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(F)Roh in Gran Canaria unterwegs

Wir – die Tochter und ich – haben diese Woche einen kurzen Ausflug nach Gran Canaria unternommen – nach Teneriffa, La Gomera und La Palma die vierte der Kanarischen Inseln, die wir uns angesehen haben. Vorab mein Eindruck nach vier Tagen dort: die Menschen dort, insbesondere die Busfahrer, sind extrem freundlich & hilfsbereit (wie auf allen mir bekannten Kanarischen Inseln), doch ansonsten hatte diese Insel mir nicht viel zu sagen. Allerdings, um fair zu bleiben: sie hatte es wetter- und umständebedingt auch nicht leicht. Aber der Reihe nach:

Spannend war auf jeden Fall die Anreise. Auf die anderen Inseln sind wir jeweils mit der Fähre gereist; diesmal sind wir geflogen. Mit so einem kleinen Inselhüpfer von Binter. Ein ganz anderes Fluggefühl, bisschen wackeliger, bisschen lauter, mit mehr zu sehen, weil das Flugzeugchen auf dem kurzen Weg nicht so hoch fliegt. Und es ging echt schnell: anschnallen, Telefone aus, Getränk serviert, Becher eingesammelt, anschnallen, landen 😉

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Leider hab ich es versäumt, vor der Reise in meinen Kontakten nach solchen aus Gran Canaria zu suchen & habe so die Gelegenheit verpasst, virtuelle Bekannte auf der Nachbarinsel kennenzulernen. Gewohnt haben wir in einem AirBnB-Apartment in Carrizal … einer der weniger schönen Orte auf der Insel, dafür jedoch mit super Bus-Anbindung. Diesmal ohne Auto unterwegs, war dies für uns ein wichtiges Kriterium. Das Wetter war unfreundlich: stürmisch und regnerisch. Einen Tag haben wir in der Hauptstadt, Las Palmas, verbracht. Unter anderem, um uns dort Verpflegung zu besorgen. Wir waren im Mercado de Vegueta – eine Markthalle mit täglichem Markt, wie es sie in den meisten Städten Spaniens gibt. Angeboten werden dort sowohl regionale Früchte und Gemüse als auch Importe. Einen Bio-Stand gab es leider nicht, aber für so kurze Zeit muss es dann halt mal anders gehen. Wir haben herrliche Mandarinen (vom spanischen Festland) bekommen, Bio-Erdbeeren von Gran Canaria und köstliche Avocados von La Palma. Gurken ebenfalls vom Festland. Das Grünzeug dort sah mir überall zu schlapp aus; da habe ich dann später auf in Tüten abgepackten Spinat aus dem Supermarkt zurückgegriffen, um meinen akuten Grünhunger zu stillen. Der überraschend lecker war, wenngleich natürlich nicht bio.

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Auch auf Gran Canaria gibt es übrigens Bauernmärkte, die allerdings, ebenso wie auf Teneriffa, überwiegend an den Wochenenden stattfinden. Der schönste Bauernmarkt soll, so habe ich gehört, der in San Andrés sein. Vielleicht magst du ihn ja mal ausprobieren, wenn du übers Wochenende auf Gran Canaria sein solltest.

Von den drei Bio-Läden, die es lt Google in Las Palmas geben sollte, haben wir keinen einzigen gefunden; dafür aber einen anderen, nicht im Internet genannten. Der zwar nur Kartoffeln und unreife Avocados im Frische-Regal hatte, aber dafür die aktuellen Lieblingsriegel der Tochter anbot – genau das Richtige, um ihre Motivation für einen ausführlichen Spaziergang durch die Stadt bei strömendem Regen etwas zu fördern ;).

"Tamaragua" bedeutet "Mond" in der Sprache der Guanchen. "Ubuntu" bezeichnet die afrikanische Lebensphilophie von Menschlichkeit & das Bewusstsein, Teil eines Ganzen zu sein.

„Tamaragua“ bedeutet „Mond“ in der Sprache der Guanchen.
„Ubuntu“ bezeichnet die afrikanische Lebensphilophie von Menschlichkeit & das Bewusstsein, Teil eines Ganzen zu sein.

Den Stadtteil Vegueta fand ich übrigens ganz schön. Wir haben uns, zu Fuß und mit dem Bus, durch die Stadt bis Santa Catalina bewegt & waren dort im sehr empfehlenswerten Museo Elder – ein Wissenschafts- und Technikmuseum mit unzähligen Stationen, an denen die BesucherInnen selber aktiv werden können. Die Tochter war mit Feuereifer dabei; meine Begeisterung wurde etwas gedämpft von der Luft dort, die reich an Ausdünstungen der diversen Baumaterialien war.

Am nächsten Tag haben wir uns den Süden angesehen – das hübsche Hafenstädtchen Puerto de Mogán, die Barrancos darum herum und die riesigen, faszinierenden Dünen in Maspalomas, am Südzipfel der Insel. Wirklich wunderschön!!! Und: heller Sand!!! Ein ganz ungewohnter Anblick für uns, denn auf Teneriffa sind die Strände fast alle schwarz.

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In das angeblich schönste Dorf Spaniens, Tejeda, haben wir es leider nicht mehr geschafft, und auch sonst haben wir vom Inneren der Insel und vom Nordwesten nichts gesehen. Gern hätte ich mir noch die Höhlen am Barranco de Guayadeque angesehen, doch zu einer kilometerlangen Wanderung bei Sturm und Regen waren wir beide nicht wirklich aufgelegt. Mit einem Auto wären wir wohl weiter herum gekommen, denn die Busfahrten dauern doch sehr lange & die Busse fahren auf manchen Strecken nur recht selten.

Sowohl Teneriffa als auch La Gomera und La Palma hatten mich beim Kennenlernen jeweils auf den ersten Blick berührt & verzaubert; Gran Canaria hat das nicht getan. Dennoch freue ich mich über die Reise & darüber, wiederum Neues kennengelernt zu haben.


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ブラウン ステファニー gefällt dieser Artikel

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