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Grüne Smoothies

Cantaloupe-Melone mit Brennessel

Victoria Boutenko hat sie mit ihren Büchern berühmt gemacht, aber nicht erst seitdem wissen wir alle, wie wichtig Grünzeug in unserer Nahrung ist. Am besten Wildkräuter, aber falls davon mal, z. B. jahreszeitbedingt, nicht genug zur Verfügung stehen, empfehlen sich auch einige Arten von Kulturgrün – in Bio-Qualität! (Falls ihr gelegentlich aus finanziellen Gründen auf Produkte aus konventionellem Anbau zugreift: macht das nicht ausgerechnet bei grünen Blättern, die ihr nicht mal schälen könnt. Und in denen dann, aufgrund der bodenauslaugenden Anbaumethoden, auch tatsächlich kaum noch welche der dringend benötigten Mineralstoffe drin sind.) Spinat, Feldsalat, Rucola, Grünkohl, Wirsing – bilden meinen bevorzugten Wildkräuter-„Ersatz“. Die dunkelgrüne Farbe & der zumindest im Vergleich zu Kopfsalat & Co noch relativ intensive Geschmack zeigen den einigermaßen hohen Gehalt an Mineralstoffen.

Für mich haben Gesundheit & Wohlbefinden & damit auch meine Ernährung viel mit natürlichem Leben zu tun – ich habe im Laufe der letzten Jahre immer wieder bemerkt, dass es mir am besten geht, wenn ich meine Nahrung so esse, „wie sie ist“ – also nicht gemixt, durcheinander gemischt oder sonstwie zubereitet. Am liebsten eine Frucht in der einen Hand, Wildkräuter in der anderen & dann immer abwechselnd zubeissen. Und gründlich kauen. 🙂

Warum schreibe ich dann hier einen Artikel über grüne Smoothies? Weil ich finde, dass dennoch vieles für deren Zubereitung spricht. Zum einen der Vorteil der besseren Vereinbarkeit mit einem modernen, zeitintensiven Arbeitsalltag: das gründliche Kauen = Verflüssigen der grünen Blätter, um sie gut verdauen zu können, braucht Zeit und Ruhe. Außerdem lassen sich Smoothies in Flaschen abgefüllt besser mitnehmen & sind wohl auch etwas „gesellschaftskonformer“ als eine Riesendose voller „Unkraut“ 😉

Vor allem aber sind grüne Smoothies ein hervorragender Weg, überhaupt (mehr) Grünzeug in die Ernährung aufzunehmen. Wer kaum Grün, geschweige denn Wildkräuter mit ihrem meist sehr intensiven Geschmack, isst, tut sich oftmals schwer damit, sich daran zu gewöhnen. Oder gar Gefallen daran zu finden – denn Essen soll ja schließlich Spaß machen & keine Pflichtübung sein. Auch die Konsistenz mancher Wildpflanzen, gründliches Kauen erfordernd & damit sehr ungewohnt für von der herkömmlichen Zivilisationskost verwöhnte Münder, ist gewöhnungsbedürftig. Man denke nur an Brombeerblätter im Winter – als ich mich denen vor Jahren zum ersten Mal genähert habe, konnte ich zu Anfang höchstens 1-2 Blätter runterkriegen. Gemischt mit süßen Früchten aber lassen sich leckere Getränke zubereiten. Zuerst mit wenig, dann immer mehr Grün drin, kann man den Körper genußvoll mit den wichtigen Mineralstoffen versorgen & sich dabei langsam mit dem Geschmack anfreunden.

Gerade für Kinder, die meist den süßen Geschmack bevorzugen, sind grüne Smoothies großartig. So können wir sichergehen, dass sie mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Die Vorbildfunktion allein reicht dafür leider nicht immer aus: Wenn ich beim Essen (immerhin bei jeder Mahlzeit, und zwischendurch, wenn wir draußen unterwegs sind) meine Wildkräuter futtere, animiert das meine Tochter durchaus nicht immer dazu, mitzumachen. Leckere grüne Smoothies nimmt sie aber gern! Mittlerweile mische ich in alles, was ich ihr zubereite, Wildkräuter oder anderes Grünzeug rein: Cremes, Dipps, Süssigkeiten, Cräcker. Unser Geschmackssinn, von Natur aus süß bevorzugend, wird eben auch geprägt durch unsere Erfahrungen. Und ihm so beizubringen, dass der Geschmack von Wildkräutern gleichbedeutend mit Genuss ist, halte ich für eine wichtige „Vorsorgemaßnahme“ für’s weitere Leben.

Im Sinne der guten Bekömmlichkeit & der Verwertbarkeit der Inhaltsstoffe aus den Früchten & Wildkräutern empfehle ich aber, für einen Smoothie nur eine oder zwei Fruchtsorten mit grünen Blättern zu mixen & auch keine allzu riesigen Portionen auf einmal zu trinken: bedenkt, was für eine riesige Portion Früchte, eventuell noch mehrere auf einmal, ihr sonst innerhalb weniger Minuten zu euch nehmt! Viel mehr, als ihr beim Essen vielleicht auf einmal schaffen würdet. Die Rückmeldung des Körpers über die Sättigung braucht nun mal länger als das Trinken eines solch gehaltvollen Smoothies.

Hier sind noch ein paar unserer Smoothies aus den letzten Tagen – als Anregung zum Nachmachen. Was sind eure liebsten Smoothie-Rezepte?

1/2 Mango, 1/2 Apfel, Ingwer, Brennesseln

1/2 Apfel, 1 kleine Banane, 1 frische Dattel, Brennesseln

M.'s Kreation: Banane-Brennessel-Mandelmus mit Gänseblümchen-Deko


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Ein Kommentar zu “Grüne Smoothies
  1. Alexandra sagt:

    Ich esse zur zeit auch lieber alles so wie es ist, vertrage es besser und es spart doch Zeit, denn der Aufwand für Zubereitung fällt ja weg, dadurch hat man dann mehr Zeit zum Kauen 😉
    Ich habe ein paar mal grüne Smoothis ausprobiert und konnte nur einen zusammenstellen der mir wirklich richtig gut geschmeckt hat: Milch von einer reifen Kokosnuss (Fruchtfleisch + Wasser gemixt und dann durch ein Tuch sieben) + Banane + Spinat. Meine anderen Kreationen haben mir nicht wirklich geschmeckt und landeten schnell im Abfluss… Bin also nie ein Fan von dem Zeug geworden 😉
    Gruß Alexandra

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