(f)roh & frei leben. silkes roh-vegane welt.

Woher bekommst du dein Protein?

Kennt ihr sie auch, die besorgten Fragen, wenn jemand von eurer roh-veganen Ernährungsweise erfährt? Angefangen bei „Aber was isst du bloß, wovon wirst du satt, nur roh – reicht das denn?“ (mögliche Antworten darauf spare ich mir an dieser Stelle mal … obwohl eine Sammlung der schönsten Antworten auf derartige Fragen ja auch mal lustig wäre. Schickt mir doch mal eure Lieblingsantworten!) bis hin zu gezielten Fragen nach bestimmten Nährstoffen. Sehr beliebt ist da „Aber woher bekommst du genug Protein?“.

Dazu lässt sich einiges sagen. Wir bestehen aus Eiweiss, sozusagen – es bildet die Struktur unseres Körpers & jeder einzelnen Zelle. Jedoch ist unser Eiweissbedarf bei weitem nicht so groß, wie es uns die Fleisch- & Milchproduzenten gern glauben lassen wollen. Die offizielle Empfehlung besagt, dass 8% der verzehrten Energie aus Proteinen stammen soll. In der Lebensphase des größten körperlichen Wachstums & zugleich der schnellsten Gehirnentwicklung jedoch, nämlich in den ersten Monaten unseres Lebens, gedeihen wir am besten mit Muttermilch. Die einen Eiweissanteil von gerade mal 2% hat! Ein Baby verdoppelt damit sein Körpergewicht in wenigen Monaten. Insofern reichen 2% Proteine in unserer Nahrung definitiv auch im weiteren Verlauf unseres Lebens vollkommen aus. Wie einige mehr oder weniger bekannte vegane Rohköstler es uns zeigen, ist damit selbst beeindruckender Muskelaufbau möglich – schaut euch z. B. Dirk Riske (aka Durian) oder Storm Talifero an!

2% – das entspricht dem Proteingehalt von Orangen & vielen anderen Früchten! In grünen Blättern, besonders bei Wildgrün, liegt der Proteinanteil noch deutlich höher: Bei Brennesseln z. B. beträgt der Proteingehalt 5-9% des Frischgewichts, was ca. 40% des Trockengewichts entspricht & damit fast doppelt so hoch ist wie der Eiweissgehalt von Sojabohnen. Hülsenfrüchte enthalten im Schnitt 27%, Nüsse & Samen 13% Eiweiss. Mehr als genug also, um unseren Bedarf zu decken.

Tatsächlich braucht unser Körper in der Nahrung aber gar nicht die vollständigen Proteine sondern Aminosäuren, aus denen er dann die Proteine bildet, die er benötigt! Mehr noch: der Körper muss alle Proteine zunächst in ihre Bestandteile, eben die Aminosäuren, zerlegen, um diese dann benutzen zu können. Die meisten proteinhaltigen Nahrungsmittel (Fleisch, gekeimtes Getreide, gekeimte Hülsenfrüchte), egal ob roh oder erhitzt, belasten den Körper & führen zu Störungen.

Es werden verschiedene Aminosäuren zur Bildung von Protein benötigt. Einige davon können aus anderen Aminosäuren zusammengesetzt werden, andere müssen mit der Nahrung aufgenommen werden – das sind die sog. essentiellen Aminosäuren. In manchen Nahrungsmitteln sind sie alle enthalten, in anderen nur einige davon. Unser Körper kann sie jedoch über einige Tage speichern & mit den anderen, noch fehlenden, zu vollständigen Proteinen kombinieren. Eine Kombination bestimmter Nahrungsmitel innerhalb einer Mahlzeit ist dafür nicht nötig!

Mit einer abwechslungsreichen pflanzlichen Ernährung ist die ausreichende Versorgung des Körpers mit Protein also ganz einfach zu gewährleisten, indem täglich rohe, unverarbeitete Früchte, Nüsse/Samen, Hülsenfrüchte, Gemüse, Grünzeug verzehrt werden! Am wichtigsten sind dabei zweifellos grüne Blattgemüse – unsere wahre Eiweissnahrung, die unseren Körper aufbaut, denn sie enthalten alle Aminosäuren, die wir brauchen. Wilde Tiere wie Gorillas und Elefanten bauen ihre Muskelmasse aus grünblättrigen Pflanzen auf!

Die Aminosäuren & deren Bedeutung für die Proteinsynthese erklärt Tim van Orden einfach & unterhaltsam in diesem Video (englisch):

„We don’t need protein. We need amino acids. Amino acids are in everything, until we cook it….!“


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