(f)roh & frei leben. silkes roh-vegane welt.

Roh – warum eigentlich?

Aus dem „Friedensevangelium der Essener“: „Tötet weder Mensch noch Tier, noch die Nahrung, die euer Mund aufnimmt. Denn wenn ihr lebendige Nahrung eßt, wird sie euch beleben, aber wenn ihr eure Nahrung tötet, wird euch die tote Nahrung ebenfalls töten. Denn Leben kommt nur von Leben, und vom Tod kommt immer nur Tod. Denn alles, was eure Nahrung tötet, tötet auch euren Körper. Und alles, was eure Körper tötet, tötet auch eure Seelen. … Eßt darum nichts, was Feuer oder Frost oder Wasser zerstört hat. Denn gekochte, erfrorene und verfaulte Nahrung wird euren Körper ebenso verbrennen, erfrieren und verfaulen lassen.“

Alle unsere Lebensprozesse hängen von Enzymfunktionen ab. Nach Dr. Howell entspricht die Menge von Enzymen in unserem System unserer Lebensenergie & zeigt somit unseren Gesundheitszustand. Rohe, naturbelassene Lebensmittel enthalten eine Fülle der Enzyme, die für ihre Verdauung notwendig sind. Beim Kochen werden diese Enzyme zerstört. Beim Essen roher Nahrung werden also weniger unserer körpereigenen Enzyme für die Verdauung benötigt & stehen unserem Körper daher für andere Prozesse zur Verfügung. Beispielsweise zur Heilung von Verletzungen oder Krankheiten. Außerdem erhalten wir so eine ständige Zufuhr von Enzymen in unser System & steigern unsere Enzymenergie.

Dass Vitamine beim Kochen zerstört werden, ist allgemein bekannt. Viktoras Kulvinskas schätzt die Gesamtmenge der durch das Kochen zerstörten Nährstoffe auf etwa 85%.
Gekochte Proteine sind nach Forschungsergebnissen des Max-Planck-Instituts nur noch zu 50% biologisch verfügbar.

Die Zunahme der weißen Blutkörperchen = Leukozytose, wie sie bei Infektionskrankheiten und anderen entzündlichen Reizen als Abwehrreaktion des Körpers zu beobachten ist, tritt ebenfalls nach dem Verzehr gekochter Speisen auf, und zwar bereits durch nur 50mg gekochter Nahrung! Sie lässt sich allerdings verhindern, wenn man das gleiche Nahrungsmittel im Verhältnis 50:50 roh & gekocht zu sich nimmt.

Besonders erschreckend sind die Folgen des Kochens bei chemisch behandelten Nahrungsmitteln. In chemisch behandeltem Gemüse ist nach dem Kochen durchschnittlich 50mal mehr des krebserregenden Mutagens ETU enthalten als im Rohzustand!

Zu heiß gegessene Nahrungsmittel können die Enzymsysteme in der Magenschleimhaut zerstören & auch die Magenschleimhaut verletzen. Die beständige Irritation von Hals und Zunge durch heiße Speisen, Getränke und Alkohol steht in Zusammenhang mit einem erhöhten Vorkommen von Hals- und Zungenkrebs. Eisgekühlte Getränke und kalte Speisen verlangsamen die Enzymfunktionen und die Peristaltik.

Die Essener kannten die großen Geheimnisse des Lebens schon vor 1000 Jahren. Ihe grundlegenden Richtlinien in Bezug auf Essen waren:

  • Ernährung mit rohen, lebendigen, ganzen, naturbelassenen Nahrungsmitteln
  • Nur eine minimale Zeit zwischen Ernten und Essen verstreichen lassen

Nahrungsmittel wurden nicht gelagert, verarbeitet, eingefroren, getrocknet, konserviert oder bestrahlt. Sie wussten, dass eine gewisse Zeit nach der Ernte die Lebenskraft lebendiger Nahrung verloren geht.

Ein hilfreiches System zur Klassifizierung von Nahrungsmitteln auf Basis der energetischen Qualitäten entwickelte Dr. Székely. Er teilte Nahrungsmittel in vier Kategorien ein: biogen, bioaktiv, biostatisch und biosauer.

