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Warm & kalt – chinesische Rohkost

Jahreszeitbedingt bleibt dies wohl für die nächsten Monate ein aktuelles Thema: wie halte ich mich mit Rohkost warm? Heute dazu mal etwas aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die – ganz im Gegensatz zur hiesigen Schulmedizin – darauf basiert, die Gesundheit der Menschen zu erhalten statt ihre Krankheiten zu heilen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Ernährung. Die den Körper im Gleichgewicht halten soll. Früher, zu Kochkostzeiten, habe ich mich mit dieser Art der Ernährung jahrelang sehr wohl gefühlt. Manche Aspekte dieser Ernährungslehre kann ich heute kaum noch nachvollziehen: klassischerweise wird nämlich fast alles gekocht, häufig sogar stundenlang. Selbst Obst. Von Rohkost wird ihrer Kälte wegen den meisten Menschen eher abgeraten. Vieles, wie zum Beispiel die Zuordnung der Nahrungsmittel zu den 5 Elementen des chinesischen Systems & auch die Einteilung der Nahrung entsprechend ihrer thermischen Wirkung, lässt sich jedoch auch auf die Rohkost anwenden. Und kann vielleicht Unterstützung dabei sein, wenn du nach dem richtigen Gleichgewicht, der richtigen Gestaltung deiner Rohkost suchst. Zum Beispiel, wie neulich schon einmal kurz angesprochen, beim Zusammenstellen des rohen Speiseplans passend zu den klimatischen Verhältnissen.

In der TCM werden 5 Elemente unterschieden: Holz, Feuer, Erde, Metall & Wasser. Die Nahrungsmittel lassen sich anhand ihrer Eigenschaften diesen Elementen zuordnen:

  • Holz = sauer, grün, zusammenziehend
  • Feuer = bitter, rot, ausleitend
  • Erde = süßlich, gelb, befeuchtend
  • Metall = scharf, rund, weiß, öffnet die Poren
  • Wasser = salzig, fast schwarz, kann abführend wirken.

Optimalerweise soll in einer Mahlzeit aus jedem Element etwas enthalten sein oder auch mal die ganze Mahlzeit aus Nahrung, die dem Erdelement zugeordnet wird, bestehen.

Jeder der vier Jahreszeiten wird ebenfalls ein Element zugeordnet, welches während dieser Jahreszeit auch bei der Nahrungszusammenstellung ein größeres Gewicht hat. Zum Frühling gehört beispielsweise das Element Holz; während des Frühlings mehr aus dem Holz-Element zu essen, unterstützt den Körper während dieser Jahreszeit besonders beim Entgiften & Regenerieren nach dem Winter. Zum Sommer gehört das Feuer, zum Herbst Metall, zum Winter Wasser. Zwischen den Jahreszeiten (die nicht exakt mit unserem westlichen Jahreszeitenkalender übereinstimmen) gibt es neutrale Phasen, in denen viel Nahrung aus dem Erd-Element hilft, das Gleichgewicht zu bewahren. Da die Früchte & Gemüse aus dem Erdelement besonders die „Erdung“ unterstützen, eignen sie sich übrigens ausgezeichnet für kleine Kinder, die mit fester Nahrung gerade erst anfangen.

Weiterhin werden die Nahrungsmittel gemäß ihrer thermischen Wirkung bzw. ihrem Yin-/Yang-Aspekt unterschieden. Nahrung mit viel Yang wirkt heiss, überwiegend Yin bedeutet kalt. Auch hier gilt es, das Gleichgewicht zu bewahren. Am besten dafür sind neutrale Nahrungsmittel. Kühles & Warmes können sich gegenseitig ausgleichen, Kaltes & Heißes sollte nur sehr vorsichtig verwendet werden. Logischerweise darf bei warmem Wetter oder anstrengender körperlicher Tätigkeit mehr Kühles (Erfrischendes) & auch mal Kaltes in der Nahrung sein, im Winter mehr Warmes & auch etwas Heißes.

Ich habe euch hier mal eine Übersicht gemacht, eine Einteilung unserer Nahrungsmittel gemäß den Elementen & der thermischen Wirkung (Draufklicken zum Vergrößern!):

Einteilung der Nahrung nach den fünf Elementen

Wenn ich mir die Tabelle so ansehe, fällt mir auf den ersten Blick auf, dass der Großteil unserer Nahrung im Erdelement zu finden ist. Und dass typische jahreszeitliche Varianten meiner Ernährung sich hier ebenfalls wiederfinden: die Vorliebe für Ingwer im Herbst, Melone im Sommer, Löwenzahn im Frühling …. Wildkräuter sind in dieser Tabelle nicht enthalten, aber anhand der genannten Früchte, Gemüse & Blätter & der Eigenschaften der einzelnen Elemente lassen sie sich recht einfach einordnen: die bitteren Blätter gehören natürlich zum (ausleitenden) Feuerelement, Saures zum Holz, Scharfes zum Metall. Milde Kräuter wie Malve & Melde etc würde ich dem Erdelement zuordnen. Bei Brennessel & Beinwell bin ich mir nicht sicher, ob sie eher Feuer oder Erde sind?!? Na, egal – natürlich sollte die Wahl der Nahrungsmittel sich weiterhin nach dem individuellen Bedarf, dem eigenen Gefühl (Instinkt) richten, nicht nach irgendwelchen Tabellen. Vielleicht jedoch eine hilfreiche oder inspirierende Grundlage zum Ausprobieren? Gerade hinsichtlich des Warmhaltens jetzt im Herbst & Winter …


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Ein Kommentar zu “Warm & kalt – chinesische Rohkost
  1. bianca sagt:

    oh wie super…..wie toll, das kopier ich mir mal raus;-)

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