(f)roh & frei leben. silkes roh-vegane welt.

Roh auf Reisen: Sommer-Sonnen- und andere Wenden

Vergangenen Dienstag habe ich Portugal verlassen … mit blutendem Herzen. Über die Grenze nach Spanien zu fahren, hat sich unglaublich schwer angefühlt. So viel Traurigkeit. Doch die Zeichen entlang des Weges haben mir immer wieder bestätigt, dass ich gehen soll. Zerrissenes Herz – es zieht in beide Richtungen. Für den Moment habe ich mich für das Ziehen in Richtung Tochter entschieden. Denn: ja, es gibt natürlich einen wichtigen Grund, der mich trotz des Trennungsschmerzes aus Portugal fortgehen lässt. Dazu gleich mehr.

Am Straßenrand in Portugal, kurz vor der Grenze



Castelo de Vide

Doch zuerst einmal kurz über meine Reise: In der ersten Nacht außerhalb von Portugal habe ich mein Zelt bei Salamanca aufgeschlagen … wie schon in der vorhergehenden Nacht in Portugal, relativ nah den Feuern, zuckten auch hier Blitze am Nachthimmel, doch es war nicht gar so heiss wie in Portugal. Nur um die 36° C – 10 weniger immerhin. Unglaublich schön und beeindruckend sehen solche Hitzegewitter aus. Ich empfand es jedoch, wissend, dass solche Blitze die gewaltigen Feuer des vorhergehenden Wochenendes entzündet hatten, auch als etwas beängstigend. Vor allem mit dem Geruch nach frischem Rauch in der Luft dazu.

Der zweite Tag führte mich bis in die Gegend von San Sebastian, wo ich mein Zuhause für die Nacht unter einem Feigenbäumchen aufgeschlagen habe. Zeit zum Durchatmen nach Tagen voller Emotionen, und nun auch schon drei Tagen auf der Straße. Dort habe ich, ganz für mich allein, Mittsommer gefeiert. Die Sommersonnenwende, die diesmal auch für mich so manches wendet. Voller Dankbarkeit für mein freies Leben, und all die Liebe darin. Froh & dankbar, dass meine Freund*innen und Bekannten in Pedrogao Grande (unserem Wohnort des letzten Herbsts und Winters) die Waldbrände heil überstanden haben. Mit Schmerz über die momentanen Trennungen … und Zuversicht für eine Lösung für die Tochter, zu der ich gerade reise.

Auf meinem weiteren Weg, durch Frankreich nun, versuchte ich mich von dem Schock zu erholen. Portugal verlassen zu haben, fühlte sich noch immer schmerzhaft und falsch an … Und: ich war im Kulturschock. Nach 7 Wochen in der Natur, Stille und Einsamkeit erschien die Welt hier draußen entlang meines Wegs viel zu laut, zu voll, zugebaut, naturfern. Ich habe einen Abstecher ans Meer gemacht – der Atlantik ist auch im Südwesten Frankreichs wunderschön – und trotz allem die Schönheit der (natürlichen, gemischten) Wälder inmitten von Frankreich genossen. Geschlafen habe ich dort unter Lindenbäumen.

Meer hilft immer

Am Strand bei Mimizan

Das Meer hat mir mein Mittagessen geschenkt 🙂

Linden inmitten vom grünen Frankreich

Nachtruhe unter Bäumen

Schließlich bin ich heil in Deutschland gelandet. Habe in Freiburg eine langjährige „virtuelle“ Freundin endlich mal „real“ getroffen, bevor ich dann nach der letzten Etappe meinen Wohnort für die nächsten Wochen erreicht habe. Voll von Dankbarkeit für so viel Wunder und Schönheit entlang meines Wegs, und für meinen wunderbaren 23 Jahre alten Golf, der mich erneut die 2600 km lange Strecke hierher gebracht hat. <3

Und warum nun diese Reise? Warum der schwere Abschied von Portugal? Mein Herz sagt mir, dass ich jetzt hier, in Deutschland, gebraucht werde. Die nächsten Wochen bringen hoffentlich Entspannung und eine Lösung für die Gestaltung der nächsten Zukunft – für das Leben der Tochter. 12 Jahre alt und bislang ohne Schule aufgewachsen. In den letzten Monaten hat sie immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, es doch mal mit der Schule zu probieren. Aus Neugier – das ist eine Erfahrung, die fast alle ihre Freund*innen gemacht haben, von der sie schon viel gehört hat, doch die sie noch nie selbst erlebt hat. Und vor allem: ihre Sehnsucht nach häufigerem & einfacherem Kontakt zu Freund*innen. Das war schon länger schwierig, & wir waren in all den Jahren insbesondere auch deshalb viel unterwegs in der Welt. Bisher ist es jedoch nur ein Gedankenspiel; so wirklich wollte sie es noch nicht tun. Denn sie ist sich durchaus bewusst, dass das Ganze eben eine Medaille mit zwei Seiten ist. Und Erfahrungen mit derartiger Gruppendynamik, der Bewertungskultur und … hm, ich nenn es mal: pädagogischer Behandlung hat sie durchaus schon in unterschiedlichen Zusammenhängen gemacht – und es nie gemocht. Auch hat sie noch nie(!) ein Schulkind getroffen, das sie bemitleidet hätte, weil sie nicht in die Schule geht – jedes andere Kind hat sie immer nur beneidet & sich gewünscht, auch so frei leben zu können. 😉

Nun hat sie die vergangenen Wochen zu Besuch in ihrem Papa-Zuhause verbracht. In Deutschland. In vielerlei Hinsicht fühlt sie sich dort sehr wohl, und mag manches an dieser Welt auch lieber als an meinem bunten & abwechslungsreichen Leben. Ohnehin ist es ihr wichtig, uns beide – ihren Vater und mich – in ihrem Leben zu haben & eben auch ihn möglichst oft zu sehen. Jedoch: ihr Vater hält es für besser, dass sie zur Schule geht. Auf ihre Meinung hört er nicht so recht und glaubt ohnehin eher, dass ein Kind so etwas nicht selbst entscheiden könne. Zudem hat er die in Deutschland ja rechtlich nicht so ganz einfache Lage selbst als Belastung empfunden. Er & seine Frau haben sie dort nun zunehmend unter Druck gesetzt und die Situation war ziemlich unentspannt geworden, für alle Beteiligten.