  • Biogene Nahrungsmittel sind hochgradig lebens- und energiespendend & besitzen die Fähigkeit, den menschlichen Organismus zu regenerieren & revitalisieren. In diese Kategorie gehören sämtliche Sprossen. Biogene Nahrungsmittel sind in der Lage, einen völlig neuen Organismus hervorzubringen. Diese Lebenskraft wird auf den Menschen übertragen & hilft bei Heilungs- und Regenerationsprozessen.
  • Bioaktive Nahrungsmittel können die Lebenskraft gesunder Menschen erhalten & leicht steigern. Dazu gehören frische, unverarbeitete, rohe Früchte und Gemüse.
  • Die als biostatisch bezeichneten Nahrungsmittel der dritten Kategorie vermindern die Qualität der Körperfunktionen. Sie sind lebensverlangsamend und treiben den Prozess des Alterns langsam voran. In diese Kategorie gehören gekochte Nahrungsmittel und solche, die zwar roh aber nicht mehr frisch sind.
  • Biosaure Nahrungsmittel sind lebenszerstörend, d. h., sie bauen die Lebensfunktionen rasch ab. Hier hinein gehören stark verarbeitete Nahrungsmittel voller Zusätze und Konservierungsmittel.

Für die Behandlung von Krankheiten empfiehlt Szèkely, genau wie Ann Wigmore, Viktoras Kulvinskas und andere, eine 100%ige Rohkost-Ernährung. Ein guter Gesundheitsszustand lässt sich seiner Empfehlung nach erhalten mit 25% biogener, 50% bioaktiver & 10-25% biostatischer Nahrung, wobei letztere nur leicht gekochte Knollengewächse und harte Gemüse enthalten sollte. Kulvinskas empfiehlt als Voraussetzung für optimale Gesundheit 50% biogene & 50% bioaktive Nahrungsmittel.


Getagged mit:
5 Kommentare zu “Roh – warum eigentlich?
  1. ramona sagt:

    Danke für diese wunderbare, verständliche und übersichtliche Zusammenfassung.

  2. Andrea sagt:

    Das sog. „Friedensevangelium der Essener“ ist schon lange als ein fake entlarvt.

    Außerdem werden sämtliche mit der Nahrung aufgenommen Enyme in Magen durch die dort vorhandene Salzsäure DEAKTIVIERT und in ihre chemischen EINZELBESTANDTEILE zerlegt, welche dann im Dünndarm resorbiert werden.

    Die Wichtigkeit der Enzyme für die menschliche Gesundheit bezieht sich in Wirklichkeit auf die vom Körper intern produzierten. Um diese zu bilden braucht der Organismus vor allem Aminosäuren.

  3. silke sagt:

    wie gut, dass unsere pflanzliche rohe nahrung reichlich aminosäuren enthält 🙂

    und zusätzlich, ich möchte es noch einmal betonen, eben die für ihre verdauung notwendigen enzyme mitbringt, so dass die vom körper intern produzierten enzyme für andere (der gesundheit dienliche) zwecke zur verfügung stehen.

  4. Nordlicht sagt:

    Nehneh, wollte auch grad schreiben, dass die Enzyme, die der Mensch mit der Nahrung aufnimmt, nix null garnischt bringen, weil sie kaputtgehen. Gebe Andrea recht!

  5. Andrea sagt:

    Silke hat gesagt :

    „wie gut, dass unsere pflanzliche rohe nahrung REICHLICH aminosäuren enthält :)“.

    Dies, liebe Silke, ist einer der großen Irrtümer der roh-veganen Ideologie 🙂 🙂

    Andrea

2 Pings/Trackbacks für "Roh – warum eigentlich?"
  1. […] Und weil’s so schön ist, kommen uns Ende Juli Silke nebst Tochter besuchen. Silke hat übrigens einen liebevoll geführten Rohkostblog inclusive Newsletter. Sehr lesenswert. Dort kann man Einblicke in ihr Menü des Tages bekommen, Gedanken zur Rohkost lesen oder sich inspirieren lassen. Aktuell schreibt sie eine wunderschöne und übersichtliche Zusammenfassung, wozu diese ganze Rohkost eigentlich gut ist ist. Roh -warum eigentlich? […]

  2. […] ich, mehr Keimlinge in unserer Ernährung unterzubringen. Biogene Nahrung. Darüber hatte ich hier kürzlich was geschrieben. Meine Lust am Zubereiten ist allerdings mäßig & mein Appetit auf […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

This blog is kept spam free by WP-SpamFree.

Für (f)rohe kostenlose Newsletter direkt in deine Mailbox: einfach Email-Adresse eintragen & "Anmelden" klicken!

Ich werde deine Adresse nur für den Newsletter verwenden & niemals weitergeben!

Warenkorb

Wenn dir mein Blog gefällt & du mir etwas dafür zurückgeben möchtest, kannst du mir gern via PayPal eine Spende schicken:

Archiv

Follow on Bloglovin