(f)roh & frei leben. silkes roh-vegane welt.

Reisen im Fluss

Seit zwei Wochen sind wir wieder mal unterwegs. Langsam reisend, gen Süden, gen Sonne. Unser Ziel für die nächsten Monate ist Teneriffa. Freund*innen dort treffen, uns um unser dort noch lagerndes Zeugs kümmern (aufräumen, Ballast loswerden … 😉 ). Und natürlich: Sonne, Wärme, Früchte genießen.

Die Reise war nur grob geplant; die Strecke und die Orte zum Anhalten und Übernachten durften sich unterwegs entfalten. Wir haben ein paar wundervolle Menschen, liebe Freunde, Seelenfamilie, besucht. Ausgiebig Frankreichs Landschaften genossen. Vor allem die lange Strecke entlang der Rhône hat mich sehr berührt und ich habe einige wunderschöne Plätze entdeckt. Orange haben wir uns (kurz) angesehen und Avignon. Weiter ging es über die Pyrenäen, auf der Ostseite, entlang der spanischen Küste herunter und dann durch Andalusien, über die Sierras Richtung Granada. Während es zuvor mit jedem Kilometer heller, wärmer, sonniger wurde, gerieten wir irgendwo hinter Murcia in Unwetter. Mit Vorwarnung: Ich sah ein Graffiti neben der Straße, „Neko Storm“ (was mir eigentlich wegen des Wortes „neko“ (japanisch für Katze) auffiel … und kurz danach begann es geradezu sintflutartig zu regnen, mit teilweise recht starkem Wind dazu. Einige Zeit und etliche Höhenmeter weiter oben, verwandelte sich der Regen in Schnee. Wow. Ich hielt an einer Tankstelle, um ein Foto von den schneebedeckten Bergen zu machen – und nutzte die Gelegenheit zum Tanken. Was sich kurz darauf als eine gute Idee herausstellte, denn nur ein kleines Stück weiter war die Autobahn gesperrt, vermutlich des Wetters wegen, und, auf der Suche nach einer Alternativroute, verirrten wir uns in den Bergen rund um Diezma. Nach stundenlangem Umherirren fanden uns rettende Engel in Gestalt von hilfsbereiten Polizisten, die vor uns her fuhren, bis wir wieder auf dem richtigen Weg waren.

Da ich vergessen hatte, dass es ein Feiertag war & alle Geschäfte geschlossen hatten, waren uns unterwegs auch unsere frischen Lebensmittel ausgegangen. Doch als wir am frühen Abend endlich in Almuñécar ankamen, fanden wir dort nicht nur einen kostenlosen Parkplatz direkt vor unserem Hostel vor, sondern auch einen kleinen Laden, der frische, reife, regionale Avocados und Cherimoyas verkaufte. Im Hostel waren wir die einzigen Gäste und bekamen von dem freundlichen Inhaber ein viel größeres Zimmer als das, für das wir bezahlt hatten. Dazu auch gleich noch die Schlüssel für die Eingangstür, weil er für den nächsten Tag bessere Pläne hatte als die Rezeption zu bewachen.

In Andalusien wollten wir nun ein paar Tage bleiben und uns dort mit anderen Worldschoolern, reisenden Freilernern, treffen. Bis dahin hatte ich die vage (in Stein gemeisselt sind meine Pläne schon seit langem nicht mehr) Idee, mit der Fähre am 13. Januar von Huelva nach Teneriffa überzusetzen. Nachdem ich nun unsere Verabredungen und weiteren Unterkünfte für die geplante Zeit dort organisiert hatte, stellte ich jedoch fest, dass die Fähre am 13. gar nicht fuhr. Offenbar sollten wir also länger in Andalusien bleiben. 🙂

Zunächst verbrachten wir ein paar Tage in Almuñécar, La Herradura, Nerja. In Nerja herumbummeln, die beeindruckende Tropfsteinhöhle ansehen … und vor Allem: ein wundervolles Treffen von Worldschoolern, die sich dort in der Gegend aufhalten. Kinder vom Babyalter bis zu Teens, unterschiedliche Nationalitäten. Wie wunderbar für die Tochter, hier auf Menschen ihres Alters zu treffen. Denn oft treffen wir nur Freilernerfamilien mit deutlich jüngeren Kindern. Eine Familie aus North Dakota hatte uns eingeladen, die nächsten Tage bei ihnen zu wohnen, und so zogen wir weiter nach Mijas, westlich von Malaga. Deren achtjährige Tochter und „meine“ fanden als gemeinsames Interesse doch immerhin rasch das Zeichnen, und die beiden Mädchen (und auch ich) verbrachten viel Zeit damit zusammen. Einen Tag haben wir in Málage verbracht – eine Stadt, die ich mag, mit sehr schöner Innenstadt/Altstadt, einem tollen Markt und einem Kulturangebot, dass viele Tage füllen könnte. Wenn du soviel Stadt ertragen magst; ich genieße das ein paar Stunden lang, mehr ist mir dann zuviel. Tipp: ohne Auto bewegt es sich wesentlich entspannter durch die Stadt!

Zwischenzeitlich hatten wir uns entschieden, mal die ab Cadiz fahrende Fähre von Transmediterranea auszuprobieren. Die fährt noch ein bisschen länger als die andere, 48 Stunden. Viel Zeit auf dem Atlantik also. Dafür ist es mal wieder was Anderes – mit der Fähre ab Huelva, von Naviera Armas, sind wir schon so oft gefahren, dass wir uns zeitweise fast zuhause darauf gefühlt haben. 😉

Die zusätzlichen Tage bis zur Abfahrt am 16. haben uns nun nach Tarifa geführt … ein wundervolles Dorf auf dem südlichsten Zipfel der iberischen Halbinsel. Soviel Magie hier, wo sich Mittelmeer und Atlantik treffen, und es nur eine Stunde mit der Fähre bis Afrika braucht – ich kann es von hier aus sehen. Meer also, Palmen, viel wunderschönen Strand. Auch die Altstadt gefällt mir sehr, schmale Straßen und winzige Gässchen, Häuser mit den hier typischen Patios. Und so eine tolle Energie hier, ich habe mich auf Anhieb in den Ort verliebt und bin dem Fluss des Lebens mal wieder sehr dankbar für den „Umweg“, der mich hat hierherkommen lassen!!!