So hab ich mich entschieden, einen Platz zu suchen, an dem die Tochter erst einmal mit mir zur Ruhe kommen kann. Sich entspannt & ohne Druck überlegen kann, was sie gerade möchte & wie sie ihr Leben in den nächsten Monaten gestalten möchte. Und wir dann, in gemeinsamen Gesprächen, eine Lösung finden, die für alle funktionieren kann & eben auch zu unser aller Lebensvorstellungen & Wünsche für uns selbst passt.

So sind wir nun hier. Ich genieße es, nach langer Trennung (während der wir jedoch die ganze Zeit in intensivem Austausch waren) nun wieder „echte“ Zeit mit der Tochter zu verbringen. Bin zuversichtlich hinsichtlich der Lösung dieser Situation. Und gespannt, wie der Fluss weiterfließen wird. 🙂

Bella White Hazelnut, Anita Feiertag gefällt dieser Artikel
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In der portugiesischen Wildnis

6 Wochen ist es schon her, mein Trip in die „Wildnis“ – ca. 1 Woche unterwegs, am Meer, im Wald, allein, mit Zelt. Ohne Dach über dem Kopf, ohne Strom, ohne Internet. Es kommt mir ewig lange her vor, die Zeit ist geflogen. Nun steht, nach meiner Rückkehr in die (relative 😉 ) Zivilisation, mit House- und Tiersit, schon die nächste Reise an. Höchste Zeit also, dir endlich, wie angekündigt, von meinem „Retreat“ zu erzählen. Das versprochene Video gibt es doch (noch) nicht – an meinem momentanen Standort reicht das Internet bei Weitem nicht zum Hochladen sovieler Megabytes. Also erstmal in Textform. 😉

In diesem Moment bin ich noch in dem Haus zu Gast, das ich zuletzt gehütet habe. Mehrere Kilometer entfernt vom nächsten Dorf, zu erreichen über einen sogenannten Caminho: eine der vielen unbefestigten Straßen hier, die teilweise (wie auch dieser hier) alles andere als eben und komfortabel zu befahren sind. Wunderbar ruhig ist es hier, weit und breit keine Menschen, dafür ein Hund und 4 Katzen und ein herrlich wilder Garten, in dem sich einige zu pflegende Salat- & Gemüsebeete und Obstbäume befinden.

Das Leben ist einfach hier: geduscht wird draußen. Ebenso Wäsche gewaschen und Geschirr gespült. Wir haben sogar fließend kaltes und heißes Wasser: morgens ist es kalt, später am Tag, wenn die Sonne auf Tank und Schläuche scheint, kochend heiss. 😀 Zumindestens dieser Tage, wenn das Thermometer bis auf 48° C klettert. Das Kompostklo befindet sich weit weg vom Wohnhaus. Es gibt ein bisschen Strom, dank Solarzellen, mit dem ich Laptop und Blender betreiben kann, nicht jedoch den Vitamix. Wie schön, dass ich mein Rohkost-Café-Angebot auf den Märkten so flexibel gestalten kann, wie ich will … eine feste Speisekarte gibt es nicht; das Angebot variiert nach Lust, Laune & den Umständen. 🙂

Rohkost-Café auf dem Markt in Sao Luis

Rohkost-Café auf dem Markt in Sao Luis

Rohkost-Café auf dem Markt in Sao Luis

Rohkost-Café auf dem Markt in Sao Luis

Ich genieße das einfache Leben und SEIN hier total. Die meiste Zeit verbringe ich draußen, arbeite im Garten oder BIN einfach nur. Hach :).

Gurken gepflanzt – inzwischen haben wir schon davon gegessen 🙂

Tomaten ausgegeizt, hochgebunden, gegossen … die ersten haben wir gestern geerntet.

Internet gibt es auch (in einer Geschwindigkeit, die mich schon fast an Modem-Zeiten erinnert), doch mich zieht es derzeit so gar nicht an den Bildschirm. Was auch der Grund ist, warum du von meinen Tagen im Wald so lange nichts gehört hast. Denn erzählen möchte ich dir schon die ganze Zeit sehr gern davon … und bevor ich heute nachmittag wiederum weiterziehe und dem überraschenden Fluss meines Lebens folge, hab mich also heute endlich mal dazu aufgerafft.

Wie war es also, mein ganz eigenes kleines Silent Retreat, draußen am Meer und im Wald? Intensiv war es. Emotional. Schmerzhaft. Wunderschön. Befreiend. … Da waren ein paar Themen, die mich gerade beschäftigt hatten und die nun, in der Stille, die ich mir gegönnt habe, wirklich in mir hochgekommen sind. Darüber schreibe ich demnächst noch mal Genaueres. Denn mit einem Teil davon hängt meine nächste Reise zusammen … Außerdem auch noch manche neue Ängste, die sich aus der Situation ergaben und von denen ich vorher nicht einmal wusste, dass ich sie hatte. Was für eine Befreiung, sie anzusehen, anzunehmen, zu durchleben, zu überleben und sie zu überwinden. Wunderschön. Und wunderschön sowieso die Natur um mich herum. All die Schönheit, die mich umgibt. Die Stille. Das Gefühl von Freiheit – wiederum, in mehrfacher Hinsicht, erlebt zu haben, wie wenig ich wirklich brauche.

