(f)roh & frei leben. silkes roh-vegane welt.

Ausnahmen

Manchmal scheint es ein Wettbewerb zu sein – 100% Rohkost heisst das Ziel. Ohne „Ausnahmen“. Essen nach festen Regeln, nach strengem Plan. Was ist erlaubt, was verboten. Okay, manche leiden unter schweren Krankheiten & eine ausschliessliche Urkost-Ernährung ist ihre einzige wirkliche Chance – in dem Fall spricht sicher viel dafür, die 100% Urkost (erstmal) diszipliniert in Form einer strikten Diät zu praktizieren. Aber mir geht es mehr um die vielen anderen, die es aus weniger dramatischen Gründen zur Rohkost zieht.

Die, die aus verschiedensten Gründen roh essen wollen. Die die Vorteile der Rohkost erkannt haben, aber offenbar trotzdem noch nach gekochtem Essen verlangen – und diesem Verlangen auch ab und zu nachgeben. Und das dann „Ausnahmen“ nennen. Wenn die Ausnahmen regelmäßig werden, wird die Ernährung künftig vielleicht als „90% Rohkost“ beschrieben. Oder es wird, um sich selbst darüber hinweg zu trösten, dass die selbstgesetzten Maßstäbe nicht erreicht werden, verglichen. Mit anderen Rohköstlern. „Er/sie isst ja auch ab und zu Gekochtes.“ Sehr beliebt sind dabei Klatsch & Tratsch über bekannte Namen aus der Rohkostszene. Wurde Franz Konz nicht doch im Restaurant beim Essen eines Fleischgerichts gesehen? Und Brigitte Rondholz – bestimmt macht sie doch mal „Ausnahmen“ – oder?

Was spielt das für eine Rolle? Es ist doch für das eigene Wohlbefinden vollkommen egal, ob eineR von den beiden tatsächlich auch mal etwas Nicht-Rohes isst – das hat mit mir nichts zu tun. Entweder geht es mir gut – dann ist alles in Ordnung, egal, wieviel % roh ich esse. Oder es geht mir meiner Ernährung wegen nicht gut. Dann hilft es doch aber auch nicht, dass andere Leute vielleicht mal Nudeln essen.

In meinem Umfeld, besonders bei anderen RohköstlerInnen, heisst es häufig, ich sei „strenge“ Rohköstlerin. Meine Ernährung hat aber mit Strenge, Dogma oder Disziplin überhaupt nichts zu tun! Ich esse alles, was ich mag. Ich mag eben nur roh 🙂 … und wie gern! Ich habe in den letzten Jahren Früchte kennengelernt – wow! Niemals habe ich zu Kochkost-Zeiten auch nur etwas annähernd so köstliches gegessen! Nicht-Rohes reizt mich einfach überhaupt nicht. Im Gegenteil. Selbst frühere Lieblingsgerichte wirken auf mich jetzt etwa so verlockend wie auf die meisten Menschen vermutlich ein Teller voller Kakerlaken.

Wie wir unser Leben leben – und Essen gehört nun mal dazu – sollte sich leicht & mühelos anfühlen. Sonst läuft irgendetwas verkehrt. Schon die Bezeichnung – „Ausnahmen“ – verrät viel. Das heisst doch, dass da jemand sich bemüht, nach Plan zu essen. Sich Dinge erlaubt oder verbietet. So lebe ich nicht. Ich tue, was ich will & ich esse, was ich will. Wenn ich Brot essen wollte, würde ich es tun. Ich will aber viel lieber Kirschen. Oder Durian. Oder Feigen 🙂

Nehmt es leicht, geht euren Weg so, wie es sich gut & richtig für euch anfühlt, aber setzt euch nicht unter Druck. Genießt die schönen Aspekte der Rohkost, konzentriert euch auf das, was euch daran Spaß macht & gut tut – dann wird der Rohkost-Anteil von ganz allein steigen. Und nicht vergessen: wir essen, um zu leben – nicht umgekehrt!


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