Bevor ich dir nun ein paar Bilder aus den vergangenen zwei Wochen und von hier zeige, noch ein paar Woche zur praktischen Gestaltung unserer Reise: Während wir in wärmerer Jahreszeit unterwegs meist zelten (unser Auto ist zu klein, als dass wir darin schlafen könnten), schlafen wir jetzt im Winter entweder bei gastfreundlichen Menschen, die uns einladen, oder mieten auch mal ein Zimmer. Meistens über AirBnB* oder über booking.com*.

Unser Essen gestalten wir überwiegend sehr einfach: wir kaufen Obst, Gemüse, Salate, Mandeln – was wir unterwegs halt bekommen, und essen das einfach so. Zum vor der Abreise eingepackten Proviant gehörten aktivierter (angekeimter und wieder getrockneter) Buchweizen, aktivierte knusprige Sonnenblumenkerne (beides selbstgemacht, und leider mittlerweile aufgegessen) sowie Salatalgen von Algamar und Spirulina-Pulver. All das eignet sich prima, um unsere einfachen Mahlzeiten, zum Beispiel aus Avocado, Tomate, Salat, Zucchini bestehend, ein bisschen aufzupeppen.

Ein magisches Fleckchen an der Rhône

Sonnenuntergang am Mittelmeer, irgendwo in Südfrankreich

Über die Pyrenäen

Schnee auf den Sierras

Blick von einem der schönsten Orte in Nerja aufs Mittelmeer

Malaga

Malaga

Mangas gibt es auch in Malaga

Blick in einen Patio

Tarifas Altstadt



Die Puerta de Jerez in Tarifa

wenn mir der ägyptische Gott der Transformation in Tarifa begegnet …

Tarifa. Palmen. Sonne. Blauer Himmel.

Sonnenuntergang an der Meerenge von Gibraltar (Tarifa)

*Das sind Einladungslinks der beiden Plattformen; wenn du dort noch nicht registriert bist bzw. über diese Links etwas buchst, bekommen sowohl du als auch ich eine Gutschrift dort.

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Danke 2017, danke DIR!!!

Ein weiteres unglaubliches Jahr geht zu Ende. Für mich war es ein gleichermaßen wundervolles wie herausforderndes Jahr. Ein Jahr, um das Chaos zu meistern, innen und außen. Mitzuschwimmen im Fluss, alle Strömungen zu spüren und dabei den Kopf oben zu behalten.

Ein Jahr voller Wunder und Herausforderungen, voller Licht und Schatten, und um beides zu umarmen und zu feiern. Denn das eine ist nicht besser als das andere … und ohnehin ist es nicht wirklich zu unterscheiden. Sobald du aufhörst, das Eine oder das Andere irgendwie zu bewerten – wer will dann sagen, was Licht ist und was Schatten?

Ich habe so viel von mir – und dir und uns – gesehen. Gefühlt. Und umarmt. Das Wunder, das wir sind.

So viel aus diesem bewegten Jahr wartet hier darauf, geschrieben und geteilt zu werden, doch irgendwie war dafür in den letzten Wochen kein Raum. Zuviel Chaos 😉 Ohnehin sind manche der Fragen in mir noch ohne in Worten fassbare Antwort. Und auch das ist okay so. Auch Fragen dürfen einfach mal sein. 😉

2017 war auch ein Jahr, um die Sehnsucht in meinem Herzen wahrzunehmen und ihr Raum zu geben. Sie ist groß, die Sehnsucht. Immer lauter auch, nicht zu überhören. 😉 Und ich finde Wege, ihr zu folgen und meine Träume zu leben!!!

2018 wird ein 11-er Jahr. Ein Jahr der Umsetzung. Die 11 ist eine Meisterzahl. Das Jahr also, um Meisterin meines Lebens zu sein! Um meine Träume und Visionen in die Welt zu bringen. Ein Jahr voller Inspiration. Sei bereit für große Veränderungen, denn, wie die Schamanen der Maori es sagen: „Der Mensch betritt die nichtalltägliche Wirklichkeit.“ Die Zeit des übersinnlichen Erwachens beginnt. Ich glaube, weil ich weiß. Wissen, dass sich nicht mit Verstand und Logik erklären lässt.

Noch ein bisschen Numerologie: die 11 lässt sich noch weiter rechnen, 1+1 = 2. Die 2 steht für Miteinander. Wir wachsen alle miteinander – auch das ist wirklich kaum noch zu übersehen. Vernetzen, teilen, fördern. Ich entdecke mich in dir. Dass wir alle eins sind, verbunden, du ein anderes ich, wird für mich immer deutlicher. Und bin unendlich dankbar für all die wundervollen Menschen, die dieses Jahr meinen Weg gekreuzt und begleitet haben.

Ganz besonderen Dank möchte ich DIR sagen, für deine Begleitung auf meiner Reise, hier im Blog oder in den Social Medias. Danke für deine Teilnahme, deine Kommentare (auf welchem Weg auch immer), deine Zustimmung und Ablehnung, danke für alles!!! Welche Aspekte meines Weges auch immer für dich interessant sein mögen – ich freue mich, wenn wir weiter zusammen reisen und du hier etwas von dem findest, was du suchst.

Neben der sehr tiefen und turbulenten inneren Reise ist es nun, nach ca 7 Wochen am selben Ort, wieder Zeit für mich, mich im Außen zu bewegen. Ich bin am meisten Zuhause, wenn ich unterwegs bin. Veränderung (er)lebe. Und ich sehne nach Sonne. Natur. Meer. Draußensein. Morgen geht die Fahrt wieder los. Richtung Süden. Lass dich überraschen, von wo du mich das nächste Mal liest. (Ich weiss es auch noch nicht. 😉 )

Ich wünsche dir ein neues Jahr voller Wunder, Glück & Liebe!!!