Gestartet bin ich am Morgen, mit vollbepacktem Auto, noch nicht wissend, wo ich schlafen werde. Erst einmal zum Meer. Zu meinem Lieblingsstrand in der Gegend. Wo ich, oh Wunder, sogar einen Felsen voller Blasentang gefunden habe. Frische Algen – njam!

Den Tag habe ich überwiegend in den Dünen verbracht. Einfach dort gesessen. Sein. Meine innere und äußere Welt betrachtend. Und habe u. a. beobachtet, wieviele Ängste in mir hochkamen, weil ich überhaupt nicht wusste, wo ich schlafen sollte. Es war recht kühl geworden (kaum zu glauben, dass das erst 6 Wochen her ist 😉 ); zu kühl zum Schlafen im Zelt, mit meinem dünnen Schlafsack. Schon lange wünsche ich mir einen Reisevan, ein kleines Wohnmobil … aber ja, noch hat keines in mein Leben gefunden. Meine Idee war, dass ich vielleicht doch im Auto (einem Golf) schlafen könnte, wenn ich alle Sachen auf eine Seite räume. Das erwies sich leider als Illusion – keine Chance, in dem vollgepackten Auto (ich fahre außer meinen Sachen vor allem auch noch einen Haufen Kleidung, Bücher und Materialien der Tochter durch die Welt.) genug Platz für mich zum Liegen zu schaffen. So stand ich da also, abends kurz vor dem Dunkelwerden. Selbst wenn es wärmer gewesen wäre, war es nun zu spät, noch im Wald nach einem Zeltplatz zu suchen. Und so endete mein erster „Wildnis-Tag“ statt im Schlafsack im ersten richtigen Bett seit über drei Monaten: in einem Hostelzimmer im nahgelegenen Cercal. Es ist mir gelungen, dies nicht als Versagen zu empfinden, sondern einfach nur den Luxus des Bettes und der tollen Dusche dort total zu genießen.

Am nächsten Morgen bin ich dann in den Wald gefahren. Habe einen wunderschönen, magischen Ort gefunden, nah einem Wasserfall – und wusste: hier möchte ich heute sein.

Also Zelt aufgebaut & eingerichtet und mich an meiner Umgebung gefreut. Nach einem Picknick im Schatten der Bäume habe ich dann, auf der Suche nach einem Platz zum Pinkeln, entdeckt, dass die gesamte Umgebung jenseits der mich umgebenden Büsche von Wildschweinen zerwühlt war. Wiederum Angst. Ich hatte keine Ahnung, wie Wildschweine sich verhalten. Zwar hatte ich keine Sorge, dass sie mich angreifen würden, doch wusste ich nicht, ob sie nicht vielleicht einfach über mein kleines Zelt hinwegtrampeln würden? Falls du mich jetzt auslachst – nur zu. Das haben mittlerweile schon ein paar Menschen getan. Und mir erzählt, dass Wildschweine ganz menschenscheu seien und sicher einen weiten Bogen um mich und mein Zelt machen würden. Doch das wusste ich damals noch nicht, und meine Angst war groß. Ich hatte überhaupt hier in Portugal schon öfter erfahren, wie unsicher und unerfahren ich doch in der Natur bin. Hier führen auch weite Wege durch den Wald, zu Freund*innen und Bekannten, unbefestigt, ohne Schilder, und mir fällt die Orientierung da oft noch schwer. Mein bisheriges Leben hat mich viel über Großstädte gelehrt. Doch mich im Wald zurechtzufinden, das lerne ich gerade erst. Mit viel Freude übrigens – das ist keine Klage hier :).

Also, zurück zu den Wildschweinen. Ich habe mich dann entschieden, auf dieser wunderschönen Wiese doch nur den Nachmittag zu verbringen und mir doch lieber einen anderen Platz für die Nacht zu suchen. Nicht weit entfernt habe ich einen gefunden. Ebenfalls sehr schön, wenngleich nicht ganz so magisch wie der erste. Dafür mit fließend Trinkwasser – direkt neben einer Quelle.

Dort bin ich dann die nächsten Tage geblieben. Nur viermal in der ganzen Zeit kamen andere Menschen vorbei, um Wasser zu holen. Unter anderem eine ganze Horde Cross-Biker, die mit ihren Motorrädern über den schmalen Pfad bis zur Quelle gefahren sind (wobei sie erstaunlich wenig Schaden hinterlassen haben). Sie haben sich für die Störung entschuldigt und sind schnell weitergezogen. Und vier reisende Französinnen, die sich an der Quelle gewaschen haben. Und dabei erstaunlicherweise mehr Spuren hinterlassen haben als die Biker – der Geruch diverser Shampoos etc hing noch stundenlang in der Luft.

Die übrige Zeit war ich ganz allein mit mir. Bin ein wenig herum gewandert, habe etwas Yoga gemacht, vom mitgebrachten Obst und Gemüse gegessen, wenn ich hungrig wurde, und ansonsten in der Sonne bzw. im Schatten herumgesessen. Und mich und all die – ohne Ablenkung von außen – hochkommenden Gedanken & Gefühle beobachtet. Und gefühlt. Heftig teilweise. Schmerzhaft. Und doch – so gut, wenn auch das, was sich nicht gut anfühlt, da sein darf. Ich mich nicht ablenke, es nicht wegdränge. Es annehme, fühle, … und durch den Sturm der Emotionen hindurch in die Mitte, zu mir, ins Auge des Sturms gelange. Manchmal ist es nicht so leicht, nicht im Wirbelsturm mitgerissen zu werden. Und in den Emotionen stecken zu bleiben. Doch wenn ich es schaffe, hindurch zu kommen … sind all die Emotionen immer noch da. Ich kann sie nun beobachten. Denn – ich bin nicht meine Gefühle. Oder meine Gedanken. Ich bin diejenige, die diese Gefühle und Gedanken beobachtet. Und damit immer näher zu mir selbst komme.

