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Rohkostkonzepte: Instinkto

Wie bei so vielen der bekannten Rohkostvertreter basiert auch das Konzept der Instinktoernährung, begründet durch Guy Claude Burger, auf einer (Krebs-)Erkrankung, von der Burger sich durch Rohkost geheilt hat. Die Instinktos gehen, wie auch die Urköstler, davon aus, dass der menschliche Körper an die Nahrung, die ihm seit Urzeiten zur Verfügung steht, genetisch angepasst ist & nur damit optimal funktionieren kann. An die durch Erhitzen & andere Veränderungen entstehenden Moleküle ist er nicht angepasst & kann diese Stoffe nicht ohne schädliche „Nebenwirkungen“ verstoffwechseln. Zur Nahrungspalette der Instinktos gehören, anders als für die UrköstlerInnen, auch Fleisch, Fisch & Eier. Auch wenn ich dem in keinster Weise zustimme, möchte ich das Instinkto-Konzept hier gern vorstellen, da es einige andere Aspekte betont, die mir beachtenswert erscheinen & die meiner Erfahrung nach auch bei veganer Rohkost eine Rolle spielen.

Die grundlegende Idee der Instinktoernährung ist, wie der Name schon sagt, die instinktgesteuerte Auswahl der Nahrung. Aus der Palette der ursprünglichen Nahrung wird per Geruchssinn das ausgewählt, was gerade am genussvollsten erscheint. Es wird immer mono gegessen und zwar soviel, bis eine Sperre eintritt oder erste Anzeichen von Völlegefühl. Hierbei unterscheiden die Instinktos vier Geschmacksphasen:

  • 1. Die himmlische Phase: das sollte der Normalzustand sein, der zeigt, dass das gerade gegessene Nahrungsmittel optimal für den Körper ist & es einem gut geht. Während starker Entgiftungsphasen verschwindet diese Phase – vielleicht ein Zeichen, dass besser gefastet werden sollte?
  • 2. Die angenehme Phase: es schmeckt noch immer, alles okay.
  • 3. Die unangenehme Phase: es schmeckt nicht mehr, dasselbe Essen ist plötzlich sauer/zu süß/zu bitter oder sonstwie unangenehm. Spätestens jetzt sollte die Mahlzeit beendet werden.
  • 4. Die schmerzhafte Phase: die eintritt, wenn nach der 3. Phase doch weitergegessen wird. Deutlich zu bemerken zum Beispiel bei Ananas.

Optimalerweise sollte nur wilde Nahrung gegessen werden. Bei Zubereitungen/Mischungen funktioniert der Instinkt nicht & sogar bei veredelten/gezüchteten Nahrungsmitteln nur begrenzt; daher sollte bei letzteren nach der himmlischen Phase mit dem Essen aufgehört werden.

Burger geht davon aus, dass das instinktive Erkennen falscher/richtiger Zusammenstellungen durch Geruch & Geschmack nur bei von Geburt an rohköstlich & instinktiv ernährten Menschen funktioniert & hat daher sogenannte Menüführer für die Mahlzeiten entwickelt:

Morgens wird nur Wasser getrunken & Kassia gelutscht, damit der Körper Zeit zum Entgiften hat. Mit dem Essen wird erst Mittags begonnen.

Zum Mittagessen werden zuerst Früchte gegessen, wobei eine Auswahl von mindestens fünf verschiedenen Sorten durchgerochen wird. Es wird die am besten riechende Sorte ausgewählt. Nur wenn eine Frucht gut riecht & einem dabei tatsächlich „das Wasser im Mund zusammenläuft“, darf sie gegessen werden. Wird keine Frucht gefunden, probiert man dasselbe mit Gemüse. Wird auch dabei nichts Appetitanregendes gefunden, wird zu dieser Mahlzeit gefastet. Die ausgewählte Frucht wird bis zum Ende der himmlischen Phase gegessen. Ist danach noch Appetit auf mehr da, riecht man sich nochmal durch die Früchtepalette & wählt ggfs eine weitere Frucht. Gegessen wird bis zu einem Gefühl der Zufriedenheit, jedoch wird nach spätestens drei Fruchtarten die Mahlzeit beendet. Wurden weniger Früchte gegessen, darf man zum Abschluss noch Datteln oder Honig essen – Auswahl auf dieselbe Art, Essensmenge bis zum Ende der himmlischen Phase.

Abends gibt es Eiweiße & Fette. Die vegane Auswahl beinhaltet Nüsse, Kerne, Ölsaaten, Hülsenfrüchte, Pilze, Oliven, Avocados, Safus, Kokosnüsse. Es darf nur eine Sorte Rohkosteiweiß gegessen werden, anschließend gibt es bei Bedarf noch Gemüse (evtl mehrere Sorten nacheinander).


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