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Feier-Tage & ein Rezept für dich

Auch wenn ich mich dem ganzen Weihnachtsrummel weitgehend entziehe, freue ich mich natürlich über die Gelegenheit, die Menschen um mich herum mit Rohköstlichkeiten zu verwöhnen. Und noch mehr darüber, dass selbst meine Herkunftsfamilie – die da lange sehr zurückhaltend & misstrauisch war – probiert. Und es ihnen sogar schmeckt.

Die Freude am Zubereiten und Teilen hat mir bewusst gemacht, wie weit mein Rohkost-Café, mein ganzer Traum, mein wahres Leben, in den letzten Wochen gerückt sind. Höchste Zeit, mich wieder darum zu kümmern!

Doch darüber mehr beim nächsten Mal. Heute möchte ich dir ein paar meiner weihnachtlichen Rohköstlichkeiten zeigen & dir ein paar der Rezepte dafür schenken. Für Lebkuchen und Marzipankartoffeln, die du hier siehst:



REZEPT FÜR MARZIPANKARTOFFELN

Vermixe zwei Handvoll Cashewkerne mit einer Handvoll Datteln und einem Teelöffel Kakaopulver. Alle Zutaten in Rohkostqualität bekommst du hier.

Rolle zwischen den Handflächen kleine Kugeln aus dem Teig und schwenke sie anschließend noch kurz in einer Schüssel mit etwas Kakaopulver.

Für HELLE MARZIPANKARTOFFELN mixt du nur die Cashews zu Mehl und verknetest sie mit einem Löffel hellen Honig.

REZEPT FÜR LEBKUCHEN

Vermahle je 100g Mandeln und Leinsamen zu Mehl und vermische das mit 100g Erdmandelmehl und 2 EL rohköstlichem Kakaopulver und 5 TL Lebkuchengewürz. Gib ca. 200g entsteinte Degletdatteln und 50g Rosinen dazu und verarbeite alles im Vitamix zu einem knetbaren Teig. Unterbrich das Mixen immer mal wieder, damit der Teig nicht zu warm wird.

Forme aus dem Teig Kugeln und drücke diese dann anschließend in Lebkuchenform.

Für den Schokoüberzug stellst du die geformten Lebkuchen kurz ins Gefrierfach, während du, im Trockner oder im Wasserbad, bei ca. 40°C, die Schokolade schmilzt. Du kannst dafür entweder eine fertige Tafel Rohkostschokolade verwenden, oder du schmilzt rohköstliche Kakaomasse und Kakaobutter zu gleichen Teilen und süßt diese Mischung nach Geschmack mit Xylitol oder Kokoszucker. Auf das Süßen der Schokolade kannst du evtl. auch verzichten, da die Lebkuchen schon sehr süß sind.
Tauche die Oberseite der Lebkuchen in die geschmolzene Schokolade. Durch das vorhergehende Kühlen wird die Schokolade dabei schnell fest und läuft nicht gleich wieder herunter. Stell die mit Schokolade überzogenen Lebkuchen dann noch zum Durchhärten des Schokogusses für eine halbe Stunde ins Gefrierfach.

Was auch allgemeinen Anklang fand, war mein Tirawmisu … eine roh-vegane Tiramisu-Variante. Angerichtet in kleinen Gläschen:



Was immer du dieser Tage feierst, ich wünsche dir aus ganzem Herzen eine wundervolle Zeit voller Licht und Liebe! Lasst uns das Licht in einander und in uns selbst feiern. Und den Schatten, denn der ist genauso wertvoll und liebenswert.

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Adventskalender To Travel

Es ist Adventskalenderzeit … juchhee, Gelegenheit zum Basteln. Da wir wiederum mehr oder weniger unterwegs sind, braucht es dieses Jahr einen Adventskalender, der sich auch gut mitnehmen lässt. Und: meine Tage sind derzeit unglaublich voll; ich brauchte also eine Idee, die sich einigermaßen schnell umsetzen lässt. Die hab ich gefunden & möchte sie hier mit dir teilen. Falls du (ganz spontan, oder fürs nächste Jahr) auch (noch) einen rohköstlichen Adventskalender basteln möchtest, findest du unten die Anleitung.

So sieht meine Kreation aus:

20 kleine Schokoladenfigürchen und 3 Lollis. Unnummeriert, zur freien Wahl, eines pro Tag oder alle auf einmal 😀 . Und nein, ich hab mich nicht verrechnet. Nur – wie fast jedes Jahr 😉 – mit einem Tag Verspätung angefangen.

Sobald die Lollis raus sind, lässt sich das Glas zuschrauben und mitnehmen.

Und so einfach geht’s:

Du brauchst dafür

  • 1,5 -2 Tafeln deiner Lieblingsrohkostschokolade (ich habe diese hier verwendet).
  • 3 leckere Rohkostriegel deiner Wahl (ich habe roobars (siehe Photo, gibts in den meisten Biosupermärkten) und diese hier verwendet)
  • ein paar Lolli-Stiele für Cake Pops … gibt’s im Drogeriemarkt oder hier
  • ein recycletes Schraubglas & evtl. ein paar Glasmalstifte oder Washi-Tape oder anderes Dekomaterial
  • das recyclete Innenleben eines Standard-Adventskalenders. Also diesen Plastikeinsatz, in dem sich die Schokolade üblicherweise befindet. Ich hatte noch den vom letzten Jahr – damals hatte ich die Original-Schokolade entfernt & verschenkt, die Form mit selbstgemachter roher Schokolade gefüllt und alles wieder zusammengesetzt. Wie das aussah, kannst du dir hier ansehen.