In jenen 4 Tagen mit mir allein bin ich durch viele Stürme gegangen und bei einigen davon habe ich es nicht in die Mitte geschafft. Oder bin immer wieder in den Sturm zurückgezogen worden. Nach 4 Tagen hatte ich für den Moment genug davon & habe wieder menschliche Gesellschaft gesucht – und gefunden. Und damit wieder etwas mehr Erdung … genau das, was ich brauchte. Glücklicherweise hatte ich auch bei dem anschließendem Housesit, am oben beschriebenen abgelegenen Platz, viel Zeit für mich allein. Und habe dort dann wieder das richtige Gleichgewicht gefunden für mich – zwischen Körper & Seele, Alleinsein und Gemeinschaft.

Wundervolle & intensive Wochen waren das wiederum. Wie wundervoll doch dieses Leben ist – mit all seinen Höhen und Tiefen. Auch jetzt wieder – heute gehe ich erneut auf Reisen. Richtung Norden diesmal. Nach Deutschland. Zur Tochter. Sie braucht mich dort, und mein Herz sagt mir, dass ich gehen muss. Doch zugleich … will mein Herz hier bleiben. Nicht weg gehen. Nicht hier aus Portugal – wundervolles heisses Land – wiederum eines, das mir das Gefühl gibt, schon hier gewesen zu sein. In früheren Leben? Nicht aus dem, was hier so langsam in meinem Leben wächst, liebe Menschen, die ich hier kennengelernt habe. Vor allem möchte ich nicht weg von einer ganz bestimmten Person, deren Nähe ich in den vergangenen Wochen und Monaten hier so sehr genossen habe. …

Boah, das ist ein langer Text geworden. Ich weiss nicht, ob du darin irgendetwas für dich findest. Ich hab das jetzt ziemlich schnell geschrieben und werde es, aus Zeitgründen, nicht noch einmal durchlesen. Sondern noch einen Blick auf Google Maps werfen, das Auto fertig packen und dann, wenn es hoffentlich nicht mehr gar so heiss ist, losfahren.

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Grünzeug: Melisse

Manches, was hier in Portugal so wild wächst, ist auch in der Welt der Heilpflanzen bekannt & wird anderenorts speziell dafür angebaut. Wie z. B. die Zitronenmelisse. Mir schmeckt sie wunderbar, z. B. zu Banane

Bananen-Kakao-Melisse-Pralinen

… auch ohne, dass ich bisher von ihrer im Folgenden beschriebenen Wirkung wusste.

Sicher eine Pflanze, die „einfach“ zu essen ist für all die, die sich mit dem Grün in ihrer Ernährung gerade erst anfreunden, denn sie schmeckt leicht aromatisch und recht mild. Mit ihrer beschriebenen Wirkung ist sie sicher gut geeignet für dich, wenn du auch hochsensibel bist – probier doch einfach mal. Ein Blättchen, einzeln, für sich. Damit du auch wirklich spüren kannst, ob sie dir schmeckt. Denn wenn das so ist, ist sie sicher gut für dich. Wenn nicht – lass es einfach erstmal sein & probier es in ein paar Wochen noch einmal. Nicht alles aus dem Bereich der Natur, was ist grün ist & allgemein als „gesund“ gilt, ist gut & passend für jede*n zu jedem Zeitpunkt. Anders als bei verarbeiteter Nahrung jedoch (bei der ich bei Nicht-Mögen sicher nicht empfehlen würde, es später erneut zu probieren 😉 ), musst & sollst du dich nach vielen Jahren mehr oder weniger denaturierter Nahrung zunächst wieder an die natürlichen, echten Geschmäcker gewöhnen.

„Wesen der Pflanze: Besänftigung, Weichheit, Milde
Man könnte die Zitronenmelisse als Essenz aus der Summe vieler Heilpflanzen bezeichnen. Das Individuelle, das eine Heilpflanze auszeichnet und das in der Therapie eigentlich erwünscht ist, hat sich bei der Melisse weitestgehend verflüchtigt. Zurückgeblieben ist ein unglaublich sanftes, allheilendes Wesen. Die Melisse ist eine Heilpflanze, die uns mit tiefer Dankbarkeit und Ruhe erfüllt. Ihr Wesen entspricht einer sanften, liebkosenden Berührung, es schenkt entspannte Ruhe, wenn Nervosität und Anspannung zu Magen-Darm-Störungen oder Herzbeschwerden führen.
Die Melisse gehört zum Menschen, der wie „die Prinzessin auf der Erbse“ die kleinsten Unannehmlichkeiten des Lebens als hart und störend empfindet. Ein grosses Harmoniebedürfnis zeichnet ihn aus. Er liebt alles Schöne, Zarte, Ebenmässige, Liebliche. Bereits kleine Unpässlichkeiten trüben sein lebensgefühl, und er braucht viel Zuwendung. Die Melisse wendet sich ihm zu, sie versinnbildlicht das helfende Prinzip. Einschlafschwierigkeiten, Verdauungsprobleme, nervöse Unruhe und leichte Herzbewschwerden – da wo das Harmoniebedürnis gestört ist – werden mit Melissentinktur erfolgreich behandelt.
Sie hat eine völlig milde, sanfte Wirkungsart und ist nie aggressiv. Sie kann problemlos auch über längere Zeit genommen werden.

