass sie bis zu unstillbarem Appetit und Esssucht führen können. Und das ist kein Zufall: Die Manipulationen des Weizens in Folge der Genforschung der 70er Jahre sollte zum Einen die Anforderungen der industriellen Backwarenproduktion erfüllen, zum Anderen ging es schlicht um die Steigerung der Erträge: Der Verzehr des in seiner Aminosäurenzusammensetzung veränderten Weizens erhöht die tägliche Kalorienaufnahme im Schnitt um 40% – wer Weizenprodukte isst, will immer mehr und kauft immer mehr. Ob du geschälten oder Vollkornweizen isst, macht übrigens keinen Unterschied.

Probier doch mal aus, einige Tage lang konsequent auf Getreide in jeder Form zu verzichten. Wahrscheinlich wirst du Entzugserscheinungen in Form von Müdigkeit, Depressionen, Gemütsverstimmungen, Gehirnnebel bekommen. Wenn du das durchhälst, wirst du jedoch belohnt durch wesentlich mehr Klarheit, Energie und bessere Stimmung!

Falls du weiterhin Getreide in deiner Ernährung behalten willst, steig besser auf glutenfreie Sorten wie Reis oder Hirse oder, noch besser, andere Alternativen wie Buchweizen um. Insbesondere letzterer lässt sich auch hervorragend roh genießen!

Am besten deckst du deinen Bedarf an Kohlenhydraten aus frischen Früchten – der Nahrung, die die Natur für uns vorgesehen hat und die garantiert keine unerwünschten Nebenwirkungen mit sich bringt!

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(Quelle: Zentrum für Gesundheit)


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