Und wie wird daraus nun ein Adventskalender? Ganz einfach:

  • Forme aus den Riegeln jeweils eine oder mehrere Kugeln (je nach Größe der Riegel) und setze sie auf Lolli-Stiele. Leg die Lollis für eine halbe Stunde ins Tiefkühlfach. Auch die Kalenderform legst du ins Tiefkühlfach.
  • Zerkleinere die Schokotafeln und lass die Schokolade schmelzen – in der Sonne 😀 (nee, ging hier auch nicht 😉 ), im Trockner, auf der Heizung, im Wasserbad …
  • Tauche die gut gekühlten Lollis Stück für Stück in die geschmolzene Schokolade. Auf den kalten Lollis wird sie schnell fest. Zum Durchhärten legst du die Lollis noch für eine Viertelstunde ins Tiefkühlfach.
  • Löffle die übrige geschmolzene Schokolade in die Förmchen des Kalenders und stell das Ganze wieder ins Tiefkühlfach zurück.
  • Während der Kühlzeit dekorierst du das Glas nach deinen Vorstellungen. Ich habe auch noch eine Zellophantüte hineingesteckt.
  • Sobald die Schokolade fest geworden ist (dauert maximal eine halbe Stunde), befüllst du das Glas damit – fertig!

Selbstverständlich kannst du sowohl die Schokolade als auch den Teig für die Lollis auch selber zubereiten. Einfache Rezepte für rohköstliches Marzipan und ähnliches findest du z. B. in meinem Weihnachtsebook.

Viel Spaß beim Basteln und eine schöne Vorweihnachtszeit wünsch ich dir!

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Rohköstliche Geburtstagstorten

Zum 13. Mal haben wir vor ein paar Tagen den Geburtstag der Tochter gefeiert. Zwölf Mal davon mit rohen Torten.

So auch in diesem Jahr. Heuer gab es eine Regenbogentorte.

Roh & vegan, einschließlich der Farben. Gefärbt habe ich den Regenbogen mit Roter Bete, Magic Blue Spirulina, Chlorella und Kurkuma Latte Gewürzmischung. Keine Sorge wegen des Geschmacks – kleine Mengen reichen aus; die Torte schmeckt nicht nach Bete oder Algen 😉 ). Für den Boden hab ich aktivierten Buchweizen und Datteln verwendet; die Tortenfüllung besteht aus Cashews, Kokos und Datteln, und überzogen ist das Ganze mit selbstgemachter Schokolade, u. a. aus Kakaomasse, Kakaobutter, Lucuma und Kokoszucker. (Letzterer des Geburtstagskinds wegen; zwar halte ich Kokoszucker für eine bessere Alternative als Agavendicksaft, aber mein Süßungsmittel der Wahl ist er nicht. Das wären Stevia oder Datteln. )

Köstlich war sie! Nichts für jeden Tag allerdings: der schweren Inhaltsstoffe wegen und, nebenbei, des Zeitaufwandes: Mit der Herstellung einer solchen Torte bin ich, inklusive Wartezeiten etc., fast einen ganzen Tag beschäftigt. Und ich liebe es! 🙂

Hier siehst du einige der Torten aus den vergangenen 11 Jahren:



Frühstück: Torte im Glas. Medjool, Goldkiwi, Ananas
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Reise-Impressionen & Wissenswertes: Ägypten

Zeit & Ort sind merkwürdige Phänomene. Am Abend meiner Rückkehr aus Ägypten, auf den letzten Metern des unbefestigten Weges zum Tor meines derzeitigen Zuhauses, hatte ich das Gefühl, aus einer anderen Dimension zurückzukehren. Aus unendlicher Ferne zu kommen, endlos lange Zeit fort gewesen zu sein. Wenige volle Tage und eine Vielzahl sich überschlagender Geschehnisse haben mich sehr schnell wieder im Hier und Jetzt ankommen lassen. Ich bin HIER – so soll es ja auch sein. Tue, was ich vorher getan habe und bin doch eine Andere als zuvor. Wie alles, was ich erlebe, mich verändert und mein morgiges Ich ein anderes sein wird als das jetzige. Diese Reise, das Kennenlernen einer neuen fremden Welt, hat mich tief beeindruckt.

Ich bin im Nil geschwommen. Und darauf gesegelt ;). Manche sagen, ein Bad im Nil heilt alles. Ob das stimmt, weiss ich nicht. Doch es hat etwas mit mir getan, und ganz deutlich habe ich das Gefühl, manches, was mich gefesselt hatte, dort gelassen zu haben.

Ich habe die Wüste gesehen. So lange Zeit schon hatte ich mir das gewünscht, mich danach gesehnt. Und sie hat mich nicht enttäuscht. Ich habe eine neue Liebe gefunden 😉
Unbeschreiblich, diese Weite. Sand. Himmel. Nur die Weite und ich. Damit die Seele wachsen kann, müssen die Augen weit schauen können. So ähnlich habe ich es vor Jahren mal bei Paulo Coelho gelesen (Ich glaube, das war in „Schutzengel„*) und für mich hat es sich tatsächlich immer so angefühlt. Zwischen Mauern oder engen Bergen kann ich nicht lange leben, und so sehr ich den Wald liebe, zieht es mich doch immer wieder zum Meer. Oder eben in die Wüste oder ähnliche weite, flache Landschaften.

Speziell und unvergesslich: die hunderte Kilometer lange Strecke durch die Wüste im Osten des Landes. Die gegen Ende durch einige atemberaubend schöne Bergketten führt, um dann den Blick freizugeben auf das Rote Meer – seinem Namen zum Trotz wundervoll türkis und blau schimmernd. Wer glaubt, ein Meer sei wie das andere, möge noch mal genauer hinschauen. Ich habe noch nicht alle gesehen, doch die, die ich kenne – der Atlantik, das Rote Meer, das Mittelmeer, Nordsee und Ostsee -, sie alle sehen unterschiedlich aus.

Die Wüste hat mich begrüsst bei meiner Ankunft, mitten in der Nacht, beschirmt von einem von Sternen übersäten Himmel. Und mich verabschiedet … auf der eben beschriebenen Fahrt und schließlich von oben, aus dem Flugzeug. In der klaren Luft schien es, als flögen wir nur wenige Meter über dem Boden … und stünden still in der Luft. Ein Wahnsinnsgefühl. Der Anblick änderte sich erst ganz im Norden des Landes, kurz vor dem Mittelmeer … Wasserwüste nach all dem Sand. Die griechischen Inseln … ebenfalls verknüpft mit spezieller Erinnerung. Vor zwei Jahren erst war ich dort … Im Flugzeug hatte ich das Glück, einen Fensterplatz bekommen zu haben und habe bis Kroatien oder so ununterbrochen hinausgeschaut. (Danach wurde es wolkig, und immer nasser und kälter, gelandet sind wir schließlich bei 6°C und Regen.)