Anwendungsgebiete: Alles im Bereich der Nerven, des Herzens, Verdauung, Herpes, gutes Kindermittel“

Quelle: Buch „Pflanzliche Urtinkturen-Wesen und Anwendung“


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Rohe Pasta: Rezept für dreifarbige Spaghetti

Roh-vegane Spaghetti lassen sich ganz einfach aus Zucchini herstellen & unglaublich vielseitig kombinieren – eben wie die bekannten Spaghetti aus der Kochkostküche. Nur, dass sie sich viel besser anfühlen in deinem Bauch! 🙂 Da Zucchini selbst ja relativ mild im Geschmack sind, passen sie sowohl zu herzhaften als auch zu süßen Saucen. Auch als Snack mit Dattel z. B. finde ich sie einfach köstlich! Es gibt Menschen, die behaupten, Zucchini schmeckten nach gar nichts. Doch wenn sich dein Geschmackssinn erst einmal regeneriert & von Salz und all den Gewürzen entwöhnt hat, wirst du merken, dass Zucchini sehr wohl einen Eigengeschmack haben. Zumindestens solche in guter Qualität. Am Besten schmecken sie, wie alles, natürlich dann, wenn sie in deiner Region erntereif sind & viel Sonne tanken durften. Biologisch bzw. unbehandelt gezogene Gemüsefrüchte haben ebenfalls mehr Geschmack als konventionelle Ware.

Schon die Vielfalt an möglichen Saucen lassen roh-vegane Pasta-Gerichte eigentlich nie langweilig werden. Für noch mehr Abwechslung kannst du deine Spaghetti auch einmal bunt einfärben. Wie das geht, zeige ich dir hier!

Viele Rezepte für Pasta-Saucen & für weitere herzhafte roh-vegane Gerichte findest du in meinen eBooks, z. B. in „Rohköstliche Abendessen„. Hier findest du weitere Informationen über den Inhalt.

Was du für die dreifarbigen Spaghetti brauchst (pro Person)

  • eine Zucchini (Größe je nach deinem Hunger & nach der Größe deines Spiralschneiders*)
  • Spirulina-Pulver
  • ein Stück/eine kleine Rote Bete Knolle
  • Kurkuma-Pulver

Zubereitung

Entferne die Enden der Zucchini und verarbeite die Gemüsefrucht mithilfe eines Spiralschneiders* zu Spaghetti. Vergiss nicht, die Spaghetti zwischendurch immer mal wieder abzuschneiden. Sonst hast du am Ende meterlange Nudeln & viel Spaß beim Essen. 😉

Verteile die Spaghetti zu ungefähr gleichen Teilen auf drei Schälchen. Reibe oder entsafte ein Stück der Roten Bete & fange den Saft auf. Du brauchst nur sehr wenig, ein halber Löffel voll reicht aus. Vermenge einen Teil der Spaghetti mit diesem Saft. Knete die Nudeln gut damit durch, damit sie die Farbe annehmen. Deine Finger tun das übrigens auch. 😉

Verknete einen anderen Teil der Spaghetti mit Spirulina-Pulver & freue dich danach an der wundervoll grünen Farbe deiner Finger. 🙂 Anders als der Rote-Bete-Saft lässt sich Spirulina-Grün allerdings leicht wieder abwaschen.

Du ahnst es schon: das letzte Drittel der Spaghetti verknetest du mit etwas Kurkuma-Pulver. Dosiere hier sparsam; Kurkuma macht in hoher Dosierung den Geschmack irgendwie modrig, finde ich.

Richte deine fertig gefärbten Spaghetti nun auf etwas Salat & mit einer Sauce deiner Wahl oder einfach mit Avocado an. Guten Appetit!

* Ich verwende diesen Spiralschneider, weil er klein, handlich & reisetauglich ist. Möchtest du größere Früchte oder Gemüse verarbeiten, brauchst du jedoch ein anders Modell. Gut geeignet dafür ist z. B. der dieser hier.

Du suchst mehr Rezepte für „richtige Mahlzeiten“, roh, vegan, einfach zuzubereiten? Schau doch mal in meine eBooks, z. B. in „Rohköstliche Abendessen„. Einfach hier klicken für weitere Informationen zum Inhalt.


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Leben Essen Kunst

Mein ganzes Leben ist ein Kunstwerk! Deines auch! Gestalte es so schön & bunt & wild, wie du willst! Es ist dein Werk, du musst es nicht verkaufen, niemanden finden, dem es gefällt (außer dir selbst), & nur du entscheidest, wie es aussehen soll. Ignoriere die Kritiker, die meinen, es bewerten zu müssen.

Im „kleineren Rahmen“, sozusagen, Kunst zu machen – malen, musizieren, gestalten aller Art, ist eine Wohltat für die Seele. Es macht mich total glücklich & ich gehe völlig darin auf, Food Art zu gestalten. Oder zu malen. Oder, wie vor wenigen Tagen, mir eine Soulbottle zu gestalten. Meine gläserne Wasserflasche so zu bemalen, wie ich es wollte. Die Gestaltung hat mir Freude gemacht, und da Wasser ja, wie wir spätestens seit den Forschungen des Japaners Masaru Emoto wissen, jede Schwingung aus seiner Umgebung aufnimmt, speichert & natürlich auch weitergibt, schmeckt mir mein Wasser aus dieser Flasche jetzt noch viel besser als vorher!

Weil das Bemalen so schön war, hab ich gleich mit allem an Glas, was ich sonst noch hatte, weitergemacht. Und z. B. kleine Gläschen fürs Rohkost-Café verziert. Und das einzige Vorratsglas, was ich momentan habe (auf Reisen vermeide ich es noch mehr als sonst, allzu viel anzusammeln. So ein Golf ist doch nicht sooo groß, wenngleich viel mehr hineinpasst, als ich früher dachte. 🙂 )

Meine Frühstücksteller sehen momentan jeden Tag ähnlich aus. Bunt, eine Früchte- & Grünzeug-Mischung. Eindeutig nicht mono, doch ich liebe z. Zt. diese kraftvollen Farbkombinationen.


