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Herbst, Winter, Rohkost!

Herbst. Bis letztes Jahr hiess das für mich: Frische Äpfel. Weissdornbeeren, Pilze, Nüsse & Maronen. Bunt gefärbte Bäume. Laub fegen, schöne Blätter und Kastanien sammeln. Und vor allem: kürzere Tage & abnehmende Temperaturen.

Dieses Jahr ist, dank verändertem Wohnort, alles ein wenig anders. Äpfel sind hier eher rar, dafür genieße ich jetzt Kakis & Cherimoyas. Die Palmen kennen das bunte Farbenspiel des Herbstes nicht. Claro, auch hier werden die Tage kürzer – deutlich kürzer sogar als im Norden Deutschlands. Und die Temperaturen sinken allmählich ein wenig. Allerdings auf viel angenehmerem Niveau … nach den mit Hitzewarnung einhergehenden Tagen noch letzte Woche (36° Grad) sind wir jetzt bei ca 26° & wenn abends die Sonne hinter den Bergen verschwindet, brauchen wir auch mal wieder Langärmeliges.

Nein, ich schreibe das nicht, um euch neidisch zu machen (… wobei ich mich freue, wenn jemand sich dadurch eingeladen fühlt, ein paar erholsame, sonnige Rohkost-Tage hier bei uns zu verbringen 🙂 ). Sondern, weil mich eine Mail (danke Claudi!) gerade daran erinnert hat, wie kalt Rohkost sein kann, besonders im deutschen Herbst & Winter!

In meinem ersten Winter mit Rohkost habe ich ständig gefroren. Und zwar richtig. Was sicher mit daran lag, dass ich vorher, in den ersten Monaten mit Rohkost, so viel Gewicht verloren hatte. Kein wärmendes Fett mehr am Körper 😉 Viel ausschlaggebender aber, das habe ich im Laufe der Zeit gelernt, sind andere Dinge:

  1. Bewegung erzeugt Wärme – also wenn du frierst (vielleicht während du wie ich viel Zeit am Computer sitzend verbringst): steh auf & nix wie raus! Laufen, Fahrradfahren, mit den Kindern Fangen spielen. Oder, falls du nicht raus kommst, spring Minitrampolin, geh auf den Stepper, dreh deine Lieblingsmusik auf & tanze durch die Wohnung! Das hebt nebenbei die Laune, unterstützt die Entgiftung & trainiert deinen Körper (Muskeln wärmen viel mehr als Fett!).
  2. Iss, was dich wärmt! Das geht auch ganz ohne Erhitzen. Nahrungsmittel haben unterschiedliche thermische Wirkung. Wer sich mal mit der Ernährungslehre der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin, beschäftigt hat, kennt das. Es gibt heiße, warme, neutrale, kühle & kalte Nahrungsmittel. Optimal ist eine ausgeglichene Zusammenstellung von warmen, neutralen & kühlen Speisen, mit wenig Extremen: also heisses & kaltes nur in sehr kleinen Mengen. In der kalten Jahreszeit liegt der Schwerpunkt logischerweise mehr im warmen Bereich.

    Auch ganz ohne Theorie dahinter: achte einfach mal darauf, wie welche Nahrung auf dich wirkt. Sicher hast du es selbst schon gespürt: Melonen kühlen, scharfe Gewürze wie Ingwer & Knoblauch erhitzen. Wurzeln, wie z. B. Sellerie, Rote Bete & Möhren, wärmen ebenfalls. Das saisonale, regionale Angebot entspricht dem zur Jahreszeit passenden Bedarf auch in thermischer Hinsicht: im Sommer kühlen uns Tomaten & Gurken, im Winter wärmen uns Kohl & Wurzelgemüse. Gewürze & Kräuter unterstützen das: auch Ingwer & Zimt, klassischerweise in der Weihnachtsbäckerei verwendet, wärmen.

    Nach dem Sommer mit vielen leichten Früchten ist im Herbst & Winter eher schwerere, gehaltvollere Nahrung angebracht. Die schon erwähnten Wurzelgemüse, Kohl, Nüsse. Beeren & Maronen. Früchte lassen sich weiterhin wunderbar mit Wildkräutern, aber auch mit Kohl kombinieren. Besser als Melonen & Ananas sind jetzt Pflaumen, Datteln, Kakis, Mangos, Birnen. Eine leckere, gesunde & wärmende Nascherei im Winter sind Datteln mit Grünkohl.

    Wer gern zubereitet, mag die Rezepte jetzt vielleicht mit Zimt & Ingwer ergänzen. Oder Knoblauch, Curry, Chili verwenden. Außerdem können rohe Zubereitungen, Suppen zum Beispiel, im Lebensmitteltrockner oder vorsichtig im halbgeöffneten, auf niedrigster Stufe eingestellten Ofen oder im Wasserbad auf knapp 40° erwärmt werden. Ein paar Ideen für herbstliche Rezepte findest du hier. Genauso wichtig wie zu jeder Jahreszeit sind natürlich die Wildkräuter. & auch sie helfen tatsächlich, warm zu bleiben!

Vielleicht nimmst du meine Anregungen als Basis & findest heraus, was dir zu dieser Jahreszeit gut tut. Rohkost funktioniert auf jeden Fall auch im Herbst & Winter!


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Ein Kommentar zu “Herbst, Winter, Rohkost!
  1. claudi sagt:

    vielen dank liebe silke!
    nun verstehe ich das noch besser 🙂 werde mich vor meinem rohkostdurchstart mit ingwer, chili und co. eindecken 🙂
    herzliche grüße aus münchen,
    die claudi

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