Noch ein besonderes Geschenk, das Ägypten mir gemacht hat und für das ich so dankbar bin: die Sonnenaufgänge. Die ich bisher in meinem Leben nur sehr selten bewusst miterlebt und angesehen habe. In Ägypten bin ich dank der frühmorgendlichen Gesänge aus den Moscheen immer schon zwischen 4 und halb fünf aufgewacht, und hatte somit viel Zeit und Gelegenheit, Morgenhimmel und diverse magische, wunderschöne Sonnenaufgänge zu sehen. Was für eine wundervolle Art, den Tag zu beginnen! Ich habe versucht, diese Morgenmagie auch hier in Deutschland zu zelebrieren, doch nach einem zehnminütigen Lauf entlang einer stark befahrenen Straße, durch Regen und erfrischende 4°C, fällt es mir nicht so leicht, im – meist hinter Wolken verborgenen – Sonnenaufgang die Magie des Tagesanfangs zu finden.

Natürlich habe ich auch einige Tempel besucht; von einem unglaublich guten Guide vieles über die Geschichte und Magie des Alten Ägyptens lernen dürfen, und bin sowohl von dem Gehörten als auch von der Energie und Magie der Tempel und anderen Bauwerke fasziniert und tief berührt.

Ich bin, allein und in Gesellschaft, durch Städte und Natur gelaufen. Habe wundervolle Menschen kennengelernt. So viel habe ich schon gesehen, und doch war es nur ein Bruchteil des Landes und seiner Schönheit. Meine Bucket List ist wiederum gewachsen … eines, was ich unbedingt machen möchte, ist, mit einer Karawane durch die Wüste <3 zu einer Oase zu reisen und dort eine Weile zu sein.

Zu einigen Themen (des aktuellen Ägyptens) habe ich viele Fragen und Bemerkungen gehört und möchte die hier gern kurz beantworten:

  • Sicherheit: Vor meiner Reise habe ich unzählige Warnungen gehört, nahezu jede*r hat mich darauf hingewiesen, dass Ägypten gefährlich sei, unsicher, und ich da doch besser nicht hinreisen sollte. Schon gar nicht als alleinreisende Frau. – Wie ich es erfahren habe: Die Ägypter sind ein überwiegend friedvolles Volk. Katholiken und Moslems leben einträchtig miteinander. Die Menschen sind sehr freundlich und extrem hilfsbereit. Man kann seine Sachen im offen Auto liegenlassen, ohne Angst vor Diebstahl.
    Aufgrund der politischen Lage ist das Militär, vor allem in Assuan, sehr präsent. Es gibt viele Kontrollposten, überall, an denen immer wieder mal Papiere kontrolliert und Kofferräume überprüft werden. Ungewohnt, doch es geht nichts Bedrohliches von ihnen aus. Ich bin stundenlang, auch allein, unbehelligt durch Assuan und Luxor gelaufen und habe mich die gesamte Zeit dort absolut sicher gefühlt. Bei meiner Bekleidung habe ich Rücksicht auf die dortigen Sitten genommen – lange Hosen, nichts Schulterfreies bzw. Tuch um die Schultern, wenn ich nur ein Trägertop anhatte.
    Beim Einkaufen, Taxi-fahren etc. gehören Preisverhandlungen dazu. Du akzeptierst dort niemals den ersten Preis. Wenn doch, zahlst du höchstwahrscheinlich zu viel. Um wirklich zu wissen, wieviel jeweils angemessen ist, hätte ich allerdings länger dort sein müssen. Das Kostenniveau dort ist ein ganz anderes – eine ganze Familie wird von 200 ägyptischen Pfund pro Woche satt – das sind 10 EUR …
    Die Sicherheitskontrollen am Flughafen sind gründlicher als in London, und auch an Bahnhöfen wird schon beim Betreten des Bahnhofs das Gepäck durchleutet und du musst durch einen Metalldetektor gehen. Der Zug, mit dem ich von Assuan nach Luxor gefahren bin, war übrigens extrem komfortabel und super-sauber. (Und die „Skyline“ während des Sonnenuntergangs/Abendrots, Palmen am Nilufer vor dem glühend roten Himmel, ein Bild, das ich sicher nicht vergessen werde.)
  • Alle Krokodile und Nilpferde wurden beim Bau des großen Staudamms in Assuan vor rund 60 Jahren nach oberhalb des Staudamms umgesiedelt. Unterhalb von Assuan wirst du also keine treffen – und brauchst dir bei einem eventuellen Bad im Nil darüber keine Sorgen zu machen. Solltest du Angst vor Bilharziose-Erregern haben: suche dir eine Stelle mit schnell fließendem Wasser und/oder frage die Einheimischen, wo es sich gut baden lässt. 😉
  • Bio-Nahrung. Das ist in der Tat schwierig. Das Bewusstsein für derartige Themen ist in Ägypten noch kaum vorhanden. Im Delta gibt es zwar mindestens ein großes Bio-Projekt, doch entlang des Nils zwischen Luxor und Assuan kümmert sich eher kein Mensch darum. „Dank“ des Staudamms werden seit 60 Jahren die alljährlichen Überflutungen durch den Nil verhindert. Die zuvor jedes Jahr für einen Nachschub an fruchtbarem Schlamm gesorgt haben. Mittlerweile sind die Böden ausgelaugt, und die Menschen benutzen Dünger. Auch Pestizide etc. werden eingesetzt. Bei Datteln und Feigen wird das wohl niemand für nötig halten, doch ich befürchte, beim Gemüse und Grünzeug sieht das anders aus.
  • Zum Thema „Essen auf Reisen“ und wie sich das mit der Ernährung als Rohköstler*in/Veganer*in (oder sonstwie Achtsam-Essende*r) lösen lässt, schreibe ich noch einen eigenen Artikel.