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Wu Wei & ein Tag in Stille

Der Begriff „Wu wei“ (chinesisch) stammt aus dem Daoismus & bedeutet Nichthandeln im Sinne von „Enthaltung eines gegen die Natur gerichteten Handelns“. (danke an wikipedia für die Erklärung und danke an Clemens (aufmerksamen Leser*innen bekannt aus seinen inspirierenden Kommentaren hier im Blog 😉 ) für diesen Beitrag zu meinem Wortschatz.)

Dao oder Tao heisst wörtlich übersetzt Weg. Daoismus ist also die Lehre vom Weg. Dao ist der Ursprung und das Wirkungsprinzip. Aus dem Dao ist alles entstanden, zum Dao geht alles zurück. Dieses Prinzip ist – wie alle spirituelle Erkenntnis – intellektuell nicht wirklich erklärbar. Doch du hast das Verständnis dafür in dir, du kannst es erfassen, wenn du still wirst & in dich hineinhorchst.

Im Daoismus wird davon ausgegangen, dass es nicht weise ist, in dieses Prinzip einzugreifen. Wu Wei eben. Nichthandeln. Das bedeutet allerdings nicht, dass du gar nicht mehr handeln sollst 😉 … sondern dass die Handlungen spontan, aus dem Fluss (flow), aus der Situation heraus, entstehen. Intuitiv. Ohne ein Eingreifen des dualistischen Verstandes. Kreative Passivität beschreibt es recht schön, Handeln durch Nicht-Handeln, oder auch Nicht-Eingreifen.

In meinem Alltag praktiziere ich Wu Wei z. B. (ahnungslos 😉 ) seit 11 Jahren – indem ich meine Nahrung überwiegend so belasse, wie die Natur sie mir schenkt. Nicht-Kochen 😉 . Ebenfalls Wu Wei ist für mich, nicht zu versuchen, „Krankheiten“ von außen zu heilen. Sondern den Körper seine Arbeit machen zu lassen. Oder die Seele ihre … denn viele (vielleicht alle?) Krankheiten des Körpers lassen sich auf seelische Ursachen, auf ein Nicht-Leben dessen, was unser Herz wirklich will, zurückführen.
Ebenfalls praktiziertes Wu Wei ist für mich der Weg des Zusammenlebens, den ich mit & mit Hilfe „meiner“ Kinder gefunden habe. In deren natürliche Entwicklung nicht mit Erziehung, Schule & anderen Zwängen einzugreifen, sondern sie einfach wachsen, lernen, sein zu lassen.

Unser Alltag – zumindest der der meisten von uns – ist so sehr von in den Fluss eingreifenden, ihn unterbrechenden Handlungen geprägt. Wir folgen wenig achtsam unseren Arbeits- & sonstigen Plänen, den Vorstellungen unseres Verstandes, und missachten dabei allzu häufig die Signale unseres Körpers und unseres Herzens, lenken uns – unbewusst oder absichtlich – davon ab … denn so häufig sagen uns diese Signale auf mehr oder weniger schmerzhafte Weise, dass wir nicht wirklich das leben, was unsere Seele möchte.

Wie oft hörst du wirklich hin, in dich hinein? Und tust das, was dein Körper oder dein Herz in diesem Moment gerade verlangt? Folgst der Erschöpfung und ruhst dich aus? Folgst dem Gefühl in deinem Bauch und isst nur genau dann, wenn dein Körper wirklich nach Essen verlangt? Folgst der Freude & tust einfach das, was dich in diesem Moment gerade glücklich macht?

Und ja, ich weiss selbst, dass das in einem Alltag, mit Familie, Job und anderen Verpflichtungen nicht einfach ist. Doch meiner Erfahrung nach wird es im Laufe der Zeit immer schwieriger, NICHT hinzuhören. Nicht deinen wirklichen Herzenswünschen nach zu handeln.

Alles fühlt sich so viel leichter an, im Fluss eben, freudiger, wenn du dir selbst folgst. Es ist, zumindestens für mich, ein ewiger Tanz, um in Balance zu bleiben, im Gleichgewicht mit mir. Im Flow. Doch auch dieser Tanz (ein Schritt aus dem Fluss & wieder hinein) ist irgendwie ein Teil des Fliessens, des Weges. Ich genieße ihn & er ist um so leichter & freudiger, je mehr ich meine eigene Unvollkommenheit annehme.

Kürzlich habe ich mich für einen Tag des Überhaupt-Nicht-Handelns entschieden. Einen Tag in Stille. Ein Tag nur mit MIR. Schweigen. Nur sein. Keine Kommunikation (Sprechen, Augenkontakt, Berührungen, Lesen, Internet/Computer/Smartphone). Die Vorbereitungen waren einfach: ich habe meinen Plan meinen Mitbewohnerinnen hier auf dem Grundstück angekündigt & darum gebeten, in Ruhe gelassen zu werden. (Was kein Problem war; sie haben sich der Idee sofort angeschlossen 😉 ) Den Stecker vom Router gezogen & das Telefon in den Flugmodus geschaltet (der Uhrzeit wegen hab ich es angelassen, und einmal am Abend hab ich kurz geschaut, um mich zu vergewissern, dass da keine Notfallnachricht von den Kindern oder anderen Lieben war.). Weniger gelungen war vielleicht das Timing: es war eine recht spontane Aktion, und insofern besonders herausfordernd. Ein Tag mittendrin, nach Tagen voller Computerarbeit (die noch nicht beendet war) und direkt vor einem Marktwochenende (für das noch so Manches vorzubereiten war).