Die Zeit in Ägypten hat mir so unendlich viel geschenkt. Meine Seele genährt. Mir ist erst dort wirklich bewusst geworden, was und wieviel ich in den vorhergehenden Monaten in Deutschland vermisst habe. Seelennahrung. Wundervolle neue Eindrücke und Begegnungen. Und, nicht zuletzt, Sonne & Wärme. Ich bin voller Dankbarkeit

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Ägypten, Tag 1

Nun schreib ich doch hier, soviel in meinem Kopf, das sortiert werden will … und das geht beim Schreiben einfach gut für mich.

Ich bin in Afrika. In einer faszinierenden fremden magischen aufregenden Welt. Ägypten. Nach 16 Reisestunden, die letzten vier davon mit dem Auto durch die Wüste. Sternenhimmel in der Wüste. Und dann Sonnenaufgang. Wow. Unbeschreiblich. Soviel Schönheit.

Der Strassenverkehr hier ist auch ein Abenteuer. Eselskutschen, dreirädrige Laster, Autos, die der deutsche TÜV sofort aus dem Verkehr ziehen würde. Chaos, doch jeder scheint zu wissen, wie es funktioniert. Checkpoints entlang der Strecke, an denen ich mich mit meinem Sitz mal eben in Liegeposition begebe, um weniger aufzufallen. Touristen dürfen erst ab 6 Uhr früh chauffiert werden & weder mein Fahrer Tayeb noch ich haben Lust auf eine zweistündige Rast. Unterwegs die ersten Lektionen in Sprache und Landeskunde. Moscheen und katholische Kirchen gibt es hier, nah beieinander. Katholiken und Moslems leben friedlich miteinander. Überhaupt, so Tayeb, ist Ägypten ein friedvolles Land.

Um 8 Uhr früh erreichen wir das Boot in Esna, die luxuriöse Dahabiya meiner Kunden (ich bin ja auch zum Arbeiten hier ;)), wo ich herzlichst empfangen werde. Und mich, total erschlagen, erstmal in meine Kabine zurückziehe. Nach 1,5 Stunden Ruhe, Meditation und Dusche fühle ich mich wieder lebendiger und bereit, meine Mitreisenden kennenzulernen. Gemeinsam ziehen wir dann auch gleich los, zum ersten Tempel. Dem Tempel von Esna. Mit 2000 Jahren für ägyptische Verhältnisse nicht allzu alt. Unser Guide heisst, wie scheinbar jeder zweite Mann hier, Mohammed. Ein seinen Beruf offensichtlich liebender Ägyptologe, der so grossartig erzählen kann, dass ich nach einer Stunde mehr gelernt habe als in Monaten des Geschichtsunterrichts damals in der Schule. Nebenbei gerade in der Umstellung auf vegan (was in Ägypten noch eine wesentlich grössere Herausforderung ist als in Deutschland), und in Tempeln Yoga praktizierend. 🙂

Ein paar faszinierende Wissenshäppchen altägyptischer Geschichte:

– Die alten Ägypter verehrten keine speziellen Götter. Für sie war die Natur göttlich. Daher auch die vielen Abbildungen heiliger Tiere. Auch der Mensch gehört natürlich zur Natur, doch anders als die Tiere muss er erst lernen. Sich verbinden. Um göttlich zu sein bzw seine Göttlichkeit zu leben. Klingt vertraut, nicht wahr 😉

– In Tempeln gab (& gibt) es sogenannte Energiepunkte. Sie verstärken die Energie desjenigen, der sich dort aufhält. Auch Happy-Spots, die einfach positive Energie abgeben. Leider will die Regierung scheinbar nicht, dass diese Punkte wieder ausfindig gemacht werden.

– Im alten Ägypten wurde bei der Mumifizierung der gesamte Körper behandelt, jedes Organ mumifiziert. Nur das Gehirn wurde entfernt, weil die Ägypter es als Quelle allen Bösens betrachteten. Das Herz hingegen wurde durch einen darauf platzierten Skarabäus besonders beschützt. 

Und und und. Soviel wow, soviel Magie.

Den Rest des Tages sind wir auf dem Nil südwärts, flussaufwärts, gesegelt. Bis nach Edfu, wo wir jetzt für die Nacht anliegen. So herrlich, so friedvoll. Und wie ich es vermisst hatte, den ganzen Tag draussen zu sein, leicht bekleidet. Das ist eine ganz andere Lebensqualität.

Glücklich, verzaubert und total überwältigt von all dem (und dazu total übermüdet), hab ich den Nachmittag und Abend überwiegend meditierend, atmend (war in den Tagen davor deutlich zu kurz gekommen) und einfach seiend, den Nil, die Landschaft geniessend, verbracht. 
Unendlich dankbar für alles, was das Leben mir gerade wieder schenkt. 

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Auf nach Ägypten

Heute geht es wieder mal los. Ein neues Ziel. Ägypten. Ich war noch nie dort, noch nie irgendwo in Afrika. Es hat mich gerufen, zum zweiten Mal in meinem Leben, und diesmal folge ich der Einladung. Ich freue mich auf Sonne & wärmere Temperaturen, auf frische Datteln, die zu dieser Zeit des Jahres gerade geerntet und in der Sonne getrocknet werden. Auf das Segeln auf einer Dahabiya … und viele andere, neue Eindrücke und Erfahrungen. Und bin total aufgeregt, neugierig, gespannt, eine für mich neue Welt kennenlernen zu dürfen.

Um meine Reiseeindrücke und -erlebnisse zeitnah zu teilen, lade ich dich herzlich ein, mir bei Instagram und/oder bei Facebook zu folgen.

Hier im Blog liest du mich voraussichtlich in ein paar Wochen wieder.