Wie es war? Ich habe mehrere Stunden gebraucht, sicher bis in den Nachmittag hinein, um zur Ruhe mit mir zu kommen. Ich war so voller unruhiger Energie. Dem Gefühl/Gedanken, doch etwas TUN zu müssen. Ich wusste, dass ich mich um die Café-Vorbereitungen erst am nächsten Tag kümmern musste; dennoch fiel es mir schwer, nicht dauernd darüber nachzudenken. Ich habe mich hingelegt, in der Sonne, im Schatten, bin wieder aufgesprungen, hab ein bisschen Yoga gemacht, geatmet … versucht mich zu erden. Hab was gegessen. Und noch was. Und noch was 😉 . Bis ich irgendwann gemerkt habe, dass ich mich gegen mich selbst wehre. Gegen mein Nicht-Loslassen-Können. Als ich das Akzeptieren konnte, mich sozusagen meinem eigenen Widerstand ergeben konnte, wurde es einfach. Ich habe mich für einen Spaziergang entschieden. Durch die Natur zu laufen, hilft mir immer, zur Ruhe zu kommen. Und konnte danach dann auch ruhiger liegen. Und einfach schauen & lauschen. Dabei wurde mir so richtig bewusst, wie oft ich mich doch sonst genau davon, von mir selbst, ablenke. Und welche Ansprüche ich doch an mich habe. Perfekt zu sein. Dinge zu tun. Etwas zu schaffen. Meine eigenen Pläne voranzubringen. Dabei muss ich doch einfach nur SEIN. Mehr braucht es nicht. Sein. Mir & allem um mich (was ja ein Teil von mir ist) lauschen, zuzusehen. Und der Freude, der Liebe folgen.

Der Tag hat mir total gut getan & ich hätte gern am nächsten Morgen einfach weitergemacht. Da ich aber auch das Rohkost-Café anbieten wollte (was mir wahrhaftig FREUDE bereitet), hab ich es gelassen. Trotz der Kürze hat mich diese Aktion wiederum ein ganzes Stück zu mir zurück gebracht. In den Tagen danach habe ich mich so viel deutlicher als zuvor wahrgenommen.

Da das Leben mich ab Ende dieser Woche (wenn du dies hier liest also ab heute 🙂 ) mit einem weiteren Stück Freiheit beschenkt – die Zeit des Wwoofens an diesem Ort ist vorbei, der Bau des Labyrinths für den Moment abgeschlossen, die Tochter noch beim Papa zu Besuch & der nächste Housesit beginnt erst am 10. Mai -, habe ich mich entschieden, die Gelegenheit zu nutzen & mehrere Tage allein draußen im Wald zu verbringen. Ohne Internet, ohne Strom. Ich hab ein bisschen was vorbereitet für den Blog, doch es wird danach wahrscheinlich hier & auch bei Facebook, Instagram & Co ein paar Tage lang ruhiger sein, aber das kennst du ja schon von mir. 😉

Bis dahin genieße ich, wiederum etwas bewusster, die alltäglichen Momente der Stille in den momentan vollen Tagen (an denen ich versucht bin, doch mehr zu tun, als mein Bauchgefühl es möchte. Um so manches fertigzustellen für Kund*innen & andere Mitmenschen-seelen. Ich übe noch, da auch in solchen Situationen manchmal nein zu sagen. Andere zu enttäuschen, um mir selbst treu zu bleiben. 😉 )

Das war jetzt viel für heute – danke dir für’s Lesen <3 . Ich freu mich, deine Gedanken dazu zu hören. Verbringst du bewusste Zeit in Stille, ohne Ablenkung, nur Seiend? Wie verbringst du Zeit ganz bewusst mit DIR?


Gern kannst du dich auch für meinen kostenlosen Newsletter eintragen, den du dann ca. einmal pro Woche erhälst. Darin findest du interessante und inspirierende Artikel rund um die Rohkost, Neuigkeiten von uns und Informationen zu meinen aktuellen Projekten sowie Zubereitungsideen & Rezepte. Folge mir bei Instagram (rawvegandigitalnomad), Twitter @rohmachtfroh und auf meiner FB Seite „Roh macht froh!“ und abonniere meinen YouTube-Kanal für jede Menge weiterer Inspirationen & Eindrücke von meiner roh-veganen Reise durchs Leben. 🙂 🙂

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Rezepte für mehr Farbe auf deinem Teller

Weil ich die Farbkombinationen einfach sooo wunderschön finde, zeig ich dir heute noch mehr von meinen bunten Regenbogentellern. Mehr Ideen & Inspirationen für dich, heute auch mal mit Rezept/Anleitung dazu. Übrigens: ich liebe zwar den Anblick dieser bunten Teller, esse die bunte Mischung aber am liebsten eine Sorte nach der anderen; oft mit kurzen Pausen dazwischen, weil die Portionen doch recht groß sind. Mono fühlt sich einfach am Besten an für mich.

So einfach kannst du dir selbst farbenfrohe Regenbogenteller gestalten

Du brauchst dafür

  • mehrere Sorten Früchte und Beeren, in unterschiedlichen Farben (z. B. Orangen, Bananen, Beeren, Kiwis …)
  • falls du nicht genug frische Früchte bekommen kannst (z. B. jahreszeitlich bedingt) kannst du auch Trockenfrüchte wie Feigen oder Rosinen verwenden. Weiche diese dann vorher für mehrere Stunden, am Besten über Nacht, ein.
  • grüne Blätter, bevorzugt Wildkräuter, z. B. Malve, Brennessel, Giersch, Löwenzahn, Sauerampfer, Lindenblätter …
  • Nach Belieben Kakao– oder Carobpulver, Spirulina, Weizengraspulver, Acai-Pulver

Besondere Küchengeräte brauchst du nicht für die Regenbogenteller. Alles, was du benötigst, ist ein Messer. Optimalerweise eines aus Keramik, doch ein herkömmliches Metallenes tut es auch. Schneide die Früchte und Beeren und ggfs. Trockenfrüchte in mundgerechte Stücke. Verteile sie bunt durcheinander auf deinem Teller oder lege sie zu einem Mandala oder einem anderen Bild deiner Wahl. Bestreue sie nach Belieben mit einem oder zweien der bunten Pulver.

Auf den Fotos siehst du die folgenden Mischungen:

  • Bananen, Orangen, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Malve & Spirulina.
  • Bananen, eingeweichte getrocknete Feigen, Himbeeren & Spirulina
  • Bananen, Erdbeeren, Heidelbeeren, Gerstengraspulver, Kakao & Spirulina.


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Belinda Budweiser gefällt dieser Artikel
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Café-Impressionen

Weil es mir solche Freude bereitet, meine Werke, meine Kunst, Food-Art, nicht nur zuzubereiten, sondern vor allem zu teilen. Und ich dir, wenn du auch zu weit weg bist, um in diesem Moment zu mir zu kommen, doch gern zeigen möchte, was es gab in der letzten Zeit. Beim Rohkost-Café in Sao Luis & hier bei mir – was magst du am liebsten mal probieren?

Frühstücksteller aus Früchten und Wildgrün

Frühstücksmandala

Erdbeeren mit Sahne … 100% Frucht natürlich

Das Rezept für die Sahne findest du übrigens im eBook „Fruchtige Rezepte„! Für mehr Infos einfach hier klicken!

Der Bestseller auf dem Markt 🙂

Frucht-Schoko-Shots

Orangen- & Zitronentörtchen

Süße Ostereier auf dem Markt

Zuckerfreier Snack: Gekeimter Buchweizen mit Kakaonibs und Stevia

Zuckerfreie Schokolade aus Kakaomasse, Stevia & gekeimtem Buchweizen

Was magst du am liebsten mal probieren?

Petra V Tscherntsche, Damodara Priya gefällt dieser Artikel
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Einfach & farbenfroh auch am Abend

Ob es am reichlich enthaltenen Karotin liegt, das ihnen die wunderschöne orangene Farbe gibt? Hier in Portugal, fernab von meinen geliebten Papayas, die in den vergangenen Jahren auf Teneriffa vor allem während des Frühjahrs meine Hauptnahrung ausgemacht haben, liebe ich momentan Kürbis.

Und sicher ist jetzt im Frühjahr die beste Zeit, reichlich davon zu essen. Denn Karotin färbt nicht nur Karotten, Kürbis und andere Früchte & Gemüse. Es ist gleichzeitig ein Provitamin, also eine Vorstufe eines Vitamins, A in diesem Fall. D. h., es wird im Körper in Vitamin A umgewandelt. Karotin schützt die Haut und bereitet sie optimal auf die nun verstärktere Sonneneinstrahlung vor. Als Antioxidans & Radikalfänger schützt es die Zellen der Haut vor Verbrennung durch die UV-Bestrahlung . Zugleich wird durch die Farbkomponente des Karotins die natürliche Hautbräune intensiviert.

Fast jeden Abend genieße ich die köstlichen Gemüsefrüchte, seit einigen Wochen nun schon, und es wird mir noch nicht langweilig. Aus Freude am Gestalten richte mir meinen Teller immer mal wieder anders an … und hab daher heute ein paar schöne & köstliche Ideen für dich. Ich hoffe, du magst Kürbis ;). (Gibt es in Deutschland jetzt eigentlich welchen? Hier scheint er, wie auch in Teneriffa, ganzjährig im Angebot zu sein.)Viel Spaß beim Nachmachen!

Alles, was du für die Zubereitung brauchst, ist ein scharfes Messer & evtl. ein paar Ausstechförmchen. Besonders scharf & präzise schneiden Keramikmesser, doch falls du keines hast, tut es auch ein herkömmliches Metallmesser.

Für die Kürbis-Schnittchen habe ich mir quadratische Stücke aus dem Fruchtfleisch des Kürbis zurechtgeschnitten und sie unterschiedlich belegt: Mit Salat, Avocado-Stiften & einer Scheibe Tomate. Mit Spinat & aus Kürbis & Avocado ausgestochenen Herzen, und einigen frischen Kürbiskernen. Mit (im EasySprout) selbstgezogenen Buchweizen-Sprossen. Und mit Spirulina.

Ganz einfach und doch schön ist es auch, den Kürbis einfach in Stifte zu schneiden & ihn mit Salaten und Avocado in einer Schale zu servieren.

Viele weitere köstliche & einfache Rezepte für dein roh-veganes Abendessen findest du in meinen eBooks – schau dich doch einmal ein wenig um!


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Berat Gürgen-Mertzlufft, Beatrice Be gefällt dieser Artikel
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Regenbogenteller

Jedes Nahrungsmittel lässt sich anhand seiner Farbe mit der Energie eines bestimmten Chakras verbinden & kann somit die mit ihm verbundenen Drüsen, Organe & Nervenzentren energetisieren, reinigen, aufbauen, heilen & ausbalancieren. Rot, orange & goldgelb nähren insbesondere die ersten drei Chakren (Basischakra, Sakral- und Solarplexuschakra), grün & blau das vierte & fünfte Chakra (Herz- und Halschakra), und indigo, purpur, weiss und gold sorgen für Nr. 6 und 7, das Stirnchakra und das Kronenchakra. Über den Tag sollte deine Nahrung optimalerweise das gesamte Farbspektrum beinhalten und somit alle Chakren nähren.

Außerdem kann die Anziehungskraft bestimmter Farben auf dich dir möglicherweise auch etwas über deinen momentanen persönlichen Bedarf zeigen: welches deiner Chakren braucht in diesem Moment gerade Stärkung? (Ich rede hier von natürlicher Nahrung und natürlichen Farben; ob das Ganze auch mit künstlicher oder irgendwie umgefärbter Nahrung (selbst bei natürlichen Farbstoffen, wie Kurkuma oder Magic Blue) funktioniert, bezweifle ich.)

Mehr über die Regenbogenernährung kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Weitere Inspirationen & Anleitungen für solche farbenfrohen, Körper & Seele nährenden Teller findest du auch im nächsten Newsletter! Kostenfrei bestellen kannst du dir den hier.


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