Clemens Viehl gefällt dieser Artikel
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Das Glück des Minimalismus: Weniger Zeug, mehr Freiheit

Mein reisendes Leben bringt einen schönen Nebeneffekt mit sich: seit vielen Jahren nun schon ziehe ich mit relativ geringem Ballast, sprich: eher wenigen Dingen, durchs Leben. Zwar ist es, aus meiner Sicht, manchmal immer noch zuviel, doch im Vergleich zu den meisten Menschen, die ich kenne, ist der Umfang meiner Besitztümer wirklich klein. Eigene Möbel besitze ich sowieso schon seit Jahren nicht mehr, meine Kleidung passt in zwei Taschen, Bücher reisen zwischen sechs und zehn Stück mit mir – das variiert. Alte gehen, Neue kommen dazu, doch nur wenige dürfen über die Zeit hinaus, die ich zum Lesen brauche, bleiben. Hauptsächlich der schnelleren Verfügbarkeit wegen – ich muss dann keine Wochen auf die Lieferung nach Wo-auch-immer-ich-gerade-bin warten – wähle ich öfter PDFs oder Kindle-eBooks. Die wiegen nichts und nehmen keinen Platz weg. Eigentlich lese ich jedoch nicht gern am Bildschirm. Filme und Musik gibt es aus dem Netz. Des Rohkost-Cafés und der Rezepte wegen schleppe ich relativ viel „Küche“ durch die Welt: Im Gepäck sind neben dem Vitamix, dem Personal Blender & dem Dehydrator einige Ausstecher, Formen usw. und ein wechselndes Sortiment an trockenen Basiszutaten.

Ich bin mein ganzes Leben lang so oft umgezogen, habe schon in meiner Kindheit nie länger als fünf Jahre am selben Ort gelebt, in den letzten Jahren nie länger als 6-7 Monate 😉 … es fällt mir leicht, mich von Dingen zu trennen. Mehr noch – von wenigen Ausnahmen abgesehen, ein ganz paar Dinge, an denen ich wirklich hänge, u. a., weil ich sie mit meiner Existenz verbinde, wie z. B. mein Laptop – genieße ich die befreiende Wirkung des Loslassens. Es macht mich frei, wenig zu besitzen. Ich muss weniger aufräumen & sauberhalten, mich um weniger kümmern, weniger verstauen. Mich weniger um mögliche Verluste sorgen. Und die Frage „was soll ich anziehen“ lässt sich ja, wie jede Frau weiss, mit vollerem Kleiderschrank auch nicht leichter beantworten.

Ja, manchmal sind Dinge nützlich, um etwas damit zu tun. Oder einfach erfreulich, weil sie schön anzusehen sind. Doch dafür muss ich sie nicht dauerhaft besitzen. Manches bleibt länger, manches geht früher. Was ich mir wirklich wünsche oder was ich brauche, findet schon im richtigen Moment zu mir; es muss nicht jahrelang meine Räume verstopfen und auf seinen Einsatz warten. Nebenbei fördert es die Kreativität, nicht für alles und jedes sofort das perfekt spezialisierte Werkzeug zur Hand zu haben. Und es belebt das Sozialleben, einfach mal im Umfeld nachzufragen, ob etwas ausgeliehen werden kann.

Altes loszulassen kann auch Raum für Neues schaffen. Und/oder helfen, Dinge in Gang zu bringen. So hatte ich z. B. sämtliche Kleidung, Spielzeug usw. meines Erstgeborenen jahrelang aufbewahrt – verbunden mit dem Wunsch nach weiteren Kindern. Nach knapp acht Jahren hatte ich endlich akzeptiert, dass meine Lebensumstände grad so gar nicht nach weiterem Nachwuchs aussahen und habe den Großteil der Sachen verkauft. Kurze Zeit später war ich wieder schwanger. 😉

Als unglaublich befreiend habe ich unsere Haushaltsauflösung vor sieben Jahren erfahren. Bis dahin hatte ich (mit meinen Kindern) in Deutschland gelebt, wir hatten eigene Möbel und trotz der relativ häufigen Umzüge doch so einiges an angesammeltem Zeugs. Nun wollten wir, nur mit Koffern und Rucksäcken und dem wenigen, was dort hineinpasste, nach Teneriffa ziehen. Und haben Stück für Stück all unsere Sachen verkauft, verschenkt oder weggeworfen. (Fast alle: die Tochter, damals sechs Jahre alt, wollte sich nicht so endgültig von ihren Sachen trennen und hat viele Kisten bei ihrem Vater eingelagert.) Mit jedem Stück weniger habe ich mich freier & leichter gefühlt. In den letzten Wochen wohnten wir in einem fast leeren Haus … & es war toll. Auch der Sohn, damals 15, hat sich damit so wohl gefühlt, dass er fragte, warum wir eigentlich nicht schon die ganze Zeit so gelebt hätten.

Für alle, die sich nach mehr Luft, mehr Freiheit, weniger Klöter (Gerümpel) sehnen & denen das Loslassen nicht ganz so leicht fällt, habe ich hier ein paar spaßige & hoffentlich hilfreiche Tipps & Ideen für mehr Spaß beim Entrümpeln:

  • Spiele Umzug. Eine interessante, allerdings etwas aufwändige Idee aus dem Blog The Minimalists. Verpacke all deine Sachen in Kartons. So, als wolltest du umziehen. Nun lebst du einen Monat lang aus Kartons. Nimm heraus, was du immer du brauchst. Am Ende des Monats behältst du alles, was du herausgenommen hast; der Rest kann weg, da du ihn doch nicht brauchst.
  • Die Anzahl-Challenge. Schließ dich einer der zahllosen, im Netz kursierenden Challenges an oder kreiere deine eigene (nur für dich). Du kannst dieses Spiel wahlweise mit all deinen Besitztümern oder nur mit einem Teil davon – Garderobe, Geschirr, Bücher, … – spielen. Was du auch wählst: es geht darum, die Anzahl deiner Dinge auf die gewählte Zahl zu reduzieren. (Englischsprachige) Beispiele dafür sind Project333 – reduziere deine Garderobe auf 33 Teile – oder die 100-Dinge-Challenge.
  • Das Versteckspiel funktioniert am Besten mit eine*m*r Mitbewohner*in. Eine Person versteckt etwas von der Anderen, und wenn die Andere Person es nicht innerhalb einer vorher verabredeten Zeit vermisst, braucht sie es nicht & es kann weg.
  • Eine Variante des Ophra-Winfrey-Kleiderbügel-Experiments: Ähnlich wie das Umzug-Spiel, jedoch weniger aufwändig. Sortiere den Inhalt deines Kleiderschranks so, dass du alle Teile auf die gleiche Art einsortierst. Z. B. alles auf Bügeln mit dem Bügelhaken nach vorne, alle Pullover mit dem Kopfausschnitt nach hinten usw. Wenn du etwas getragen hast & es zurück einräumst, hängst/legst du es andersherum. Nach einem Monat (oder einem anderen, vorher festgelegten Zeitraum) kannst du so genau erkennen, welche Teile du nie trägst – und kannst sie aussortieren.
  • Das Kalender-Spiel. Für alle, die es gern extrem mögen. 😉 Verhilft relativ schnell zu einem deutlich minimalisterischen (lässt sich dieses Wort eigentlich steigern?) Haushalt. Jeden Tag entsorgst du so viele Dinge, wie die Zahl im Kalender es vorgibt. Also eine Sache am 1., zwei am 2. usw.
  • Für alle, denen dieses Tempo Angst macht: Gib pro Tag eine Sache weg. Ob in den Müll, verschenken oder verkaufen, ist dabei egal. Aber nicht schummeln: der normal täglich anfallende Müll zählt natürlich nicht mit. 😉 Auf diese Art hast du nach einem Monat immerhin schon 30 oder 31 Dinge weniger; nach einem Jahr sogar 365!
  • Der Ansatz der KonMari Methode zum Entrümpeln: Hierbei geht es um unser mentales Festhängen an Dingen. Nimm jedes Teil in die Hand & spüre, ob es dir Freude macht, ob es dich glücklich macht. Lautet die Antwort „Nein“ – weg damit! Die KonMari-Methode ist noch umfangreicher; sie sagt, dir wo du anfangen sollst, wie du entrümpelst und wie du anschließend deine Sachen einsortierst, so dass du wirklich mehr Raum und Ordnung hast. Genau beschrieben wird sie von ihrer Erfinderin Marie Kondo in dem Buch Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert
    Eine alternative Frage (für alle, die es weniger esoterisch mögen) zur Entscheidungsfindung könnte sein: wäre es nicht deins, wärest du dann jetzt bereit, Geld dafür auszugeben, um es zu besitzen?
  • Falls dir keine dieser Ideen weiterhilft, versuch es mit einem Wechsel deiner Perspektive. Schnapp dir deine Kamera und mach Photos von deinem Wohnraum. Lade einen Freund mit seinem Kleinkind zu Besuch ein. Oder bitte deine Chefin/deinen Kunden, dich in deinem Home-Office zu treffen. Na, hast du jetzt mehr Motivation auszumisten? 😉

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Schokohexe

Die neueste Kreation aus meiner Hexenküche. Rohes, veganes Schokoladenparfait. Wie so vieles entstanden aus einem Wunsch meiner Tochter. Einer ihrer Lieblingsmangas derzeit ist die Serie um die Schokohexe. Die magische, wunscherfüllende Schokoladen kreiiert … also so ähnlich wie ich 😀 … allerdings musst du mir keinen Teil deiner Seele oder Persönlichkeit zum Ausgleich dafür überlassen. 😉

Dies hier bekam ich als „Bestellung“:

… und so sah meine Kreation aus:

Mein Parfait kühlt und wärmt das Herz zugleich … und ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass es umwerfend lecker schmeckt – Suchtpotential inklusive. 😉

Brauchst du vielleicht auch gerade eine Schokolade, die dein Herz kühlt & besänftigt? Dann komm zu mir & wir sehen, wie ich dir helfen kann 😉

Zur Selbsthilfe schenk ich dir hier mein spontan kreiertes Rezept. Die Menge reicht für 2 Portionen, die so sättigend sind, dass sie gut eine Hauptmahlzeit ersetzen! Bedenke auch, dass es sich um Gourmet-Rohkost handelt. Super als gelegentlicher Nachtisch nach einem großen, grünen Salat, doch nichts für jeden Tag.

Was du für das Parfait brauchst:
– 80g Mandeln oder 100g Cashews
– knapp 1/2 Tasse Wasser
– 2 Bananen
– 1/2 TL Zimt (von Sonnentor oder Lebensbaum)
– 1 gestr. EL Lucuma-Pulver (bekommst du hier oder hier)
– 1,5 EL Kokosöl (kauf ich hier oder hier)
– 1 TL Kakaopulver (gibt es hier oder hier)
– 1/2 TL Xylitol oder ein anderes Süßungsmittel (optional) (kaufe ich hier)

Vermahle die Mandeln im Vitamix oder einem anderen starken Mixer (ich benutze diesen) zu Mehl. Löse das Mehl mit einem Schaber oder Löffelstiel von den Seitenwänden des Mixers. Verschließe ihn dann wieder und lass ihn auf mittlerer Stufe laufen, während du das Wasser langsam einlaufen lässt. Schäle die Bananen und gib sie, ebenso wie das Lucuma-Pulver und den Zimt, mit in den Mixer. Vermixe alles zu einer glatten Creme.

Schmelze das Kokosöl & mische es unter die Creme. Teile die Creme in zwei Teile und verrühre den einen davon mit dem Kakaopulver und ggfs. dem Süßungsmittel.

Gib nun die fertige Parfaitmasse in Schichten (dunkel – hell – dunkel) in Portionsgläser und stelle sie für ein bis zwei Stunden ins Tiefkühlfach. Du kannst das Parfait auch im voraus zubereiten, vollständig einfrieren und dann eine Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlfach nehmen.
Nach Belieben verzieren und genießen!

Ich habe meine Portion des Parfaits noch mit Ingwer angereichert und zwei ganze Satsumas dazu gegessen. Dafür nur etwa 1/3 des Parfaits – es IST super-lecker, doch für meinen Geschmack zu schwer, zu fettig. Dafür ist es super für immer-hungrige Teenager und überzeugt auch Noch-nicht-Rohköstlern 😉

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